Allgemeine Berichte | 02.02.2017

Gelungene Auftaktveranstaltung der 23. Koblenzer Mendelssohn-Tage

„Frauen im Hause Mendelssohn“

Fanny Hensel-Mendelssohn. (Federzeichnung ihres Mannes, dem Kunstmaler Hensel)

Koblenz. Es ist längst gute Sitte, dass der Verein Koblenzer Mendelssohn Tage anlässlich der Wiederkehr des Geburtstags von Felix Mendelssohn Bartholdy zu einem Vortrag mit musikalischer Umrahmung einlädt.

In diesem Jahr konnte der Vorsitzende des Vereins, Hans Courbier, zahlreiche Gratulanten im Görreshaus begrüßen. Er dankte den Besuchern für ihre Unterstützung des Festivals, ganz besonders den Sponsoren, zu denen seit Neuestem auch die Zeitung „Blick aktuell“ gehört.

Frau Professor Dr. Ute Büchter-Römer, ein gern gesehener Gast der Mendelssohn-Tage referierte über das Thema „Frauen im Hause Mendelssohn“. An vorderster Stelle ist Sarah Levy, die Großtante von Felix zu nennen, Sie kannte noch W.A. Mozart persönlich, sie erhielt Klavierunterricht bei Carl Philipp Emanuel Bach und trug eine unschätzbar wertvolle Sammlung von Bach Manuskripten zusammen. Von ihr erhielt Felix die Abschrift der Bach’schen Mattäuspassion, deren Wiederaufführung dem Komponisten großen Ruhm einbrachte. Das Jahr 1814 bezeichnet man gerne als den Beginn des großen Aufbruchs. Frauen aus angesehenen, zumeist jüdischen Familien, die eine Veränderung der gesellschaftlichen Verhältnisse bewirken wollten, trafen sich in den Berliner Salons. Zu ihnen gehörte die Moses Mendelssohn Tochter Dorothea, die berühmte ‚Skandalnudel‘ der Familie, die alle Fesseln sprengte und ihre Freiheit eine Zeit lang voll ausleben konnte.

Große Anerkennung als Komponistin

In diese Reihe gehört die berühmte Schwester von Felix, Fanny. Von den Eltern mit den Pflichten der Frau als Hausfrau vertraut gemacht, sprengt auch sie den engen Rahmen, nicht so spektakulär wie Dorothea, aber wirkungsvoll. Sie tut das, was eigentlich dem männlichen Genie der Familie vorbehalten ist, sie komponiert und veröffentlicht ihre Werke. Und sie hat Erfolg, nicht nur der Bruder verehrt sie, auch während ihres Rom-Aufenthalts erfährt sie als Komponistin große Anerkennung. Ein wenig im Schatten von Felix und Fanny steht die Schwester Rebecca, die als Sängerin in vielen Hauskonzerten der Familie Mendelssohn mitwirkte.

Umrahmt wurde der Vortrag durch die Pianistin Nadja Bulatowic mit Werken von W.A. Mozart, Felix Mendelssohn und Fanny Hensel. Den Abschluss des Abends bildete eine Bearbeitung einer Partita für Violine von J.S. Bach durch den Komponisten Ferruccio Busoni. Dieses Werk, das der Pianistin alles an Virtuosität und tiefer Durchdringung der Gedankenführung Bach‘s abfordert, hinterließ einen tiefen Eindruck und man konnte verstehen, was die Men-delssohn-Familie so sehr an der Musik des J.S. Bach faszinierte.

Die nächsten Veranstaltungstermine: 24. März, 19.30 Uhr Görreshaus – Benefizkonzert für eine neue Synagoge in Koblenz; 17. Juni, 19.30 Uhr Liebfrauenkirche „Te Deum“; 3. Oktober, 19,30 Uhr, Görreshaus „Teile dich Nacht“ und das große Abschlusskonzert am 1. November, 19.30 Uhr Basilika St. Kastor „Reformation: Symphonisch“.

Karten bei www.ticketregional.de, mehr unter www.mendelssohn-koblenz.de

Fanny Hensel-Mendelssohn. (Federzeichnung ihres Mannes, dem Kunstmaler Hensel)

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