Allgemeine Berichte | 23.03.2026

Frauen in Andernach: Echte Gleichstellung erfordert strukturelle Veränderungen

Eine Vielzahl von Vereinen und Organisationen nutzten die Gelegenheit, um sich zu präsentieren und sich für Frauen- und Gleichstellungsthemen zu engagieren. Fotos: Stadtverwaltung Andernach / Elline Köckritz

Andernach. Der Internationale Frauentag am 8. März liegt bereits hinter uns, doch der Blick auf Frauen, die Andernach täglich prägen – als Berufstätige, Mütter, Ehrenamtliche und Gestalterinnen des Gemeinschaftslebens – bleibt. Die Gleichstellung von Mann und Frau erfordert strukturelle, rechtliche und gesellschaftliche Veränderungen, um eine tatsächliche Chancengleichheit in allen Lebensbereichen zu gewährleisten.

Mit rund 30.000 Einwohnerinnen und Einwohnern ist Andernach die zweitgrößte Kommune im Landkreis Mayen-Koblenz Frauen stellen hier einen 50-prozentigen Anteil der Bevölkerung dar. Ihr Beitrag zum gesellschaftlichen Leben, zur Wirtschaft und zur sozialen Infrastruktur der Stadt ist wesentlich.

In Andernach, wie auch deutschlandweit, übernehmen Frauen vielfach Aufgaben, die für das Funktionieren des städtischen Lebens unerlässlich sind. Sie sind in Sozialbereichen, im Bildungswesen und mit ehrenamtlichem Engagement tätig.

In Bezug auf den demografischen Wandel, kommt Frauen eine Schlüsselrolle zu. Sie sind überproportional in Pflege- und Sozialberufen tätig und sorgen für den Zusammenhalt von Familien sowie Gemeinschaften. Bis 2070 wird für den Landkreis ein Rückgang der erwerbsfähigen Bevölkerung um fast zehn Prozent erwartet, während der Anteil der über 65-Jährigen deutlich steigen wird. Vor diesem Hintergrund betrachtet die Stadt Andernach Investitionen in die Gleichstellung von Frauen nicht nur als sozialpolitische Verpflichtung, sondern auch als zukunftsweisend. Eine Stadt, die Frauen fördert, sichert ihre eigene Resilienz und fördert die Lebensqualität in der Kommune.

Ein zentrales Anliegen der Stadtverwaltung Andernach ist auch die Verbesserung der Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Andernach investiert daher, nach dem Ganztagsfördergesetz, gezielt in den Ausbau des Betreuungsangebots für Kinder.

Laut Statistischem Bundesamt arbeiteten Frauen in Deutschland 2025 im Schnitt knapp 28 Stunden pro Woche in bezahlter Beschäftigung – gegenüber gut 34 Stunden bei Männern. Dieses Ungleichgewicht ist häufig auf Betreuungspflichten zurückzuführen, die nach wie vor überwiegend von Frauen getragen werden.

„Echte Gleichstellung erfordert strukturelle Veränderungen, die weit über die Unternehmensebene hinausgehen und an den Lebensverhältnissen vor Ort ansetzen müssen“, so Oberbürgermeister Christian Greiner.

Die Stadt versteht dabei auch die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen in kommunalen Gremien als demokratischen Auftrag. „Frauen, die sich politisch engagieren, sind essenziell für umgesetzte Geschlechtergerechtigkeit und prägen die Weiterentwicklung unserer Stadt maßgeblich mit – in der Stadtentwicklung, in der Sozial- und Jugendpolitik ebenso wie in Fragen der wirtschaftlichen Förderung“, sagt Andrea Kohlhaas, Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Andernach.

Bestehende Angebote zur Unterstützung von Frauen in Beruf und Familie werden kontinuierlich über das Haus der Familie veröffentlicht. Auch das Jugendzentrum Andernach setzt sich mit seinem Programm „Mädchenarbeit“ gezielt für junge Frauen ein. Damit verbunden ist das Ziel, das Bewusstsein für strukturelle Ungleichheiten in der Bevölkerung zu schärfen. Auch die Stadt Andernach bekräftigt ihr Bekenntnis zu einer geschlechtergerechten Stadtgesellschaft und möchte Frauen ausdrücklich ermutigen, sich in politische Prozesse einzubringen und Verantwortung zu übernehmen.

Die Fotos entstanden anlässlich eines Aktionstages zum Weltfrauentag in Andernach, am 07. März 2026. Die Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Andernach hatte gemeinsam mit der Koordinatorin Projekt „Solidaritätsnetzwerk“ der Familienbildungsstätte Andernach e.V. alle Bürgerinnen und Bürger eingeladen, an einem abwechslungsreichen Programm im Haus der Familie und in der Familienbildungsstätte teilzunehmen. Eine Vielzahl von Vereinen und Organisationen nutzten die Gelegenheit, um sich zu präsentieren und sich für Frauen- und Gleichstellungsthemen zu engagieren.

Pressemitteilung

Stadtverwaltung Andernach

Andrea Kohlhaas, Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Andernach / Hildegard Zschiesche, 2. Beigeordnete der Stadt Andernach / Anna Greiner, Ehefrau von OB Christian Greiner und Stadtratsmitglied für die FWG.

Andrea Kohlhaas, Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Andernach / Hildegard Zschiesche, 2. Beigeordnete der Stadt Andernach / Anna Greiner, Ehefrau von OB Christian Greiner und Stadtratsmitglied für die FWG.

Eine Vielzahl von Vereinen und Organisationen nutzten die Gelegenheit, um sich zu präsentieren und sich für Frauen- und Gleichstellungsthemen zu engagieren. Fotos: Stadtverwaltung Andernach / Elline Köckritz

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