Allgemeine Berichte | 01.07.2021

Hochschule Koblenz initiiert zwei neue Projekte

Frauen in MINT

Anmeldung bis 15. August

Die Teilnehmerinnen der beiden Programme werden auch die Labore der Hochschule Koblenz an den Standorten Koblenz und Höhr-Grenzhausen kennenlernen. Foto: Hochschule Koblenz/Gloger

Koblenz/Höhr-Grenzhausen. Berufsfelder rund um Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik – der sogenannte MINT-Bereich – sind nach wie vor männerdominiert, obwohl es viele junge Frauen gibt, die sich für solche Fächer interessieren. Um sie zu einem MINT-Studium zu motivieren, startet die Hochschule Koblenz nun in Kooperation mit dem Ada-Lovelace-Projekt (ALP), dem Landkreis Neuwied, dem Bildungsbüro (MINT-Region) sowie der Bundesagentur für Arbeit, Arbeitsbereich Neuwied, ein innovatives, zweiteiliges Bildungsangebot. Während das Programm „#MINTschnuppern – wie geht MINT studieren“ Schülerinnen der Oberstufe neben der Schule ein Probestudium in ausgewählten naturwissenschaftlich-technischen Studiengängen anbietet, richtet sich das Programm „MINT-Mentoring – Studieren ohne Abi“ an junge, technikaffine Frauen mit Berufsabschluss. Beide Gruppen können von Mitte September bis Mitte Dezember an echten Vorlesungen teilnehmen und dabei ausloten, ob ein MINT-Studium das Richtige für sie wäre. Die Teilnahme ist kostenlos. Anmeldeschluss ist der 15. August 2021.

MINT-interessierten Schülerinnen der Oberstufen mit guten bis sehr guten Noten in den entsprechenden Fächern bietet das Schnupperstudium „#MINTschnuppern – wie geht MINT studieren“ in echten Vorlesungen und Laborübungen noch weit mehr als einen Einblick in einen naturwissenschaftlich-technischen Studiengang. „So haben die Schülerinnen auch ideale Möglichkeiten, eine an ihrer Schule geforderte Facharbeit in einem MINT-Bereich zu schreiben“, betont Ilona von Oppeln-Bronikowski, die als ALP-Koordinatorin die beiden Programme initiiert hat, „für ihre eigenen Forschungsprojekte können sie die technische Ausstattung und das Know-How der Hochschule Koblenz nutzen.“

Neben dem fachlichen Aspekt sieht sie auch einen großen sozialen Mehrwert für die teilnehmenden Schülerinnen, die bei ihrem Schnupperstudium von ALP-Mentorinnen begleitet und betreut werden: „Die Schülerinnen können ihr Wissen erweitern, sich neue Bereiche erschließen, ihre besonderen Fähigkeiten einbringen und – nicht zuletzt – Gleichgesinnte kennenlernen.“ Die Vorlesungen finden vom 20. September bis 15. Dezember 2021 an Freitagnachmittagen und/oder samstags statt. Bewerben können sich die Schülerinnen bis zum 15. August 2021 mit einem Motivationsschreiben und einer Kopie des jüngsten Zeugnisses bei Ilona von Oppeln per eMail an vonoppeln@hs-koblenz.de.

An dem Programm „MINT-Mentoring – Studieren ohne Abi“ können MINT-interessierte Frauen teilnehmen, die ihre Ausbildung mit der Abschlussnote 2,5 oder besser abgeschlossen haben, sich in ihrem jetzigen Beruf vielleicht unterfordert fühlen und daher mit einem MINT-Studiengang liebäugeln. „Auch wer bereits in einem MINT-Bereich tätig ist und seine Karriere nun befeuern möchte, ist bei uns genau richtig“, so ALP-Projektleiterin Prof. Dr. Antje Liersch. Berufserfahrung nach der Ausbildung ist aber nicht unbedingt erforderlich, Interessierte können sofort einsteigen. Ihr Schnupperstudium beginnt Mitte September mit der Teilnahme an dem regulären KickoffCamp, das auch allen Erstsemesterstudierenden angeboten wird. Bewerben können sich die Frauen bis zum 15. August 2021 mit einem Motivationsschreiben, dem Lebenslauf und einer Kopie Ausbildungszeugnisses bei Ilona von Oppeln per eMail an vonoppeln@hs-koblenz.de.

Sowohl die Oberstufenschülerinnen als auch die MINT-interessierten Frauen mit Berufsausbildung können zwischen den vier Bachelorstudiengängen „Werkstofftechnik Glas Keramik“, „Umwelt-, Wasser- und Infrastrukturmanagement“, „Elektrotechnik“ sowie „Mechatronik“ wählen. Die Auftaktveranstaltung beider Programme findet am 15. September 2021 statt. Weitere Informationen sind im Internet unter www.hs-koblenz.de/alp abrufbar.

Die Landkreise Neuwied, Altenkirchen und der Westerwaldkreis sowie die Wirtschaftsförderungsgesellschaften Wir Westerwälder, Neuwied, Altenkirchen und Westerwald unterstützen die beiden Programme. Das Rheinland-Pfälzische Kompetenzzentrum für Frauen in MINT, dem Ada-Lovelace-Projekt, wird durch das Ministerium für Familie, Frauen, Kultur und Integration und das Ministerium für Wissenschaft und Gesundheit sowie dem Europäischen Sozialfonds gefördert. Mehr Informationen unter www.ada-lovelace.de.

Pressemitteilung

Hochschule Koblenz

Die Teilnehmerinnen der beiden Programme werden auch die Labore der Hochschule Koblenz an den Standorten Koblenz und Höhr-Grenzhausen kennenlernen. Foto: Hochschule Koblenz/Gloger Foto: Marcus Gloger

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