Verleihung des „Zukunftspreises Heimat“ der Volksbank RheinAhrEifel
Freiheiter mit Zukunftspreis ausgezeichnet
Region. Seit 2008 honoriert und unterstützt die Volksbank RheinAhrEifel mit ihrem „Zukunftspreis Heimat“ Ideen und Projekte, die die Infrastruktur, Lebensqualität und Attraktivität der Region fördern. „Heute steht der Preis mehr denn je für Innovationskraft, Zukunftsfähigkeit und Vitalität“, richtete VoBa-Vorstandsvorsitzender Elmar Schmitz vor „vollem Haus“ im Polcher Forum ein herzliches Willkommen an die diesjährigen Zukunfts-Preisträger. Eine hochkarätig besetzte Auswahl-Jury hatte insgesamt 10 (Hilfs-) Organisationen ermittelt, die nun ehrenhaft ausgezeichnet wurden für ihr anerkennenswertes gemeinnütziges Engagement. Die Ehrung galt stellvertretend auch für insgesamt knapp 90 „Mitbewerber, die sich alle mit viel Herzblut für unsere Heimat einsetzen und soziale Verantwortung für die Region tragen“, so Volksbank-Vorsitzender Elmar Schmitz.
Gemeinsames Handeln stärkt die Zukunft
„Egal, wer den Preis heute bekommt – Gewinner sind wir alle“, stellte Bundesministerin Andrea Nahles in ihrer Festrede anerkennend fest „weil dieses Engagement, die gegenseitige Unterstützung und der Austausch von Meinungen unser Leben bereichert und verbessert. Deswegen ist es mir wichtig, heute bei Ihnen zu sein. Nicht nur als Bundestags-Abgeordnete, sondern auch als Arbeits- und Sozialministerin. Dort, wo Andere die Unsicherheit der Menschen vor der Zukunft politisch nutzen, um Ängste zu schüren, zeigen Sie und die Volksbank, dass man Zukunft gestalten kann, wenn man handelt – und zwar gemeinsam.“ Die Gebietsweinkönigin der Ahr, Theresa Ulrich, begleitete als charmante Moderatorin durch den weiteren Verlauf der absolut gelungenen Festveranstaltung.
Wertschätzung für Engagement aller ehrenamtlichen Akteure
„Sie alle gehören zu den `Top Ten-Platzierten´ des heutigen Abends“ sprach Volksbank RAE- -Vorsitzender Elmar Schmitz auch im Namen seiner Vorstandskollegen Sascha Monschauer und Markus Müller „unsere Wertschätzung und unseren Dank aus“ an alle Preisträger aus. Dies galt auch für die Aktivisten, die Platz 4 bis 10 der Prämierungs-Rangliste erreichen konnten und mit einem Preisgeld von jeweils 500 Euro prämiert wurden: Das Bundeszentrum des Deutschen Dachdeckerhandwerks (BBZ) in Mayen wurde als „bedeutendste Bildungsstätte im Dachdeckerhandwerk in Deutschland“ ausgezeichnet. Der SV Urmitz 1913/1970 e.V. bietet jährlich einen „all-inclusiv“ – Sport-Erlebnistag für Menschen mit und ohne Behinderung an unter dem Titel „Sport verbindet“. Der „Lernort Vulkanhof“ in Gillenfeld bietet (initiiert von der Landesregierung) die Chance, Schülerinnen und Schüler für die Vielfalt der heimischen Landwirtschaft und die bewusste Wahrnehmung ihrer Heimat zu sensibilisieren. Der gemeinnützige Verein „Mayener Suppenküche e.V.“ hat es sich zum Ziel gesetzt, hilfsbedürftigen Kindern in Mayen die Möglichkeit zu geben, ein warmes, ausgewogenes Mittagessen zu bekommen – und das kostenlos derzeit einmal pro Woche. Der DRK-Ortsverein Ettringen repräsentiert seit 2016 eine von drei Bergwachten in Rheinland Pfalz, um Verunglückte zu retten und ihnen die bestmögliche Versorgung zukommen zu lassen. Die Ortsgemeinde St. Sebastian hat das Projekt „Spielleitplanung“ ins Leben gerufen (in Kooperation mit kommunaler Jugendarbeit). Mit der regelmäßigen Einbindung von Kindern und Jugendlichen in konkrete Projektplanungen hat die Gemeinde hiermit Pionierarbeit in Rheinland Pfalz geleistet mit regelmäßiger Umsetzung ihres Konzeptes.
Nicht allein das Preisgeld zählt
Die Laudation auf die (vier) Preisträger von Platz 1 bis 3 übernahmen die Preisverleihungs-Jury – Mitglieder Werner Böhnke (WGZ Bank AG), Professor Dr. Kristian Bosselmann-Cyran (Hochschule Koblenz), Bernd Kaltenhäuser (Dt. Bundesbank RPS, Mainz) sowie Pater Prior Andreas Werner (Abtei Maria Laach) u.a. mit folgenden Infos:
Der Caritas-Verband Westeifel (Daun) unterstützt Kinder und Jugendliche aus sozial schwachen Familien während ihrer Schulzeit und bei der Suche nach einem Arbeitsplatz. Dabei geben ehrenamtlich tätige Paten den jungen Menschen als feste Bezugsperson Halt und Orientierung. Bisher wurden schon mehr als 200 Patenschaften geschlossen. Die jetzige Prämierung unterstützt dieses ehrenhafte Engagement mit einem Preisgeld von 2000 Euro.
Gleiches gilt für den Verein „Wir helfen“ aus Sinzig, der seit 2010 mildtätige Projekte von Vereinen, Organisationen und Kommunen im Kreis Ahrweiler unterstützt. Dabei lassen sie sich unter dem Motto von Erich Kästner leiten: „Es gibt nichts Gutes, außer man tut es.“
Den zweiten Platz beim „Zukunftspreis Heimat“, der mit 3000 Euro dotiert ist, belegt der Kultur- und Heimatverein Niederzissen. Er setzt sich seit zehn Jahren dafür ein, Zukunftsorientierte Projekte im Brohltal zu fördern. Ziel ist es hierbei, die Aufgeschlossenheit gegenüber Kultur und Heimatpflege sowie die Achtung vor dem Anderen und Andersdenkenden zu fördern. Die eigenhändige Sanierung der alten „Henk s Mühle“ und der ehemaligen Synagoge im Ortskern von Niederzissen sind treffliche Beispiele solchen Engagements, das bereits mehrfach ausgezeichnet wurde, so auch im Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“.
Werte wie Frieden, Freiheit und Toleranz durch Begegnung und Dialog aktiv zu fördern, dafür leistet der Förderverein „Ahrweiler Freiheitswochen“ einen bemerkenswerten Beitrag zum toleranten Miteinander von Bürgern, Gesellschaften, Nationalitäten, Religionen sowie Wissenschaft und Kunst. „Das Projekt der `Freiheiter´ ist förderungswürdig, da es den Zeitgeist trifft. Hier werden in Zeiten von Populismus, Terror und Unsicherheit bewusst Zeichen gesetzt für Offenheit, Toleranz und Freiheit“, erläuterte Werner Böhnke in seiner Laudatio die Entscheidung der Preisverleihungs-Jury, dies mit einem Preisgeld von 15000 Euro zu unterstützen. „Dabei zählt nicht allein das Preisgeld, sondern das In-Szene-Setzen guter Taten“, konnte man im abschließenden gemeinsamen Gespräch aller Akteure vernehmen.
Weiter geht’s im nächsten Jahr
„Auch im nächsten Jahr werden wir natürlich wieder unseren Zukunftspreis Heimat ausschreiben. Wir hoffen erneut auf eine rege Beteiligung, und auf mutige und engagierte Projekte aus unserer Region für unsere Region. Sagen Sie es ruhig weiter: Die Volksbank schätzt und prämiert gute Ideen“, ermunterte Vorstandsvorsitzender Elmar Schmitz zu weiterhin „gutem Tun“ – denn es stimmt absolut: Gewinner sind wir alle!
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Der Kultur- und Heimat-Verein Niederzissen belegt den 2. Platz der Zukunftspreis-Verleihung zur weiteren Förderung von zukunftsorientierten Projekten im Brohltal. Foto: Peter Seydel
„Freiheit, Frieden und Toleranz durch Begegnung“ ist das Motto des „Fördervereins Ahrweiler Freiheitswochen“ und wird mit dem ersten Preis durch die Volksbank unterstützt. Foto: Peter Seydel
„Wir helfen“ ist das Motto des gleichnamigen Vereins aus Sinzig, der für ihre Unterstützung mildtätiger Projekte mit dem zweiten 3. Platz prämiert wurde. Foto: Peter Seydel
