Lions Benefizkonzert des CCC Bonn ist erneut ein Erfolgsgarant
Freud und Leid zur Sommerzeit
Erfreuliches Spendenaufkommen
Meckenheim/Wachtberg. Zugunsten der inklusiven Freizeit der Ev. Kirchengemeinde Meckenheim konnte der Lions Club Meckenheim-Wachtberg erneut dieses renommierte Ensemble gewinnen. Trotz des zahlreichen Angebots parallel stattfindender Veranstaltung füllte sich die Meckenheimer Friedenskirche sehr zur Zufriedenheit des mit seiner Ehefrau Christine anwesenden Schirmherrn Bürgermeister Bert Spilles und der Lions bis nahezu auf den letzten Platz.
Musikalischer Bogen von der Romantik bis zur Moderne
„Freud und Leid zur Sommerzeit“ - dies Thema des Benefizkonzerts bedeutete, dass ein musikalischer Bogen von der Romantik bis zur Moderne (Schumann, Parry, Faure, Hindemith und Brahms) innerhalb von Chormusik gespannt wurde. Das Chormitglied Stephan Bürger moderierte mit wenigen, wohl überlegten Worten das Benefizkonzert. Die Zuhörer erwartetenicht nur der bekannte a capella-Wohlklang mit seinen schillernden Facetten, sondern sie konnten auch deutlich die Freude am Singen der Chormitglieder spüren. Professor Beissel regte bewährt mit Engagement, Einfühlungsvermögen und Fingerspitzengefühl seine Sängerinnen und Sänger zu empfindsam-schöner farbreicher Klanggebung an. Insbesondere die Sopranstimmen brillierten locker und leicht in den höchsten Tonen, aber auch Alt, Tenor und Bass genügten qualitätsmäßig den größten Ansprüchen. Ein „musikalischer Leckerbissen“ war die Darbietung der „Six Chansons“ von Paul Hindemith. In „Klassik-Heute“, einem Online-Portal war 2016 zu diesem Werk zu lesen: „Nur äußerst ambitionierten a cappella-Chören bleibt es vorbehalten, das hier dokumentierte Programm zur vollen Reife seiner herben Schönheit zu entfalten“.
Dem CCC Bonn ist dieses Vorhaben eindeutig geglückt. Als weiteres Highlight folgten dann die 18 Liebesliederwalzer op. 52 von Johannes Brahms, die bunt und vielfältig sind, von Liebe, Sehnsucht, Lust und Leid, Zorn und Spott handeln. Der lockeren Folge von Liebesliedern liegen lyrisch-schwelgende, heiter-ironische, aber auch energisch-bestimmte Texte von Georg Friedrich Dauner, die auf russischen, polnischen und ungarischen Vorlagen beruhen, zugrunde. Die meisten Lieder sind vierstimmig gehalten. Allerdings sind manche auch als Wechselgesang zwischen Tenor und Bass einerseits und Sopran/Alt andererseits als Wechsellied zum Tanze mit Vorsänger- und Antwortstimmen verarbeitet.
Reizvolle vierhändige Klavierbegleitung
Ganz besonders reizvoll ist hier die Klavierbegleitung zu vier Händen, die die Japanerin Yoshiko Hashimoto und die Koreanerin Young-Ah-Kim, beide Dozentinnen an der Hochschule für Tanz und Musik in Köln, virtuos und dennoch dezent übernahmen.
Anhaltender Applaus für den CCC Bonn ließ Prof. Heribert Beissel das letzte Liebeslied nochmals als Zugabe singen! Und zur weiteren Überraschung des Publikums verabschiedete sich das Ensemble mit dem von Sandra Kornhof und Nico Heinrich anrührend als Duett interpretierten „Feinsliebchen Du sollst mir nicht barfuß gehen“ - ebenfalls von Johannes Brahms. Dass die Zuhörerschaft sehr beeindruckt war, zeigte das erfreuliche Spendenaufkommen, das nun komplett der „inklusiven Freizeit“ zukommen wird. Schwer und schwerstbehinderte Kinder und Jugendliche werden hier zwei Wochen zusammen mit Nichtbehinderten und betreut durch jugendliche „Teamer“ ihre Ferien unter dem Freizeitthema „Harry Potter“ in Plön verbringen können. Die Angehörigen erfahren so eine Entlastung und können sich in dieser Zeit einmal ausschließlich um sich oder was fast noch öfters zutrifft, ein gesundes Geschwisterkind kümmern.
Prof. Heribert Beissel dankt den Pianistinnen Yoshiko Hashimoto und Ah-Young Kim.
Sandra Kornhof und Nico Heinrich bei der Zugabe.
