Freundschaftskreis Dimona- Andernach plant „Neustart“
Andernach. Auch beim Freundschaftskreis hat Corona das Programm in den letzten beide Jahren erheblich eingeschränkt. Das kam bei der jüngsten Jahreshauptversammlung beim Rückblick von Barbara Söhngen noch einmal schmerzlich ins Bewusstsein. So musste auch die geplante und so wichtige Israelreise des Andernacher Stadtorchesters mit dem Freundschaftskreis nach Dimona abgesagt werden.
Die Kassenberichte für die letzten beiden Jahre konnten vorgetragen werden. Da Jutta Reinhard-Melzer ihre Tätigkeit als Kassenprüferin beendet, ist Hans-Georg Hansen neu in diese Funktion gewählt worden. Im Übrigen nimmt der bisherige Vorstand die Aufgaben bis zur Neuwahl im Herbst 2022 kommissarisch wahr.
Volker Keßeler hat ein umfänglichen Programmentwurf für 2022 vorgestellt. Hervorzuheben ist der für den 13. Juni geplante „Ernst Loeb Abend“. Die Platzbenennung in den Rheinanlagen ist für den Freundschaftskreis Dimona-Andernach ein Anstoß, einmal genauer sein Leben und Wirken zu beleuchten. Dazu wird Dr. Rüdiger Heimlich, der noch bei Prof. Ernst Loeb studiert hat, vor allem aus dessen Briefe zitieren, die er von 1936-1938 aus Palästina an die Familie geschrieben hat. Wolfgang Redwanz wird insbesondere auf Ernst Loeb als Dichter und auf seine Besuche in Andernach eingehen. Natürlich wird auch das Gedicht „An meine Vaterstadt“ nicht fehlen, das viele auch als Loebs Vermächtnis betrachten.
Im Juli ist eine Erkundung des Jüdischen Friedhofs in Miesenheim geplant. Dr. Klaus Schäfer wird bei seiner Führung auch über das Leben der Landjuden in der Pellenz informieren.
