Tischtennis-Bundesliga: TTC Zugbrücke Grenzau – Borussia Düsseldorf:
Frisch gebackener Pokalsieger Düsseldorf kommt ins Brexbachtal
Höhr-Grenzhausen.So oft war bisher keiner Deutscher Meister. Und auch den Pokal hat keine deutsche Mannschaft so oft gewonnen wie Borussia Düsseldorf. Die Rekordjäger kommen nun zum ewig jungen Duell ins Brexbachtal - als erneut frisch gebackener Sieger der Deutschen Pokalmeisterschaft. Es ist und bleibt der Klassiker schlechthin in der Tischtennis- Bundesliga, wenn die erfolgreichste deutsche Tischtennis-Mannschaft zu Gast ist bei der zweiterfolgreichsten, dem TTC Zugbrücke Grenzau. Die Partie in der Zugbrückenhalle am Sonntag, 29. Januar, beginnt um 15 Uhr.
Die Rollen sind bei diesem Duell so klar verteilt wie selten bis nie zuvor in der gemeinsamen Bundesligazeit der beiden Vereine. Düsseldorf ist aktuell Tabellenführer der Tischtennis-Bundesliga mit 16:2-Punkten und hat gar noch
ein Spiel weniger ausgetragen als der Rest der Topteams. Grenzau steht derzeit mit 2:18-Zählern als Neunter am
Ende der Bundesliga-Tabelle. Und dennoch dürfen sich die Zuschauer auf ein packendes Duell und Tischtennis auf allerhöchstem Niveau freuen. Denn fast immer wenn es gegen Düsseldorf geht, gelingt es den Außenseitern, eine
zusätzliche Schippe Leistung und Motivation draufzulegen. „Ich kenne das aus Düsseldorfer Sicht“, sagt TTC-Cheftrainer Dirk Wagner, der einst selbst sechs Jahre als Trainer bei der Borussia aktiv war und zahlreiche Titel feiern konnte. „Mannschaften, die auf dem Papier deutlich schwächer
besetzt waren, ist es oft gelungen, gegen uns das Spiel des Jahres abzuliefern.“ In dieser Saison ist Wagner mit seinem Team in genau diese Rolle geschlüpft. Auf dem Papier der klare Außenseiter. Aber eben auch nicht chancenlos. „Es muss uns gelingen, aus diesem ganzen Spiel ein Highlight zu machen. Und das für alle Beteiligten. Für die Zuschauer, und natürlich auch für die Spieler. Düsseldorf kommt. Das ist einfach etwas ganz Besonderes.“ Das Ergebnis, unterstreicht der Cheftrainer, ist dabei sogar zweitrangig. „Wir müssen es dem Gegner mit viel
Leidenschaft und Einsatz schwer machen.“ So wie beim knappen 2:3 vor heimischen Zuschauern Mitte Dezember gegen Ochsenhausen - auch eine Partie, in der der TTC der klare Außenseiter war. Die Borussia kann personell für die Partie im Westerwald vermutlich aus dem Vollen schöpfen. Gleich fünf Akteure hat der Spitzenreiter gemeldet: Timo Boll, Stefan Fegerl, Kristian Karlsson, Sharath Kamal Achanta und Anton Källberg. Bereits zwei Mal haben sich beide Teams bisher gegenübergestanden: In der Bundesliga verlor der TTC in Düsseldorf mit 1:3. Im Viertelfinale der Deutschen Pokalmeisterschaft blieb Grenzau beim 0:3 in Düsseldorf ohne Einzelsieg.
„Gegen Düsseldorf muss es uns gelingen, dass alle drei Spieler auf den Punkt die richtige Einstellung finden und ihr bestmögliches Spiel abrufen“, sagt Wagner mit Blick auf sein spielendes Personal. Kou Lei, Kohei Sambe und Liang Qiu ist es bisher noch nicht gelungen, am Spieltag allesamt in Bestform zu sein. „Es war noch nicht einmal so, dass sich alle wirklich zeitgleich absolut zerrissen haben für den Erfolg. Genau dieses Signal brauchen wir jetzt. Wir
