Marienrachdorf feierte traditionelles Backesfest am Vatertag
Frisches Brot und frische Töne
Backesfest mit Unterstützung musikalischer Freunde und schmackhafter kulinarischer Auswahl
Marienrachdorf. Gleich zwei Fliegen mit einer Klappe schlug der Musikverein in Marienrachdorf an Christi Himmelfahrt. Es wurden das Musik- und Backesfest sowie der Vatertag auf dem Festplatz am alten Backes gefeiert. Am „Vatertag“ ist das eine der größten Veranstaltungen, da den Besuchern viel geboten wird.
Der Musikverein Marienrachdorf ist seit Jahren Ausrichter des Festes. Da alle Aktiven an diesem Tag als Bedienung eingesetzt sind, fassen sie selbst keine Instrumente an, dafür springen befreundete Musikvereine aus der näheren und weiteren Umgebung ein, und erhalten die Gäste während des ganzen Tages. Zum Frühschoppen spielte als erstes der MV Sessenhausen, dann folgte die Maxsainer Blaskapelle, zuletzt bis zum Ende der MV Stromberg. Dem MV Marienrachdorf kann wieder ein tadelloses Zeugnis für die Organisation und Durchführung des Festes ausgestellt werden.
Leider begann der Tag nicht unter idealen Bedingungen, da der Himmel seine Pforten geöffnet hatte und es teilweise wie aus Kübeln goss. In weiser Voraussicht hatte der Musikverein zwei große Partyzelte aufgebaut, die Schutz vor dem Regen gaben. Wenn man die Bilder aus den Unwetter-Regionen sieht, ist sicher, dass Petrus es mit dem Westerwald mal wieder gut gemeint hatte.
Als aber, wie erhofft, die Regenwolken sich ab mittags weiter in Richtung Sessenhausen verzogen, hellte sich nicht nur der Himmel auf, sondern auch die Minen der Veranstalter. So kamen dann immer mehr Menschen zum Festplatz, um gemeinsam zu feiern. Es wird ja auch viel geboten: Den ganzen Tag über Unterhaltungsmusik von Feinsten durch die Musikvereine, ein ewig sprudelnder Bierbrunnen, Grillfleisch vom Holzkohlengrill, fachmännisch zubereitet, eine grandiose Kuchentheke und beste Stimmung. Dazu wurde original Backesbrot angeboten, welches wegging wie warme Semmeln. Bei der Zubereitung des Brotes hielt man sich an die Original Rezeptur, das heißt der Sauerteig konnte über Nacht in Ruhe gehen, erst dann wurde der Teig zu einem Brot geformt und in den vorgeheizten Backes geschoben. Aus dem Backes kam ein Produkt mit einem unvergleichlichen Geschmack, fast jeder auf dem Festplatz hatte ein Brot besorgt oder zurücklegen lassen. So hieß es dann im Laufe des Nachmittags: Backesbrot ist ausverkauft.
Wie es sich für einen „Vatertag“ gehört, besuchten viele Gruppen wandernder Männer, oder die es noch werden wollen, das Backesfest, um dort abzufeiern. Kein Wunder also, dass im Laufe des Tages eine richtige Party-Stimmung aufkam. Alle waren gut gelaunt, es wurde gescherzt, gelacht, geschwätzt – und getrunken. Das diesjährige Backesfest hat wieder einmal seinem guten Ruf alle Ehre gemacht.
An der Kuchentheke hatten die Besucher die Qual der Wahl.
Die Maxsainer Blaskapelle mit ihrem Dirigenten Christoph Zirfas.
Auch die „Wilden Kerle“ aus Marienrachdorf hatten ihren Spaß.
