Besuch auf der Palliativstation des Universitätsklinikums Bonn
Frohsinn und rheinisches Lebensgefühl als Teil der Therapie
Prinz und Bonna waren zu Gast und nahmen sich Zeit für Patienten und Team
Bonn. Humor und Frohsinn können die Lebensqualität von schwerkranken Patienten verbessern. Da der Karneval wichtiger Teil des rheinischen Lebensgefühls ist, die meisten Patienten der Palliativmedizin ihre Station aber nicht mehr verlassen können, zögerten Prinz Richard I. und Bonna Katharina III. nicht, auf Einladung der Klinik für Palliativmedizin ans Universitätsklinikum Bonn (UKB) zu kommen. Dort machten sie mit ihrer Ausgelassenheit und ihrem Humor nicht nur Patienten und Angehörigen eine Freude, sondern drückten auch ihre Anerkennung für die auf der Station geleistete Arbeit aus.
So zeigten die Tollitäten und ihr Gefolge, dass Karneval nicht nur Klamauk ist, sondern dass der zelebrierte Frohsinn in der Gemeinschaft auch gegen Angst und Schwermut hilft. Entsprechend nahmen sich Richard I. und Bonna Katharina II. viel Zeit, um mit den Patienten zu sprechen, zu scherzen und mit ihnen das eine oder andere Lied zu singen. Katharina III. bedankte sich sowohl herzlich bei den Pflegefachkräften, die auf der Palliativstation jeden Tag eine anspruchsvolle Arbeit leisten, als auch den Ehrenamtlichen für ihr großes Engagement. Gemeinsam mit ihrer Garde und den anwesenden Jecken ließen die Tollitäten dann auch nicht nur Bonn und das UKB, sondern auch das Ehrenamt mit einem schallenden Alaaf hochleben.
Prof. Lukas Radbruch, Direktor der Klinik für Palliativmedizin, bedankte sich über die kurzfristige Verstärkung auf Station: „Wir alle – Ärzte, Pflegekräfte, Psychologen, Physio- und Musiktherapeuten und Sozialarbeiter – setzen uns tagtäglich dafür ein, die Lebensqualität unheilbar kranker Menschen zu verbessern. Wir nutzen dafür Medikamente, physikalische Anwendungen und Gespräche genauso wie Musik und humorvolle Interventionen. Daher freut uns besonders, dass Prinz Richard I. und Bonna Katharina III. heute Teil unseres Therapieteams waren.“ Radbruch verwies auf eine derzeit noch laufende Studie des Palliativmedizinischen Instituts, in der es deutliche Hinweise darauf gebe, dass nach humorvollen Interventionen Patienten ein vermindertes Schmerzempfinden, Heiterkeit und größere Lebenszufriedenheit aufwiesen.
Pressemitteilung des
Universitätsklinikum Bonn
