Pfarrgemeinde Sankt Pantaleon Unkel
Fronleichnam und Pfarrfest gefeiert
Unkel. Zum Open-Air Hochfestamt an Fronleichnam, dem „Fest des heiligsten Leibes und Blutes Christi“, das vom Bläserkorps der Karnevalisten musikalisch gerahmt wurde, hatten sich die Gläubigen der Unkeler Sankt-Pantaleon-Gemeinde traditionell im Park des Scheurener Seniorenstifts versammelt, das ebenfalls den Namen des Stadtheiligen trägt.
Nachdem die Unkeler Gemeinde bei strahlendem Sonnenschein mit Pfarrer Andreas Arend in Schatten der mächtigen Parkbäume die Kommunion gefeiert hatte, machte sie sich auf zur Prozession, die vom ersten Altar am Seniorenstift zur zweiten „Statio“ am Schröterkreuz führte, das aus dem Jahr 1636 stammt. Zwischen der Bronzetafel, die an den alten Kirchweg erinnert, der bis 1870 den Scheurener „Dom“, die Sankt Josephskapelle, und Sankt Pantaleon miteinander verbunden hatte, und der mit Blumen geschmückten Raste, führte ein roter Teppich, den weißen Margeritenblüten und Farnwedel säumten, zum Altar. Auf dem wurde die in der Sonnen funkelnde Turm-Monstranz abgestellt.
„Geh mit uns auf unserem Weg“, baten die Prozessionsteilnehmer, bevor Andreas Arend mit dem Allerheiligsten unter dem von Unkeler und Scheurener Junggesellen getragenen Himmel den Messdienern zur nächste Statio folgte. Entsprechend machte man sich, eskortiert von den Offizieren der Junggesellen aus Unkel und Scheuren sowie von den Vorständen der beiden Bürgervereine und den von Paul Bachem nach Entwürfen seiner Frau Beate Bachem-Heinen geschaffenen Batik-Fahnen der 14 Nothelfer auf in Richtung Nordentree der Kulturstadt, wo an der alten Kelter der mit einem Blütenteppich dekorierte dritte Altar aufgebaut war.
Lange bevor das Beiern der Glocken von Sankt Pantaleon das Nahen der Prozession dann im Christinenstift ankündigte, an dessen Kapelle traditionell die vierte Statio aufgebaut war, hatten Leseratten bereits den Bücher-Flohmarkt der katholisch öffentlichen Bücherei zu beiden Seiten des großen Torbogens entdeckt, durch den der Weg ins Pfarrheim führt. In dieses und um es herum hatte der Ortsausschuss des Pfarrgemeinderates die Gemeindemitglieder traditionell zum Pfarrfest eingeladen, für das auf dem Vorplatz Biergarnituren unter Pavillons aufgebaut waren. Während man dort zwischen deftigem Grillwerk und süßen Waffeln wählen konnte, wartete drinnen neben einer Salatbar schon eine Cafeteria mit einem üppigen Torten- und Kuchenbüffet auf die Besucher. „Der Kaffee, der hier serviert wird, ist natürlich ein Fair-Trade-Produkt“, versicherte das Team vom Eine-Welt-Stand, der am Eingang des Pfarrheims mit fair produzierten roten Linsen, Quinoa und Reis, Tee- und Kaffeesorten, Schokolade und Bonbons, oder auch kleinen Schachspielen und Körben Position bezogen hatte. An der Fensterwand hatte die kfd ihren Tisch mit dem Klimaschutzpaket des Bundesverbandes der katholischen Frauengemeinschaft Deutschlands aufgebaut, das aus Faltblättern mit kurzen, zielgruppenspezifischen Verbraucherinformationen und Handlungsanregungen für Gruppenmodelle zum klimagerechten Verhalten im Alltag sowie Tipps für gemeinsame klimafreundliche Aktionen vor Ort besteht. Weitere Plakate und Broschüren warben für klimafreundliches Verhalten sowie nachhaltigen Konsum und damit für einen umweltbewussten Umgang mit der Natur im Sinne der Schöpfungsverantwortung.
Schon am späten Vormittag, kurz nach dem sakramentalen Segen in Sankt Pantaleon herrschte reges Treiben am Pfarrheim. Während die „Katholische Jugend Unkel“ in dessen Garten den großen „Twister“ direkt neben dem Kinder-Schminktisch am Torbogen aufgebaut hatte sowie viele Brettspiele für groß und klein, hatten die Messdiener und der „Jugendarbeitskreis für die Zukunft“ (JAZ) ein Spielmobil organisiert. Dessen giraffenartig gescheckter Bus hatte im nahen Garten des Christinstifts Halt gemacht, sodass ausreichend Platz für die kleinen Gäste gegeben war, die sich nach dem Toben etwa mit frisch gepresstem Orangensaft erfrischen konnten. Aber auch für die Erwachsenen lohnte es sich, den JAZ zu besuchen. Schließlich konnten dort nicht nur wieder zahlreiche Ölbilder der Scheurener Malerin, Hildegard Böhle-Stammschräder, bewundert, sondern auch zum Wohle des Gemeindenachwuchses erworben werden.
DL
