Brexbachtalbahn e.V.
Frühjahresputz auf der Strecke zwischen Bendorf und Siershahn
Bendorf. Nicht der Glaube versetzt Berge, sondern Taten - und der Glaube an die eigene Kraft. An dieser Einstellung hat sich auch in Zeiten von Corona und mit Beginn des neuen Jahres bei den Aktiven der Brexbachtalbahn nichts geändert. Sie ruhen sich nicht im Gleisbett aus, sie sind keine Langschläfer, sondern Frühaufsteher. Und das vorzugsweise mit guter Laune, denn das Ergebnis kann sich sehen lassen. Mit einem kompletten Frühjahresputz zwischen Bendorf und Siershahn wurde die Strecke der Brexbachtalbahn in den letzten Wochen von Gestrüpp, Unrat und umgestürzten Bäumen befreit und für die kommenden Brückenprüfungen hergerichtet. Mauern, Tunnelportale und Durchlässe wurden gereinigt und wo nötig ausgebessert, ganz nach der Kant’sche Maxime: „Ich kann, weil ich will, was ich muss“. Neben allerlei technischem Gerät ist aber das Verb WOLLEN das wichtigste Werkzeug, an dem es zu viel und zu oft mangelt in Deutschland. Wir brauchen mehr denn je Menschen, die mit offenen Augen durch die Welt gehen, die konsequent und nachweisbar die Dinge weiter entwickeln, die sehen, wo man anpacken muss und die nicht warten, bis andere oder die zuständigen Behörden ein Problem lösen. Wir brauchen Menschen, die Energie aufbringen, Ideen entwickeln und sie auch dann verwirklichen, wenn sie auf Schwierigkeiten stoßen. Menschen, die ihr Wissen und ihre Erfahrung mit anderen teilen, die die Geschichte ihrer Region kennen und Brücken schlagen zwischen Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. Eisenbahn ist Zukunft, denn sie verbindet, ist Lebensader und das sicherste, umweltfreundlichste und leistungsfähigste Transportsystem auf engem Raum. Sie ebnet Wege für den Transport und sie schafft die Voraussetzung für Klimaschutz und die Verkehrswende, deren Notwendigkeit keine Meinung mehr ist, sondern wissenschaftlich belegter Fakt. Die Aktiven der Brexbachtalbahn wissen, dass man sich auch im Zeitalter von Facebook, Instagram und Google Earth persönlich auf den Weg machen muss, um notwendige Ziele zu erreichen und zum Gelingen von gesellschaftlichen Veränderungen beizutragen. Ohne diese Einstellung, verbunden mit der großen Leidenschaft für die Eisenbahn als wesentlicher Teil der regionalen Identität, kann weder Zukunft gestaltet noch etwas in Bewegung gesetzt werden. Nicht für die Stadt Bendorf mit ihrem Kulturpark Sayn, nicht für den Handel und die Gastronomie und letztlich auch nicht für die gesamte Region Unterwesterwald, in der die Bürger gerne leben und Gäste nicht nur willkommen, sondern lebensnotwendig sind. Dafür ist eine überzeugende, nachhaltige und in die Zukunft weisende Infrastruktur wie die Brexbachtalbahn mit ihrer direkten Anbindung an den Limes, die Sayner Hütte, den Kletterwald, Burgen, Schlösser, das Pfadfinderlager, die Innenstadt, den Rheinhafen und die zahlreichen Wanderwege notwendig. Das gilt erst recht für ein Projekt wie die Landesgartenschau 2027, um das sich Bendorf beworben hat.
Pressemitteilung
Brexbachtalbahn e.V.
Mit viel guter Laune wurde die Strecke für die kommenden Brückenprüfungen hergerichtet. Foto: Brexbachtalbahn e.V.