Allgemeine Berichte | 20.03.2023

Frühlingserwachen der Winter-Ruher

Auch die Feuersalamander werden wieder aktiv. Foto: Zoo Neuwied

Neuwied. Noch liegen hier und da Reste der hoffentlich letzten Schneefälle des Winters, doch die Farbkleckse von Krokussen und Narzissen verraten eindeutig: Der Frühling ist im Anmarsch, auch im Zoo Neuwied. „Wir merken das auch am Verhalten mancher Tiere“, berichtet Kurator Maximilian Birkendorf. „Die Dachsbrüder Helmut und Micha beenden langsam ihre Winterruhe und sind dann bald vor allem morgens und spät nachmittags wieder sehr aktiv, denn nach der langen Ruhephase haben sie nun ordentlich Hunger.“

Ganz besonders freut sich der Kurator jedoch auf eine ganz andere Art, die den Winter ebenfalls größtenteils inaktiv war: „Ab dem Frühling können unsere Besucher im neu gestalteten Feuchtbiotop gleich neben den Dachsen erstmals Feuersalamander beobachten, denn diese Tiere haben wir erst im Herbst erhalten, und seitdem waren sie kaum zu sehen.“ Der charakteristisch schwarz-gelb gefärbte Lurch ist zwar eine einheimische Art und weithin bekannt, doch die Wenigsten haben ihn je in der Natur zu Gesicht bekommen. „Feuersalamander sind zwar nicht selten, aber trotzdem durch Lebensraumzerstörung und seit Neuestem auch von der sogenannten Salamanderpest bedroht, einer aus Asien stammenden Pilzerkrankung, an der einheimische Salamander reihenweise sterben“, erzählt Birkendorf bedrückt.

Aber der Zoo Neuwied engagiert sich für die gefährdeten Salamander: „Die Tiere sind Teil eines gemeinsamen Forschungsprojektes der Universität Trier und der gemeinnützigen Organisation Citizen Conservation zur Bekämpfung von Bsal, wie die Salamanderpest fachsprachlich heißt. Die Feuersalamander stammen aus einer infizierten Population in der Eifel und wurden in der Universität mühsam und langwierig gesund gepflegt, bevor sie zu uns kamen. Die Hoffnung ist, dass sie oder ihre Nachkommen irgendwann wieder in ihr natürliches Habitat zurückgesetzt werden können, wenn die Pilzerkrankung erfolgreich bekämpft ist.“

Auch die Gelbbauchunken, eine weitere bedrohte, einheimische Amphibienart, werden in den nächsten Wochen wieder aktiv, und sind dann in ihrem Gehege für aufmerksame Besucher zu entdecken, die sich die Zeit nehmen, in dem strukturreichen Gehege nach den kleinen Froschlurchen Ausschau zu halten.

Auch die Feuersalamander werden wieder aktiv. Foto: Zoo Neuwied

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