MGV Linz begeistert das Publikum auf dem Buttermarkt
Fünf Stimmen für ein Hallelujah
Linz. Beim Sommerfestival auf dem Buttermarkt darf der Männergesangverein Linz nicht fehlen. So war der Chor unter der Leitung von Marco Zimmermann auch beim dritten Termin mit vollem Engagement und bei herrlichem Sommerwetter dabei.
Das Highlight des Abends hatte man sich für den Schluss aufbewahrt, als Leonard Cohens berühmtester Hit „Hallelujah“ zum Besten gegeben wurde. Dafür hatte sich der Linzer Chorleiter etwas Besonderes einfallen lassen und den Folk-Rock-Song für Miriam Brackelsberg, Organisatorin des Sommerfestes, und den Männerchor arrangiert. So kamen die vier Stimmlagen der Männer mit dem Sopran der Solistin zusammen. Lohn dafür war ein tosender Applaus der Zuhörer.
Das Open-Air-Konzert bot auch diesmal wieder ein abwechslungsreiches Programm, das Jung und Alt gleichermaßen erfreute. Die Linzer Sänger präsentierten ihr breites Repertoire von alten und neuen Schlagern sowie kölschen Liedern, wobei die Solisten Willi Beilebens (Tenor), Markus Blum-Biermann und Heinz Bündgen (beide Bass) herausragten.
So konnten die Besucher des Buttermarktes hören, warum die Walfänger den „Wellerman“ herbeisehnen und die Schildkröte Nessaja nie erwachsen sein möchte, wie schwierig es ist, wenn nach dem „Sound of Silence“ Menschen nicht miteinander in Verbindung treten, oder warum „Dat Wasser vun Kölle“ so gut ist. Ein weiterer Höhepunkt war der Song von „Major Tom“, der mittlerweile als Tor-Hymne der Fußballnationalmannschaften gilt. Danach war auch das Publikum bei untergehender Sonne „völlig losgelöst“.
Stadtbügermeister Helmut Muthers, selbst Sänger im Männerchor, moderierte die einzelnen Lieder in lockerer Partystimmung und vor proppenvoller Kulisse. Instrumental begleitet wurden die Gesangsstücke von den Gitarristen Mick Paul und Mitorganisator Ralph Müllenschläder, Michael Degen am Bass und Julian Kremer am Schlagzeug. Einmal mehr bewies der MGV, dass Chormusik lebendig und zeitgemäß ist. Mit Bravo-Rufen, anhaltendem Beifall und einer Zugabe klang der erste Teil des Sommerabends aus.
