Allgemeine Berichte | 06.09.2016

Katholische Junggesellenverein Waldorf 1738 e. V.

Fünf Tage St. Remaklus-Kirmes

Junggesellenverein bot ein buntes Programm für die Vinxtbachtalgemeinde

Fünf Tage St. Remaklus-Kirmes

Waldorf. Wenn der katholische Junggesellenverein Waldorf 1738 e. V. alljährlich am ersten Wochenende im September zur traditionellen St. Remaklus-Kirmes einlädt, strömen viele Gäste in den beschaulichen Ort im Vinxtbachtal. Dieses seit Jahrhunderten gefeierte Fest mit vielen Traditionen zog auch in diesem Jahr wieder vom 2. bis 6. September viele Besucher an. Das Kirmesprogramm, welches Vorsitzender Lukas Bruder und seine Vorstandskollegen angeboten hatten, wurde auch in diesem Jahr wieder allen Altersstufen gerecht. Im Vordergrund standen natürlich die Tradition und die vielfachen Festzüge, die das besondere Flair der Waldorfer Kirmes ausmachen. Gerade zu den Festzügen kamen wieder viele Gäste und die Junggesellen sorgten mit ihrem Programm an allen Tagen für gute Laune. Bereits beim Kirmesauftakt am Freitag herrschte in und rund um die Vinxtbachhalle gute Laune. Unter dem Motto „Das Bier gewinnt“ stand der Meterpokal 2016 an diesem Abend im Mittelpunkt. Die gut gelaunten Gäste feierten bis weit in die Nacht und sorgten mit der guten Stimmung für einen gelungenen Kirmesauftakt.

Böllerschüsse leiteten die Kirmes ein

Mit Böllerschüssen von Manfred und Dr. Peter Friedsam am frühen Samstagabend wurde laut hörbar der Beginn der Kirmes kundgetan. Sie ertönten pünktlich vor dem traditionellen Fackelzug, mit dem die Junggesellen die Kirmes eröffneten. Mit dem offiziellen Fassanstich der Junggesellen und dem anschließenden Umtrunk mit Ortsbürgermeister Hans Dieter Felten war die Kirmes eröffnet. Besonders freute man sich, dass eine Reihe der jungen Neubürger aus Eritrea im Junggesellenverein aufgenommen waren und sich rege an den Festumzügen beteiligten. Viele Gäste konnte der JGV Waldorf bei der anschließenden Party mit der MSB-Show-Band verbuchen. Die über die Region hinaus bekannten Musiker sorgten mit ihren Liedern sowohl für nostalgische Klänge, wussten aber auch mit modernen Schlagern, Rock und Pop zu begeistern. So endete diese tolle Party-Nacht für viele erst in den frühen Morgenstunden.

Weckzug durch den Ort

Am Sonntagmorgen zogen ab 6 Uhr die Rhein-Ahr-Spatzen durch den Ort und weckten die Bevölkerung musikalisch. Dazu die Böllerschüsse, die von Manfred und Peter Friedsam abgefeuert wurden, erinnerten insbesondere die Junggesellen an die nächsten Aufgaben. Sie mussten um 8 Uhr wieder antreten, um im Festzug Hauptmann Philipp Schüller und Fähnrich Thorsten Plath abzuholen und zur Kirche zu geleiten. Nachdem Zugführer Phillip Seiwert das Kommando an Hauptmann Philipp Schüller übergeben und sich die Junggesellen bei einem Frühstück gestärkt hatten, holte der Festzug Fähnrich Thorsten Plath ab. Bei aller Feierlaune an der Kirmes gedachte man aber auch der Gefallenen der beiden Weltkriege. Am Kriegerehrenmal legte man einen Kranz nieder, bevor Pfarrer Anthony Paul nach altem Zeremoniell zum Festgottesdienst abgeholt wurde. Im Anschluss an den Gottesdienst führte der Festzug durch den Ort zum Frühschoppen an die Vinxtbachhalle. Hier sorgten die fleißigen Helfer des JGV für das leibliche Wohl der Kirmesgäste, während sich die Kinder wieder an den Fahrgeschäften und den Ständen der Schausteller vergnügen konnten. Der große Festzug am Sonntagnachmittag, bei dem die männlichen Mitglieder des Junggesellenvereins die jungen Damen des Ortes abholen, zieht immer wieder viele Zuschauer an. So waren auch in diesem Jahr wieder viele Besucher zur Stelle, als auf der Großen Gasse die jungen Damen sich in den Festzug einreihten. Der neue Fähndelschwenker des JGV Waldorf, Julian Wollny, zeigte anschließend beim Schauschwenken auf der Großen Gasse vor einer stattlichen Zuschauerkulisse unter großem Beifall seine Kunst. Schließlich zog der Festzug zu den Klängen der Rhein-Ahr-Spatzen, die alle Kirmesfestzüge musikalisch begleiteten, zum Kirmesplatz an der Vinxtbachhalle weiter. Hier fand dann am Abend ein irischer Abend statt. Bei irischer Musik und vielen unterhaltsamen Spielen kam schnell gute Laune auf und es entwickelte sich eine tolle Stimmung. Viele irische Biersorten und eine spezielle Whiskybar steigerten die herrliche Kirmesstimmung. Für Gäste, die ein grünes Oberteil, Hose oder Kleid anhatten, gab es ein Freigetränk. Zahlreiche entsprechend gekleidete Gäste feierten gut gelaunt bis weit in die Nacht.

Einige bekannte Gesichter beim Frühschoppen

Der Kirmesmontag begann für die Junggesellen wieder mit dem gemeinsamen Kirchgang. Gestärkt vom Frühstück bei Fähnrich Thorsten Plath holte man im Festzug die Geistlichkeit ab. Pfarrer i. R. Lothar Brucker zelebrierte den Gottesdienst, dem sich der Festzug zum traditionellen und berühmten Waldorfer Kirmesmontags-Frühschoppen anschloss. Zahlreich schloss sich selbstverständlich der Reservistenclub des Junggesellenvereins wieder an, der dem Festzug das nötige Ausmaß verlieh. 38 Reservisten nahmen am Festzug teil. Bereits vor dem Gottesdienst hatten sich die Reservisten zum Frühstück im Landgasthof „Waldorfer Hof“ getroffen. Beim Frühschoppen konnte man dann neben Pfarrer i. R. Lothar Brucker auch MdL Guido Ernst, Kreisbeigeordneten MdL Friedhelm Münch, Bürgermeister Bernd Weidenbach, Ortsbürgermeister Hans Dieter Felten, Förster Bernd Hoffmann sowie die Vertreter der Kreissparkasse Ahrweiler wie auch der Volksbank RheinAhrEifel willkommen heißen. Besonders freute man sich am Nachmittag über den Besuch von „Rhein-Ahr-Spatzen“-Gründer Rudi Mennen, der auch nach seiner Verabschiedung bei den Rhein-Ahr-Spatzen der Waldorfer Kirmes die Treue hielt und bei verschiedenen Liedbeiträgen seiner Rhein-Ahr-Spatzen mitwirkte. In ihren Grußworten wünschten die Ehrengäste den Kirmesbesuchern noch viel Spaß und dem JGV ein gutes Gelingen der diesjährigen Kirmes, aber besonders ein Bewahren der alten Traditionen auch für die Zukunft. Besondere Lobesworte erhielt der JGV aber auch für seine Integration der Neubürger in den Verein.

Ehrengäste kamen mit Geschenken

Freuen durften sich die Junggesellen auch über die „finanziellen Beiträge“ der Ehrengäste, die überreicht wurden. Den Grußworten und Glückwünschen schloss sich auch der Reservistenclub des JGV Waldorf an. Werner Cremer konnte dem JGV eine zweckgebundene Spende zur Anschaffung notwendiger Uniformteile überreichen, die rund 40 Mitglieder des mittlerweile circa 60 Mitglieder umfassenden Reservistenclubs durch ihren jährlichen Beitrag aufgebracht hatten. Musikalisch bereiteten die Rhein-Ahr-Spatzen mit ihren Liedbeiträgen den Kirmesgästen einen zünftigen Frühschoppen. Ab 14 Uhr konnten die Gäste ein großes Kuchenbüffet stürmen und bei Kaffee und Kuchen den Nachmittag genießen. Die anschließende Verlosung brachte so manchem Besucher überraschende Gewinne. Für viele Gäste wurde so der Frühschoppen zu einem Dämmerschoppen. Viele traten den Nachhauseweg erst spät am Abend an. Den Abschluss der Waldorfer Kirmes bildete nach alter Tradition der Kirmesdienstag, der ganz im Zeichen des Junggesellen-Schützenkönigs steht. Der amtierende Schützenkönig Aaron Lang wurde am Nachmittag im Festzug abgeholt. Wem er die Königskette später überreichen konnte, darüber wird in der nächsten Ausgabe berichtet. WK

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