Allgemeine Berichte | 30.03.2022

Besuch des Weißen Rings e.V. an der Schönstätter-Marienschule

Für die digitale Welt gewappnet sein

Die Referenten des Weißen Rings unterstützten das Vorhaben der SMS.  Foto: SMS

Vallendar. Soziale Medien wie WhatsApp, Facebook, Instagram, TikTok und Co. sind aus dem Alltag kaum noch wegzudenken. Auch nicht aus dem Leben der Schülerinnen. Im Rahmen der Medienerziehung verfolgt die SMS bereits einige Projekte, wie z.B. die Medienscouts-AG. Darüber hinaus sollen aber auch gezielt für die jüngeren Schülerinnen Angebote geschafft werden, um für die digitale Welt gewappnet zu sein.

Dass das Internet neben all seinen positiven Aspekten aber auch seine Schattenseiten hat, ist allen bekannt. Ungewünschte Spamnachrichten sind dabei nur das kleinste Problem. Geht es um Fishing, also das aktive Abgreifen von persönlichen Daten und Passwörtern, wird es schon bedenklicher.

Die Fälle sexuellen Übergriffs nehmen allerdings täglich zu und machen auch vor der Schultür nicht Halt und belasten das Leben der Schülerinnen zunehmend. So war es ein Anliegen, zusammen mit Eltern, Schülerinnen und Lehrern diesem Problem entgegenzuwirken. Schnell konnten Mitarbeiter des Weißen Rings gewonnen werden, um dieses Vorhaben zu unterstützen.

In einem Elternabend für die sechsten Klassen von Gymnasium und Realschule Plus wurden zunächst die Eltern über das Thema „Cybergrooming“ informiert, bevor in den Folgetagen die Thematik mit den Schülerinnen in Workshops bearbeitet wurde.

Unter dem Begriff „Cybergrooming“ versteht man die gezielte Manipulation Minderjähriger sowie junger Volljähriger über das Internet, um sie zu sexuellen Handlungen zu nötigen.

Die Schülerinnen haben gelernt, dass sie sich in den diversen sozialen Medien (Instagram, SnapChat, TikTok, …) sehr viel vorsichtiger verhalten müssen, als sie es zur Zeit tun. Warnzeichen wurden angesprochen, an denen sie erkennen können, wenn ihr Chatpartner „falsche Interessen“ hat. Außerdem haben sie etwas über ihren persönlichen Datenschutz gelernt und wie sie dort besser aufpassen können.

Das Wichtigste aber war, dass sie durch den Austausch mit den Referenten und natürlich mit ihren Mitschülerinnen den Zusammenhalt in ihrer Klassengemeinschaft gespürt haben, als es bei einigen Kindern, die eine solche Situation bereits durchleben mussten, zu bösen Erinnerungen kam. Für die Zukunft haben sie einen großen Schritt machen können in Richtung Unabhängigkeit und Stärke in der digitalen Welt, denn in der Erinnerung bleibt:

„Wir dürfen NEIN sagen, wenn uns etwas nicht passt.

Wir dürfen NEIN sagen, wenn uns etwas komisch vorkommt.

Wir dürfen NEIN sagen, wenn unser Bauchgefühl nicht stimmt.“

An diesem Tag haben alle, Schülerinnen und Lehrer, viel für das weitere Leben mitnehmen können.

Die Referenten des Weißen Rings unterstützten das Vorhaben der SMS. Foto: SMS

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