Allgemeine Berichte | 06.09.2021

Einweihung und Eröffnung des Rathausanbaues in Mendig

Für noch mehr Transparenz in der Politik

Barriere freier Sitzungssaal und neue Büros

VG-Bürgermeister Jörg Lempertz und Stadtbürgermeister Hans Peter Ammel präsentierten stolz „ihren“ neuen Sitzungssaal.

VG-Bürgermeister Jörg Lempertz und Stadtbürgermeister Hans Peter Ammel präsentierten stolz „ihren“ neuen Sitzungssaal.

Mendig. Dank der Unterstützung durch den Bund sowie durch das Land Rheinland-Pfalz ist es der Verbandsgemeinde und der Stadt Mendig in engem Schulterschluss gelungen, das Rathaus der VG um einen großen, barrierefreien Sitzungssaal und weitere Büroflächen zu ergänzen. Dadurch wird Teilhabe auch für Menschen mit Mobilitätseinschränkungen möglich. Auf dem Gelände der ehemaligen Metzgerei Brandenburg entstand nach einer Bauzeit von knapp zwei Jahren ein dreigeschossiger moderner Verwaltungsanbau, der sich harmonisch an das bestehende Rathausgebäude anpasst.

Anlässlich einer festlichen Einweihung und Eröffnung des Anbaues begrüßten VG Bürgermeister Jörg Lempertz und Stadtbürgermeister Hans Peter Ammel am Mittwochabend des 1. September auf der Freifläche vor dem Historischen Rathaus zahlreiche Gäste, darunter Anette Moesta und Peter Moskopp (MdL), Wolfgang Treis (Präsident der SGD-Nord), den Abteilungsleiter „Kommunales“ des Innenministeriums, Gunter Fischer, die Kreisbeigeordnete Judith Lehnigk- Emden, die Beigeordneten und Ratsmitglieder der VG und der Stadt, die Ortsbürgermeister sowie die Bürgermeister a.D. Rolf Rösner und Achim Diensberg und viele mehr.

Ein weiterer Gruß des VG-Bürgermeisters galt den Mitarbeiter/-innen der VG-Verwaltung sowie dem Bauamtsleiter Andreas Loeb, der den Bau federführend gemanagt hatte.

Während das Duo „Jen-X“ (Jennifer Palm und Jens Smith) für eine exzellente musikalische Unterhaltung sorgte, wurde der neue Anbau von Pastor Ralf Birkenheier und Pfarrer André Beetschen eingesegnet. Nach einer Führung durch den dreigeschossigen Neubau wurden die Gäste von der Küche der „Ratsstuben“ mit einem köstlichen „Flying Dinner“ verwöhnt.

„Das im Herzen von Mendig gelegene Rathaus ist wegen seiner historischen Entstehung und ortstypischen Bauweise bis heute ein identitätsprägendes Gebäude. Und dies sowohl architektonisch als auch wegen der verwendeten Baumaterialien, bei denen es sich um heimisches Gestein handelt, das übrigens auch für den neuen Rathausanbau verwendet wurde“, so VG-Bürgermeister Jörg Lempertz, der die Gäste in seiner Ansprache zu einer kurzen Reise in die Vergangenheit einlud.

1890 hatte die Gemeinde Niedermendig einen Gutshof erworben, auf dessen Gelände sich heute u.a. der Marktplatz und die Laacher See-Halle befanden sowie mehrere Wohngebäude und nicht zuletzt eine große Scheune, an deren Stelle das heutige Rathaus steht. 1898 wurde der offizielle Dienstsitz der „Bürgermeisterei“ von Bell nach Niedermendig verlegt.

Zunächst bewohnte der damalige Bürgermeister die erste Etage des Gebäudes, in dem heute u.a. das Stadtbüro untergebracht ist und arbeitete mit seinen Beamten im Erdgeschoss. Dort, wo heute die Laacher See-Halle steht, befand sich der Garten des Bürgermeisters.

Nachdem die Räumlichkeiten nicht mehr ausreichten, wurde vor 108 Jahren der Grundstein für das Rathaus der VG-Mendig gelegt. Durch ständig wachsende Aufgabengebiete ist die VG-Verwaltung eine moderne Dienstleistungsstelle geworden, in der aktuell 101 Mitarbeiter/-innen beschäftigt sind, davon arbeiten 69 in der Kernverwaltung.

„Wir sind sehr stolz, dass wir in diesem großartigen Bauwerk eine moderne Technik mit dem Denkmalschutz in Einklang bringen konnten. Das Ergebnis kann sich wirklich sehen lassen“, sagte VG-Bürgermeister Jörg Lempertz.

Dieser Meinung schloss sich auch Stadtbürgermeister Hans Peter Ammel an, der sowohl auf die von Reinhold Euskirchen perfekt durchgeführte anspruchsvolle Planung und Ausführung hinwies, als auch auf den gemeinsamen finanziellen „Kraftakt“, den es zu bewältigen galt. Die nachhaltige Zukunftsinvestition betrug für die VG und die Stadt ca. 1,8 Millionen Euro. Über das Konjunkturprogramm 3.0 wurde der Verbandsgemeinde vom Bund und Land ein Zuschuss in Höhe von 665.000 Euro gewährt.

Hans Peter Ammel, der unweit des Rathauses aufwuchs, wo seine Eltern die Gaststätte „Gute Quelle“ betrieben, gab einige Anekdoten aus seiner Jugend zum Besten. So habe er im Winter Kohle und Briketts aus dem Keller holen müssen, damit die Kolpingsfamilie, der Männergesangverein oder die Singgemeinschaft es in der Gaststätte schön warm hatten.

Zu dem neuen Rathausanbau bemerkte der Stadtbürgermeister: „In der Vergangenheit wurden immer wieder Versuche gestartet, unseren wirklich schönen städtischen Ratssaal im 3. Stock der Ratsstuben doch noch barrierefrei zu gestalten, da er für viele Menschen wirklich beschwerlich zu erreichen war. Jedoch scheiterten diese Pläne immer wieder an den gesetzlichen Bestimmungen des Brand- oder Denkmalschutzes. Jetzt freuen wir uns, dass der Zugang zum kommunalpolitischen Diskurs allen Bürgern und natürlich den ehrenamtlich Tätigen erleichtert wird und hoffen auch in den neuen Räumlichkeiten jederzeit auf ein dem Wohle der Stadt geschuldetes konstruktives Miteinander.“

Der Abteilungsleiter im Innenministerium, Gunther Fischer, der auch die Grüße von Ministerpräsidentin Malu Dreyer und Innenminister Roger Lewentz überbrachte, unterstrich: „Diese interkommunale Zusammenarbeit ist keine Selbstverständlichkeit und für viele Städte in Rheinland-Pfalz beispielgebend. Stadt und Verbandsgemeinde haben hier mehrere Vorteile miteinander verbunden und nutzen Synergien.

Wolfgang Treis, Präsident der Struktur- und Genehmigungsdirektion Nord, unterstrich, dass mit dem barrierefreien Sitzungssaal „die Transparenz in der Politik verbessert“ werde.

Reinhold Euskirchen , der als Planer nach den Worten von VG-Bürgermeister Lempertz u.a. auch dafür sorgte, dass die Handwerker pünktlich ablieferten und die kalkulierten Kosten eingehalten werden konnten, fasste seine Rede in Anbetracht der Kälte und der Dunkelheit kurz: „Nachdem ich den Planungsauftrag erhielt, dauerten die Abbrucharbeiten mit der Sicherung der Grenzmauer 10 Monate und die Hochbauzeit des Anbaus betrug 20 Monate. Die Außenanlage ist noch nicht ganz fertig.“ Nach den Worten des Planers hat der Erweiterungsbau des Rathauses ein Volumen von 1.872 Kubikmetern umbauter Raum; die Nutzflächen, die in den zwei Obergeschossen geschaffen wurden, betragen 255 Quadratmeter, wobei der Sitzungssaal, der u.a. auch mit einer Medientechnik für Menschen mit Hörbeeinträchtigungen ausgestattet wurde, das Herzstück des Neubaus ist, der allein eine Fläche von 118 Quadratmetern hat. Als Nebeneffekt konnte auf dem Flachdach eine Dachterrasse als Außenbereich für die Angestellten mit einer Fläche von ca. 85 Quadratmetern geschaffen werden. Hinzu kommen Nebenflächen von ca. 40 qm für die Haustechnik. Der auf Stützen stehende Erweiterungsbau wurde als Stahlbetonkonstruktion erstellt. Die Gründung des Gebäudes erfolgte auf einer 90 cm dicken Bodenplatte und es wurden insgesamt 52 Tonnen Betonstahl verbaut. Die Natursteinfassade wurde in enger Abstimmung mit der Denkmalpflege errichtet. Gemäß den Vorgaben der Denkmalpflege wurden Holzfenster aus Eiche mit einer so genannten „Wiener Sprosse“ eingebaut und auch im alten Rathausbau sind einige Fenster ausgetauscht worden. Auch der Energieausweis kann sich nach den Worten Euskirchens sehen lassen. So konnten „die Anforderungswerte des Energiebedarfs bei weitem unterschritten werden!“ FRE

VG-Bürgermeister Jörg Lempertz und Stadtbürgermeister Hans Peter Ammel präsentierten stolz „ihren“ neuen Sitzungssaal.

VG-Bürgermeister Jörg Lempertz und Stadtbürgermeister Hans Peter Ammel präsentierten stolz „ihren“ neuen Sitzungssaal.

Der neue Anbau wurde harmonisch mit dem alten Rathaus verbunden.

Der neue Anbau wurde harmonisch mit dem alten Rathaus verbunden.

Eine interessierte Gästeschar hatte sich auf der Freifläche vor dem Historischen Rathaus eingefunden.

Eine interessierte Gästeschar hatte sich auf der Freifläche vor dem Historischen Rathaus eingefunden.

Im ersten Obergeschoss wurde ein Plattformlift eingebaut, mit dem gehbehinderte Angestellte und Besucher in die neuen Büroräume gelangen können.

Im ersten Obergeschoss wurde ein Plattformlift eingebaut, mit dem gehbehinderte Angestellte und Besucher in die neuen Büroräume gelangen können.

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