Allgemeine Berichte | 29.03.2023

Das Frauenzentrum Bad Honnef brachte voller Erfolg die interaktive Ausstellung „VOR!SICHT“ erstmalig an Schulen im Rhein-Sieg-Kreis

„Für sich selbst klar sein und Grenzen setzen“

Das Frauenzentrum Bad Honnef brachte voller Erfolg die interaktive Ausstellung „VOR!SICHT“ erstmalig an Schulen im Rhein-Sieg-Kreis.

Rheinbach. „Für sich selbst klar sein und Grenzen setzen“, das Zitat eines Schülers fasst den Inhalt der Projektwochen „VOR!SICHT- Achte auf dich und deine Grenzen“ zur Prävention von Gewalt in jugendlichen Beziehungen sehr gut zusammen.

Die Projektwochen fanden vom 13. bis 16. März an der Gesamtschule Rheinbach und vom 20. bis 23. März am CJD in Königswinter für die neunten und zehnten Klassen statt. Sie bestanden aus der interaktiven Ausstellung „VOR!SICHT“, die vom Fachausschuss Prävention des Dachverbands der autonomen Frauenberatungsstellen NRW neu entwickelt wurde, sowie anschließenden Kurzworkshops. Die Ausstellung, die nun im Rhein-Sieg-Kreis erstmalig in NRW gezeigt wurde, fokussiert sich nicht nur auf gewaltvolles Verhalten in Liebesbeziehungen, sondern auch auf Gewaltvorkommen in Freundschaften wie auch in familiären Beziehungen. Respektvolle (partnerschaftliche) Beziehungen auf Augenhöhe sollen dadurch gefördert werden. „Denn Gewalt in Beziehungen erleben Jugendliche in ähnlichem Maße wie Erwachsene. Und erlebte Gewalt in der Jugend zieht sich als Muster oft ins Erwachsenenleben hinein. Als Frauenzentrum, die Frauen zu Gewalterfahrungen beraten und Präventionsangebote entwickeln, möchten wir genau hier ansetzen: Prävention muss bei jungen Menschen beginnen, die gerade dabei sind zu lernen, eigene Beziehungen zu gestalten. Wir freuen uns, dass die Jugendlichen die Ausstellung so interessiert angenommen haben“, so Anouk Sterr vom Frauenzentrum Bad Honnef.

Einige Beispiele für behandelte Themen in der Ausstellung sind die Isolation vom sozialen Umfeld, emotionale Erpressung und grundlose Eifersucht. Dabei wurde deutlich, dass beispielsweise grundlose Eifersucht auch in Freundschaften für die Jugendlichen eine große Rolle spielt „wenn z.B. die beste Freundin eine neue beste Freundin hat, und man Angst hat sie zu verlieren“, so eine Neuntklässlerin des CJD Königswinters. Dabei sind die Haltungen der Schüler*innen zwischen „eifersüchtig sein ist verständlich“ bis hin zu „Eifersucht als eindeutiges Zeichen für Misstrauen“ fließend. Deutlich wird im Gespräch auch, dass es auch der gewaltausübenden Person in der Beziehung oftmals nicht gut mit der gezeigten Situation geht, „wenn Eifersucht nichts mit der anderen Person zu tun hat, steckt ja oft eine Angst dahinter. Ich kenn das auch Angst zu haben, doch nicht genug geliebt zu werden“, so beschreibt es eine Schülerin der Q1 des CJDs in Königswinter. Über verschiedene Methoden wie beispielsweise ein Gewaltbarometer konnten so die Meinungen und Haltungen der Schüler*innen zu einzelnen Situationen sichtbar gemacht und ein Raum für das Teilen von Erfahrungen geschaffen werden. Abschließend wurden die Jugendlichen angeregt sich eigene Gedanken über die Gestaltung einer positiven, gesunden Beziehung im Einklang mit ihren Bedürfnissen zu machen, Handlungsmöglichkeiten in Gewaltsituationen erarbeitet und Unterstützungsmöglichkeiten vorgestellt. Denn „Gewalt findet in der gesamten Gesellschaft statt und die Schule ist auch immer ein Bild dieser Gesellschaft“, so Susan Kletzin, Schulleiterin der Gesamtschule in Rheinbach. In beiden Schulen gab es positive Rückmeldungen zu dem Präventionsprojekt, sowohl von den Lehrkräften als auch Schüler*innen. Die interaktive Ausstellung ist für Schulen beim Dachverband der autonomen Beratungsstellen NRW e.V. ausleihbar. Interessierte Fachkräfte können sich gerne auch bei dem Frauenzentrum in Bad Honnef melden.

Neben den Präventionsangeboten bietet das Frauenzentrum Bad Honnef allgemeine Frauenberatung und Fachberatung für Hilfen nach sexualisierter und häuslicher Gewalt sowie bei Essstörungen für Frauen und Mädchen ab 16 Jahren an. Telefonsprechstunde ist montags bis donnerstags von 10 - 12 Uhr unter der Telefonnummer: 02224 / 10548.

V.l.: Claudia Welskop (Didaktische Leitung) und Susan Kletzin (Schulleitung) der Gesamtschule Rheinbach, Berit Zimmer und Anouk Sterr vom Frauenzentrum Bad Honnef. Foto: Frauenzentrum Bad Honnef

V.l.: Claudia Welskop (Didaktische Leitung) und Susan Kletzin (Schulleitung) der Gesamtschule Rheinbach, Berit Zimmer und Anouk Sterr vom Frauenzentrum Bad Honnef. Foto: Frauenzentrum Bad Honnef

Das Frauenzentrum Bad Honnef brachte voller Erfolg die interaktive Ausstellung „VOR!SICHT“ erstmalig an Schulen im Rhein-Sieg-Kreis.

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