Großer Diözesan-Jungschützentag in Kurtscheid
“Füreinander in einer toleranten Zukunft“
Kurtscheid. Einmal im Jahr feiert der Bund der St. Sebastianus Schützenjugend (BdSJ) im Bistum Trier sein großes Jugendbegegnungsfest, den Diözesanjungschützentag. Am 29. Mai wurde dieser Tag in Kurtscheid gefeiert. Die Teilnehmer kamen aus dem gesamten Bezirk des kirchlichen Bistums Trier. Das Motto der Veranstaltung war: „Füreinander in einer toleranten Zukunft“. Frank Senger, Diözesanjungschützenmeister, hat in seinem Grußwort geschrieben: „Für uns Schützen ist Gemeinschaft – und damit das Füreinander – ein wichtiges Merkmal unserer langen Tradition. In den Schützenbruderschaften, -gilden und -vereinen erleben Menschen jeden Alters seit Jahrhunderten eine starke Gemeinschaft. Die Schützen standen und stehen füreinander ein, helfen sich gegenseitig und unterstützen sich. Sie messen sich im sportlichen Wettkampf, spielen zusammen und feiern gemeinsam. Dies zu erleben, ist für junge Menschen eine prägende, positive Erfahrung. Die Gemeinschaft der Historischen Schützen ist keine Gemeinschaft der Beliebigkeit. Wir haben Werte, wir pflegen sie. Unsere Werte orientieren sich am Leitspruch: Für Glaube, Sitte und Heimat. Aus dem christlichen Glauben entspringen viele alte Schützenbruderschaften. Seit dem Mittelalter haben sie die Aufgabe, den Glauben zu schützen. Konkret zum Beispiel als Himmelträger an Fronleichnam, um die Monstranz zu schützen. Sitten und Gebräuche zu erhalten, indem wir sie der nächsten Generation weitergeben, ist ein unentbehrlicher Bestandteil unseres kulturellen Erbes. So sind Schützenfeste nach Pfarrfesten oft die am längsten Bestand habende Feierlichkeit des örtlichen gesellschaftlichen Lebens. Und sie beginnen mit einem Gottesdienst.“
Jugendgottesdienst und Festumzug
So war es auch dieses Mal in Kurtscheid. Um 10 Uhr begann der Jugendgottesdienstes unter Mitwirkung von Kaplan Patrik Krutten und Bezirkspräses Marko Hartmann. Auch musikalisch wurde der Gottesdienst durch Chorgesang schön untermalt. Um 11.30 Uhr setzte sich der große Festumzug durch den Ort in Bewegung. Die Abordnungen gingen in folgender Reihenfolge: Wied, Burg-Altenwied, Brohltal, Eifel, Rhein-Ahr, Linz-Neuwied, Maria-Lach, General Steffen, Pellenz, Trier, Maifeld, Mittelrhein-Untermosel. In der Wiedhöhenhalle wurden die Teilnehmer der Wettbewerbe sowie die Abordnungen der Schützengesellschaften sowie die Ehrengäste - darunter VG-Bürgermeister Hans-Werner Breithausen, die Landtagsabgeordnete Ellen Demuth sowie der Bundestagsabgeordnete Erwin Rüddel - begrüßt. Eine kleine Ansprache hielt auch der Schirmherr der Veranstaltung, der Kurtscheider Unternehmer Peter Hack. Derweil wurden die Jungschützen mit einem Shuttlebus von der Wiedhöhenhalle zum Schießstand im Wald nahe Kurtscheid gefahren. Begonnen wurde mit dem Prinzenschießen, im Anschluss fand das Mannschaftsschießen statt. Ebenfalls im Schützenhaus wurde ein „Blattlschießen“ angeboten. Vor der Wiedhöhenhalle hatten Kinder die Möglichkeit, ihre Treffsicherheit mit einem Lasergewehr auszuprobieren. Ein weiterer Wettbewerb hier war das Bolivienadler-Schießen.
Klaus Wittlich ist Bundesmeister für den Bezirk Wied und für Kurtscheid 2. Brudermeister ist zusammen mit Martin Stüber, 1. Brudermeister in Kurtscheid, verantwortlich für die Durchführung des Diözesanjungschützentags 2016. Er wies auf die vielen Aktivitäten im Rahmenprogramm an diesem Tag hin, neben den Schießwettbewerben waren das der Auftritt der Jugend-Liveband „Die Roten Hosen“ in der Wiedhöhenhalle, das Menschenkicker-Spiel auf dem Vorplatz, die Hüpfburg für die Kinder und einige Geschicklichkeitsspiele. Die Ergebnisse der Schießwettbewerbe lagen bei Redaktionsschluss nicht vor und werden nachgereicht.
