Einweihung des neuen Konzertflügels der Evangelischen Gemeinde
Furioser Beginn einer Konzertreihe
Gleichzeitig startete Zusammenarbeit mit der Kammerkonzertreihe der Musikschule in der VHS
Meckenheim. Mit einem grandiosen Klavier-Recital des jungen Pianisten Tom Stefanescu wurde am Freitag, 18. März, der neue Yamaha-Konzertflügel der evangelischen Friedenskirchengemeinde Meckenheim eingeweiht. Gleichzeitig war dieses Konzert auch der Beginn der Zusammenarbeit zwischen der evangelischen Gemeinde und der Kammerkonzertreihe der Musikschule in der VHS Meckenheim-Rheinbach-Swisttal. Durch die gemeinsame Organisation von Klavierabenden und Klavier-Kammermusik-Konzerten gewinnen beide Seiten: Für die Kammerkonzertreihe steht nun ein hervorragender Konzertflügel zur Verfügung, die Gemeinde kann im Gegenzug von der Vernetzung der Musikschule im professionellen Musikbetrieb profitieren. Kantor Martin Kahle und Viktor Toyka, Vorsitzender des Fördervereins für Kirchenmusik, freuten sich über den gelungenen Einstand ebenso wie VHS-Direktor Adrian Grüter und der Leiter der Musikschule in der VHS, Claus Kratzenberg.
Der 2,20 Meter lange Konzertflügel, der – schon optisch beeindruckend - vor dem Altar postiert war, bewies seine Qualitäten in dem extrem anspruchsvollen und alle Extreme des Klavierklangs auslotenden Programm von Tom Stefanescu. Der junge, aus Meckenheim stammende Pianist, zur Zeit noch Student der Musikhochschule Detmold, begann mit der Sonate op. 57 von Ludwig van Beethoven, der sogenannten „Appassionata“, und spielte in der zweiten Konzerthälfte Franz Liszts berühmte Klaviersonate in h-moll. War man schon durch die Darbietung der Beethoven-Sonate vom singenden Ton des Flügels ebenso angetan wie von seinem kraftvollen Forteklang, so steigerte sich die Begeisterung des Publikums noch erheblich im Verlauf der Liszt-Sonate. Tom Stefanescu entlockte dem Flügel ein prächtiges Klangfarbenspektrum, verlieh auch den stürmischsten Passagen große Transparenz und ließ die Zuhörer tief in die magische und dämonische Welt dieses Werkes eintauchen. Eine lange gespannte Stille folgte dem sich im zartesten Pianissimo verlierenden Schluss des Werkes, bevor das Publikum den jungen Künstler mit langem Applaus und zahlreichen Bravo-Rufen belohnte. Bei den beiden Zugaben – einem kurzen Charakterstück von Jean Philippe Rameau und einer Humoresque von Peter Tschaikowsky - bewiesen sowohl der Pianist als auch das Instrument, dass die filigrane Version der Klaviermusik genauso begeisternd sein kann.
Der Abend klang aus mit angeregten Gesprächen über das Musikerlebnis und lässt hoffen, dass dies der Beginn einer Konzertreihe war, die die ganze Region bereichern wird.
