Allgemeine Berichte | 23.07.2018

Tweet zu Rücktritt von Mesut Özil der Polizei Koblenz löst Shitstorm aus

Fußball-Berater statt Verbrecherjagd: Verwechslung führt zu Eklat

Der Post vom offiziellen Twitter-Account der Polizei Koblenz zum Rücktritt von Ex-Nationalspieler Mesut Özil. Quelle: Twitter

Koblenz. Ein Missgeschick war die Ursache für einen Beitrag auf Twitter, der von der Polizei Koblenz am späten Sonntagabend, 22. Juli, veröffentlicht wurde. Unter einem Tweet des Tagesschau-Twitter-Accounts (@tagesschau_eil) zum Rücktritt von Mesut Özil aus der Nationalmannschaft hatte ein Mitarbeiter der Polizei einen Kommentar abgegeben, der in den sozialen Netzwerken für heftige Kritik gesorgt hat. In diesem heißt es unter anderem: „Lieber Mesut Özil, wer auch immer für Ihr Krisenmanagement verantwortlich ist, gehört gefeuert.“

Ein Polizeisprecher bestätigte gegenüber BLICK aktuell, dass ein Fake-Account (Polizeidirektion Montabaur) in diesem Zusammenhang bereits gelöscht worden sei. Im sozialen Netzwerk Facebook hatte eine Userin ihrer Verärgerung über den Tweet Luft gemacht: „Polizei, nicht nur Freund und Helfer. Neuerdings auch Fußball-Berater! Anstatt in Grünanlagen nach Drogen zu suchen, schreibt die Polizei Koblenz ihre persönliche Meinung mit einem öffentlichen Account. Die Stimmungsmache hat keine Grenzen.“

Am frühen Montagmorgen hatte die Polizei Koblenz sich über ihren Twitter-Account zu Wort gemeldet. Darin distanziere man sich in aller Deutlichkeit von dem betreffenden Kommentar. Stunden später hieß es in einem ergänzenden Post der Behörde, dass es sich dabei ausschließlich um die persönliche Meinung eines Mitarbeiters handele. Dieser habe den privaten mit dem dienstlichen Twitter-Account verwechselt.

Trotz öffentlicher Entschuldigung seitens der Polizei Koblenz hatte der Tweet des Mitarbeiters bereits einen Shitstorm in den sozialen Medien ausgelöst.

Auszüge einiger Reaktionen aus dem Netz

Nadine schrieb: Liebe Polizei Koblenz, solch eine Wertung steht ihnen nicht zu! Sie twittern hier nicht als Privatperson, sondern als staatliche Institution. Bodenlose Unverschämtheit.

Reinhard schrieb: Seit wann ist die Polizei Koblenz für die Überwachung des „Krisenmanagements“ von Prominenten zuständig?

Passiert nicht wieder

Die Polizei Koblenz hat selbst auf Twitter bereits reumütig eingeräumt, dass der Vorfall unprofessionell war und so etwas nicht mehr passieren würde. Die Häme im Netz nach diesem Fauxpas wird so schnell jedoch erfahrungsgemäß nicht abebben. In dem Post war von einem Shitstorm die Rede, hinter dessen sich Mesut Özil nicht verstecken könne. Genau einem Solchen ist aktuell die Behörde der Rhein-Mosel-Stadt ausgesetzt. Entsprechende Schulungen und die Optimierung der Abläufe in der Arbeit mit den sozialen Netzwerken könnte zukünftig verhindern, das solche Tweets über Accounts der Behörden an die Öffentlichkeit gelangen. Ein Sprecher des Polizeipräsidiums hatte bereits angekündigt, dass es entsprechende Nachschulungen für die Mitarbeiter, die mit der Betreuung der Accounts betraut sind, durchgeführt werden. -CF-

Die Polizei Koblenz hatte sich auf ihrem Twitter-Account für den Vorfall entschuldigt. Quelle:Twitter

Die Polizei Koblenz hatte sich auf ihrem Twitter-Account für den Vorfall entschuldigt. Quelle:Twitter

Der Post vom offiziellen Twitter-Account der Polizei Koblenz zum Rücktritt von Ex-Nationalspieler Mesut Özil. Quelle: Twitter

Artikel melden

? Vielen Dank! Ihre Meldung wurde erfolgreich versendet.
? Es gab einen Fehler beim Versenden. Bitte versuchen Sie es später erneut.
Bildergalerien
Anzeigensponsoring Sommerbunt - o.B.
Heimat aktiv erleben
Heimat aktiv erleben
Projektingenieur
Innovatives rund um Andernach
Auszubildende:r im Bereich Fachkraft für Veranstaltungstechnik
Empfohlene Artikel
Der voll besetzte Marktplatz. Fotos: DU
37

Bad Neuenahr-Ahrweiler. Obwohl er heuer schon in die 5. Runde geht, war der „Musiksommer Ahrweiler“ noch Ende Mai akut in Gefahr. Durch den relativ kurzfristigen Rückzug einer Sponsorenzusage, war dem beliebten Musikevent, das überdies nicht unerheblich zur Innenstadtbelebung beiträgt, eine wichtige Finanzierungssäule von rund 20.000 Euro weggebrochen. Doch dank des Engagements bestehender und neuer...

Weiterlesen

Laura Epstein (Mitte) wird neue Mayschoßer Weinkönigin, Eva Kirsch wird als Weinprinzessin amtieren. Rechts Mirco Burkardt (stellv. Vorsitzender WG Mayschoß-Altenahr). Foto: DU
31

Mayschoß. Zwei Wochen nachdem in Altenahr die zukünftigen Weinmajestäten verkündet wurden, zog mit Mayschoß am vergangenen Wochenende ein weiterer Mittelahr-Ort in Sachen Weinmonarchie nach: kommende Weinkönigin des Jahres 2026/27 wird Laura Epstein! Durch ihren Freund, der aus einer Mayschoßer Winzerfamilie stammt, ist die 25-jährige Musikerin eng mit dem Wein und dessen Anbau vertraut, schon oft packte sie im Weinberg tatkräftig mit an.

Weiterlesen

Weitere Artikel
Aufgrund eines Ladendiebstahls fahndet die Polizei nach dem Verdächtigen.
437

Hochpreisiges Parfüm gestohlen

Bonn: Polizei fahndet nach Ladendieb

Bonn. Fahndung nach einem mutmaßlichen Ladendieb in Bonn: Das Kriminalkommissariat 15 der Bonner Polizei hat eine öffentliche Suche nach einem Verdächtigen eingeleitet, der im Verdacht steht, am 12. März 2026 ein teures Parfüm aus einer Parfümerie in der Bonner Innenstadt gestohlen zu haben.

Weiterlesen

Foto: Polizei
8045

Die Gesuchten sollen einen 24-Jährigen bewusstlos geprügelt haben:

22.06.: Fahndung: Wer kennt diese Männer?

Köln. Die Kriminalpolizei Köln fahndet mit Bildern von Zeugen nach zwei Männern, die am 12. Februar (Weiberfastnacht) einen 24-Jährigen angegriffen und schwer am Kopf verletzt haben sollen.

Weiterlesen

Bei der symbolischen Durchschneidung des „Roten Bandes“.  Foto: WTE
2030

Ahrtal/Marienthal. Groß war der Andrang bei der offiziellen Einweihung des neuen Radweges zwischen Walporzheim und Mayschoß oberhalb von Marienthal auf dem Gelände der Firma Weiss. Stefan Schmitt, Leiter des Projektbüros „Wiederaufbau Ahrtal“ Landesbetrieb Mobilität (LBM) Rheinland-Pfalz, konnte hierzu - neben zahlreichen Offiziellen - viele Radfahrer/Inen sowie etliche Mandaträger/Innen und Radfahrgruppen,...

Weiterlesen