„Söße Möhne Al-Ersch“ waren unterwegs
Ganz ohne „Alaaf“ geht es nicht
Altendorf-Ersdorf. „Stellt üch führ, et is der 11.11. und keene jeiht hin“. Das ist in Altendorf-Ersdorf unmöglich. Die „Söße Möhne“, unter ihrer Obermöhn Gisela Hilberath wollten trotz aller Corona-Widrigkeiten die fünfte Jahreszeit würdig begrüßen. Wenn auch die geplante Sessionseröffnung am 11.11. im Vereinslokal „Ohm Hein“ unter den gegebenen Umständen nicht durchführbar und auch eine Zusammenkunft der jecken Weiber in einem Garten selbst mit viel Abstand nicht zu realisieren war, hatte die Obermöhn zusammen mit Bärbel Schmitt den Bollerwagen geschmückt und die Beiden zogen damit von Mitglied zu Mitglied und verteilten, unter Einhaltung aller Hygiene-Vorschriften, die eigens für diesen internen Zweck gefertigten Orden und ein Piccolo. Gemeinsam per Video-Chat, im heimischen Wohnzimmer aber jeder für sich, öffneten alle pünktlich um 19:11 Uhr das Fläschchen und stießen symbolisch mit allen Jecken in Al-Ersch, im Rheinland und überall, wo Karneval und Fastelovend gefeiert wird, auf die Session 2020/2021 an. Von dieser phantastischen Idee ließen sich auch die Männer um ihre Trainerin Sabrina Schnieber vom Männerballett „Dicke Fööös“, anstecken. Sie nahmen aber anstelle des Piccolo eine Flasche Bier. Sie trauern den vielen bereits gebuchten, aber nicht durchzuführenden Auftritten nach. Alle gemeinsam, jeder bei sich vor der Haustüre, auf der Terrasse oder im Wohnzimmer, hatten eine Karnevalsmusik-CD in den Recorder gelegt und riefen ein „dreimol kräftich Alaaf“ auf die Session 2020/2021 aus. In der Hoffnung das Karneval im Jahre 2022 wieder ganz normal ablaufen kann.
Orden und Piccolos wurden verteilt.
