Allgemeine Berichte | 26.04.2016

50. Boliviensammlung im Dekanat Maifeld-Untermosel am 21. Mai

Gebrauchte Kleider werden Bildung

Der Sortierbetrieb kann im Juni besucht werden.privat

Kobern-Gondorf. Am Samstag, 21. Mai, startet im Dekanat Maifeld-Untermosel die 50. Bolivienkleidersammlung. Die Tüten sind bei den Verantwortlichen angekommen und werden in den nächsten Wochen in die Haushalte verteilt. Anlässlich dieses Jubiläums verrät eine Artikelserie, wie aus gebrauchten Kleidern Bildung werden kann. Heute geht es um die Frage: Was passiert mit der gesammelten Kleidung?

Wenn am 21. Mai die Kleidersäcke in Polch und Kobern auf die Lkw verladen worden sind, werden sie zu einem Sortierbetrieb in Süddeutschland gefahren. Hier werden die Textilien nach Art, Größe und Qualität sortiert und weiterverkauft. Ein kleiner Teil in deutsche Secondhand-Läden, ein Großteil wird in andere Länder exportiert, vor allem nach Afrika, Asien und Osteuropa. Dabei wird darauf geachtet, dass einheimische Märkte nicht zerstört werden. Dafür sorgt der Dachverband Fairwertung (www.fairwertung.de), dem sich die Bolivienpartnerschaft im Bistum Trier angeschlossen hat: Dieser setzt sich für mehr Transparenz und Verantwortlichkeit beim Sammeln und Verwerten von gebrauchter Kleidung ein. Der Kleidersortierbetrieb zahlt dem Bolivienreferat einen Preis pro Kilo gesammelte Kleidung, abhängig von Qualität und Marktlage.

Die Kleider werden also nicht nach Bolivien geschickt? Nein. Trotzdem ist jede Kleiderspende ein wichtiger Beitrag für die Bolivienpartnerschaft des Bistums Trier.

Denn mit dem Verkaufserlös der durchschnittlichen Sammelmenge von 1450 Tonnen Kleidung und Schuhen erhalten rund 2000 Kinder und Jugendliche in Bolivien Schulbildung für ein Jahr. Konkret: Ein Schulplatz für ein Jahr bedeutet 210 Kleidersäcke á drei Kilogramm.

Rund 89.000 Tonnen Kleidung, Einnahmen von rund 22 Millionen Euro und über 23.000 Kinder und Jugendliche in Bolivien, denen eine Schulbildung ermöglicht wurde: Das ist die Bilanz von 50 Jahren Boliviensammlung im Bistum Trier.

Wer sich konkret ein Bild von der Arbeit im Sortierbetrieb machen möchte, ist herzlich eingeladen, vom 17. bis 19. Juni 2016 den Sortierbetrieb in Süddeutschland zu besuchen. Teilnahme ab 16 Jahren. Weitere Informationen und Anmeldung bei elisabeth.zenner@bistum-trier.de, Telefon (0 26 05) 9 62 78 12, www.ju-mu.com.

Der Sortierbetrieb kann im Juni besucht werden.Foto: privat

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