Allgemeine Berichte | 12.02.2021

Artenschutzprojekt 2021 der Lehmer Razejunge

Gebt dem Apollofalter ein Zuhause

Aktionen bereits in den Wintermonaten gestartet

Die Entbuschung.Foto: privat

Lehmen. Maßnahmen zum Erhalt und zur Förderung des vom Aussterben bedrohten Apollofalters stehen in diesem Jahr im Mittelpunkt der Artenschutzprojekte der Lehmer Razejunge.

Um den Lebensraum des Apollofalters sicherzustellen, wurden bereits besondere Entbuschungs- und Freistellungsmaßnahmen in der Lehmener Würzlay durchgeführt. Mit diesen Arbeiten starteten die Razejunge bereits zu Beginn des Winters 2020 und sie werden bis Ende Februar fortgeführt.

In den vergangenen Monaten wurden von den Lehmer Razejunge bisher ca. 1.200 m² ehemalige Weinbergfläche entbuscht und freigestellt, sowie Weinbergmauern in einer Länge von ca. 170 m wieder von Gestrüpp und Rankengewächsen befreit. Gut erhaltene Bruchsteinmauern kamen wieder zum Vorschein.

Der Apollofalter bevorzugt als Lebensraum in den Steillagen der Weinberge freie, in der Sonne liegende Flächen mit ausgeprägten Felsstrukturen und Steinpartien mit niedrigem Bewuchs und blütenreichen Futterpflanzen. Leider sind oft nicht mehr bewirtschaftete Weinbergflächen total verbuscht und die Trockenmauern und Felspartien dicht überwuchert. Die starke Beschattung der Mauerkronen, besonders durch Brombeer- und Himbeerbewuchs, beeinträchtigt das Wachstum des Weißen Mauerpfeffers. Er ist die Futterpflanze der Raupe des Apollofalters. Die von der Sonne erwärmten Felsen und Trockenmauern sind der bevorzugte Bereich für die Eiablage des gefährdeten Falters.

Die Erfahrung hat gezeigt, dass nach Entbuschungs- und Freistellungsmaßnahmen sich schnell wieder weinbergtypische Blühpflanzen auf den freien Flächen etablieren. Darunter befinden sich u.a. Wilder Oregano, Knoblauchrauke, Salbei-Gamander, Färberwaid und der Römische Schildampfer. Auf den freigelegten Trockenmauern breitet sich der Weiße Mauerpfeffer wieder aus. Zusätzlich werden im Frühjahr für den Apollofalter eine Vielzahl von speziellen Futterpflanzen auf besonders bearbeitete Weinbergflächen gesetzt. Die Razejunge hoffen, damit einen lohnenden Beitrag zum Erhalt der gefährdeten Leitart der Schmetterlinge an der Untermosel zu leisten.

Die Entbuschung.Foto: privat

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