Gedenkabend zu „90 Jahre Bücherverbrennung“
Andernach. Am 10. Mai 1933 hat die NS-Kampagne „Wider den undeutschen Geist“ in Berlin einen traurigen Höhepunkt mit der öffentlichkeitswirksamen Verbrennung der Bücher von unliebsamen, vor allem auch jüdischen Autoren einen traurigen Höhepunkt erreicht.
Anlässlich der 90. Wiederkehr des Jahrestages hat Frank Merken, der Leiter der Stadtbücherei, in Zusammenarbeit mit dem Freundschaftskreis Dimona - Andernach ein aspektreiches Programm zusammengestellt: Nach der Begrüßung durch Barbara Söhngen, Vorsitzende des Freundschaftskreises, und Bürgermeister Claus Peitz wird Frank Merken zunächst selbst einen Überblick über die damaligen Ereignisse geben. Danach wird Dr. Kai Seebert, Leiter des Stadtmuseums unter dem Titel „Die Andernacher Siebenschläfer und die Etablierung des NS-Regimes“ eine lokale Einordnung vornehmen.
Im Anschluss daran wird Paul Meyer, Vertreter der Initiative Erinnern, über Erich Kästners „Rede über das Verbrennen von Büchern“ sprechen. Elisabeth Weiler, Stadt- und Kulturführerin Koblenz, wird dann über den Schriftsteller Erich Maria Remarque referieren und schließlich Frank Merken über den Arzt und Sexualwissenschaftler Magnus Hirschfeld.
Die Veranstaltung findet am Montag, den 8. Mai, um 19 Uhr im Historischen Rathaus (Großer Saal) statt. Alle Interessenten sind herzlich eingeladen. Der Eintritt ist frei.
