Stadt Meckenheim lädt zum gemeinsamen Erinnern ein
Gedenken an die Pogromnacht 1938
Am Montag, 9. November
Meckenheim. Die Stadt Meckenheim erinnert am Montag, 9. November, um 18 Uhr im Rahmen einer offiziellen Gedenkveranstaltung am Gedenkstein Prof.-Scheeben-Straße/Synagogenplatz an die Zerstörung und Brandschatzung von jüdischen Synagogen, Geschäften und Häusern. Die Pogromnacht steht mit am Anfang der systematischen Verfolgung und Ermordung von Menschen jüdischen Glaubens in Deutschland und in Europa dar. Plünderungen, Diskriminierung, Gewalttätigkeiten bis hin zur Ermordung und Verschleppung von Juden in die Konzentrationslager fanden nicht nur in jener Nacht, sondern auch am darauf folgenden Tag statt. All dies erschütterte das unter der nationalsozialistischen Herrschaft ohnehin schon schwierig gewordene Leben von Juden in Deutschland bis in die Grundfesten. Unter denen, die unbeschadet blieben, erkannten viele, dass in Deutschland kein Bleiben mehr war. Sie emigrierten. Andere blieben, und die meisten von ihnen starben einen gewaltsamen Tod in den Konzentrationslagern. In der Nacht vom 9. auf den 10. November 1938 kam es damals zu sogenannten „Vergeltungsmaßnahmen“ gegen jüdische Mitbürger – auch in Meckenheim. Die Stadt Meckenheim sieht die Erinnerung an diese Ereignisse gerade angesichts des 82. Jahrestages dieser Nacht als Aufgabe und Verpflichtung. Sie stellt sich ihrer Verantwortung gemeinsam mit den Kirchen und Vereinen. In diesem Jahr werden acht Schüler des Meckenheimer Konrad-Adenauer-Gymnasiums Gedichte und Erinnerungen überlebender Juden vortragen, mit denen sie an die Pogromnacht als Auftakt des Holocausts mahnen werden. Unterstützt von Christina Eilers und Susanne Hampel gestalteten die Schüler mit großem Engagement ihr Programm selbst, um eindringlich die Erinnerung an die Ereignisse von 1938 wach zu halten. Im Anschluss an die Gedenkveranstaltung zeigen das Stadtarchiv Meckenheim und das Katholische Familienbildungswerk um 19 Uhr im Familienbildungswerk, Kirchplatz 1, nach einer kurzen thematischen Einführung den Spielfilm „Alles auf Zucker!“ von Dani Levy (BRD, 2004). In der preisgekrönten Komödie erzählt Levy mit hohem Tempo von Zwist und Versöhnung zwischen religiöser Tradition, Säkularisation, „West“ und „Ost“ sowie Alltag und Ausnahmesituation einer jüdischen Familie im zeitgenössischen Berlin. Die Veranstaltung ist kostenlos
Pressemitteilung
der Stadt Meckenheim
