„Caracciola-Club“ Remagen
Gedenken an eine Rennlegende
Remagen. Am Denkmal des berühmten Sohnes der Stadt Remagen, dem Rennfahrer Rudolf Caracciola, trafen sich Mitglieder des „Caracciola-Club“, um an seinen Geburtstag am 31. Januar 1901 zu erinnern. Mit 14 Jahren reifte Rudolf Caracciolas Berufswunsch als Rennfahrer. Seine Eltern ermöglichten ihm erste Fahrversuche mit einem Mercedes-Benz 16/45. Bereits im Alter von 15 Jahren durfte er mit Sondererlaubnis den Führerschein machen. Nach seiner Ausbildung in Köln und Aachen bestritt er 1922 sein erstes Rennen auf der Avus. 1923 folgte sein Studium an der Technischen Hochschule in Dresden. In den weiteren Jahren wurde er zu einem der erfolgreichsten Rennfahrer in der höchsten Rennsport-Klasse. Daneben war er auch bei regionalen Rennen sehr erfolgreich. Spektakulär waren seine Einsätze auf dem Nürburgring, dessen Eröffnungsrennen er 1927 gewann. In seiner Karriere fuhr er sehr viele Rennen mit Daimler-Benz Fahrzeugen, aber auch mit Alfa Romeo. Seit 1929 lebte Rudolf Caracciola in der Schweiz. 1938 stellte er den Weltrekord für Fahrzeuge auf öffentlichen Straßen auf, der über mehr als acht Jahrzehnte Bestand hatte und erst jüngst mit einem HighTech-Fahrzeug übertroffen werden konnte. 1952 startete er im Alter von 51 Jahren noch einmal bei der Mille Miglia zu einem seiner größten Rennen und erreichte dort den vierten Platz. Ein Unfall, bei einem späteren Rennen in Bern, beendete seine Karriere. Danach arbeitete er als Repräsentant für Daimler-Benz.
Rudolf Caracciola verstarb im Alter von nur 59 Jahren in Kassel infolge eines Leberleidens und wurde in Lugano, seiner Wahlheimat, beigesetzt. Heute erinnert das „Caracciola-Denkmal“ in Remagen an den großen Rennfahrer.
