Allgemeine Berichte | 31.01.2018

Zeugen Jehovas Meckenheim/Rheinbach

Gedenkfeier

Bad Godesberg. Die Würde des Menschen ist unantastbar. Das ist der Artikel 1 des Grundgesetzes. Zur Zeit des Nationalsozialismus wurde allerdings die Würde des Menschen nicht nur angetastet, sondern völlig missachtet. Seit 1996 gedenken am 27. Januar Menschen in Deutschland der Opfer dieser Zeit. Zu den Verfolgten gehörten die die jüdische Bevölkerung, Sinti und Roma, Jehovas Zeugen, politisch Andersdenkende, Homosexuelle.

In Deutschland gab es 1933 ca 25.000 Zeugen Jehovas. Tausende von ihnen kamen schon sehr früh in die KZs und in Gefängnisse, weil sie neutral waren, den Hitlergruß verweigerten und sich nicht am Krieg beteiligten. Rund 2.000 von ihnen starben dort.

Ausgrenzung einzelner Gruppen kann sich immer wiederholen

Auch Dietmar und Monika Kuster aus der Gemeinde Meckenheim besuchten die Gedenkfeier in Bad Godesberg. „Wir kennen, bzw. kannten einige Zeugen Jehovas, die den Holocaust überlebten, persönlich. Es ist wichtig, dass die Leiden aller Verfolgten nicht in Vergessenheit geraten, sondern weitergetragen werden. Das ist der beste Schutz vor Wiederholungen“ meint Dietmar Kuster und seine Frau fügt hinzu: „Es ist nicht nur Geschichte, die lange zurückliegt. Unter anderem Namen kann sich die Ausgrenzung einzelner Gruppen immer wiederholen, wenn es der Einzelne zulässt. Deshalb sind das menschliche und das christliche Engagement so wichtig.“

Beide sind sich einig:“ Es war ein hervorragendes und sehr bewegendes Programm, besonders die Schüler brachten sich großartig ein. Wenn Menschen durch solche Gedenkfeiern motiviert werden, auf Hass und Diskriminierungen zu achten und sie nicht hinzunehmen, sondern ihnen entgegenzuwirken, kann Schlimmes verhindert und viel Gutes bewirkt werden. Und das ist ja das Ziel solcher Gedenktage.“

Pressemitteilung

Zeugen Jehovas

Meckenheim/Rheinbach

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