Johannes Wasmuth Gesellschaft
Gedenkfeier zum 80. Geburtstag von Johannes Wasmuth
Rolandseck. Am 11. August wäre Johannes Wasmuth, der Retter des Bahnhofs Rolandseck und der Initiator des Arp Museums, 80 Jahre alt geworden. Daran erinnerte die Johannes-Wasmuth-Gesellschaft in einer Gedenkfeier im Bahnhof Rolandseck. Torsten Schreiber, der künstlerische Leiter, und Bernd Böcking, Mitglied des Vorstandes, beschrieben die Persönlichkeit Wasmuths und seine Ideen, die als Leitbild der Gesellschaft weiterwirken werden. Mit der Siciliana von Maria Theresia von Paradis, einer Freundin Mozarts, spielte Susanne Kessel ein Lieblingsstück von Johannes Wasmuth. Dann erklang eine Komposition von Kai Schumacher „A little moonlight music“ aus dem Projekt „250 pieces for Beethoven“. Wasmuth hätte seine helle Freude an diesem Projekt gehabt, das junge Komponisten in einer Auseinandersetzung mit Beethoven neue Ausdruckformen finden läßt. Die Interviews von Cornelia Rabitz mit den Zeitzeugen Hannelore Fuchs (Montagclub) und dem Ehepaar Filmer vermittelten einen anschaulichen Eindruck von Wasmuths Wesen.
Nicht nachlassend in seinem Bemühen, wenn er von einer Idee überzeugt war, immer gastfreundlich und menschenverbindend und im Hintergrund wirkend, kühn in seinen Ideen, neue Kontakte zu knüpfen. So klingelte er einfach bei Kokoschka am Genfer See und war so charmant, dass er eingelassen wurde. Vor allem Iris und Werner Filmer schwärmten von den Künstlerfesten im Bahnhof von den Stachelschweinen bis Duke Ellington. Sie brachten die Büste von Johannes Wasmuth, angefertigt von Marg Moll, Großmutter von Iris Filmer, als Geschenk an die Johannes-Wasmuth-Gesellschaft mit.
Der Film aus den 60-ger Jahren von Werner Filmer „Die Gesellschaft braucht Einzelgänger“ zeigt, dass Johannes Wasmuth gemäß seinem Vorbild Franz von Assisi ein starkes soziales Engagement hatte. Er gründete die Intiative „Kinder in Not“ und baute mehrere Kindergärten für obdachlose Kinder, zum Beispiel auch in Bonn-Dransdorf. Seine Künstlerfreude mussten für die Kinder Kunstwerke spenden.
Die Büste von Johannes Wasmuth und seine Spender.
