Realschule+ und die Ortsgemeinde Kobern
Gedenktafel für jüdische Gemeinde
Ausstellung „Fiktive Tagebücher aus der NS-Zeit“
Kobern-Gondorf.Im Rahmen des Holocaustgedenktages enthüllen Schülerinnen und Schüler der Klasse 10c der Realschule plus und FOS Untermosel gemeinsam mit dem Ortsbürgermeister Michael Dötsch am 31. Januar um 11 Uhr in der Marktstraße 15 am Fährbrunnen eine Gedenktafel zum Leben der Koberner jüdischen Gemeinde.
Die Tafel informiert über das Jahrhunderte währende Zusammenleben jüdischer und christlicher Familien im Ortsteil Kobern, wie der Familien Koppel, Wolff und Grünewald. Am 22. März 1942 folgte für die jüdischen Familien nach einer diskriminierenden Zeit der Entrechtung die Deportation in die Konzentrationslager Izbica und Theresienstadt. Nur wenige konnten entkommen. Mit dieser Geschichte befassen sich die Schüler der Realschule plus seit acht Jahren und haben für die Opfer vor ihren ehemaligen Wohnhäusern gemeinsam mit dem Künstler Gunter Demnig 23 Stolpersteine verlegt. Die Tafel informiert gleichzeitig über die Standorte des alten Bethauses, der neuen Synagoge sowie des jüdischen Friedhofs. Im Anschluss daran begrüßen die Klassen 10a und 10b zu ihrer Ausstellung und Präsentation von selbstgeschriebenen Tagebüchern fiktiver Personen aus der NS-Zeit im Mehrzweckraum der Realschule plus, Obermarkstraße 56. Ein Mensch ist vergessen, wenn sein Name vergessen ist. (Talmud).
