Allgemeine Berichte | 29.11.2017

Grundschulkinder experimentieren am Städtischen Gymnasium zum Thema „Feuer frei!“

Gefährliches Feuer in Kinderhänden

zdi-Projekttage der Rheinbacher Bildungseinrichtungen

Die Kinder beim Aufbau und Benutzung des Bunsenbrenners.

Rheinbach. Wie funktioniert ein Bunsenbrenner, aus dem so tolle Flammen aufsteigen? Wie entsteht der todbringende Blitz und wie kann ich mich schützen? Welches heiße Metall entflammt als erstes mein Streichholz? Diesen und vielen anderen wichtigen Fragen gingen Schüler der Gemeinschaftsgrundschule Sürster Weg gemeinsam mit den sie betreuenden Schülern der Klassen 9a und 9e des Städtischen Gymnasiums im Chemie- und Physikraum nach. Max (9a) hat gerade gemeinsam mit vier Kindern den Aufbau und die Benutzung des Bunsenbrenners untersucht. Er dreht an einer Schraube und die Farbe der Flamme ändert sich. Leonie (4. Klasse) strahlt: „Bei der leuchtenden Flamme ist die Luftzufuhr geschlossen.“ Kurz darauf beobachtet ihre Mitschülerin Laura: „Nun ist die Flamme blau, weil Max wieder an der Schraube gedreht hat.“ „Und nun ist die Luftzufuhr offen“, erklärt ihr Leonie. Kurz darauf steht die kleine Gruppe bei Chemielehrerin Anke Holler, die den Schülern Kohlenstoffdioxid (CO2), ein farbloses Gas, in einen Erlenmeyerkolben füllt. Zum Transport verschließt Balian (Klasse 4) den Kolben schnell mit einem Stopfen. Zurück am Experimentiertisch lässt der kleine Junge den unsichtbaren Inhalt in ein Becherglas mit einem brennenden Teelicht fließen. „Oh, wie schade“, bedauert Laura fast gleichzeitig, „die Flamme ist aus.“ Ihr Lehrer Max erklärt ihnen, dass CO2 schwerer als der Sauerstoff in der Luft ist und dieser dadurch aus dem Becher entweicht, weshalb die Flamme erstickt. Fleißig tragen die Kinder ihre Untersuchungsergebnisse auf den bunten Arbeitsblättern des von Chemielehrerin Maika Königs eigens zu dem Thema „Feuer“ entwickelten Stationenlernens ein.

Perspektive Physik

Unter Anleitung der Physiklehrerin Silke Arens untersuchen im Nachbarraum die Jüngsten verschiedene Ursachen des Feuers aus der Perspektive der Physik. Hochkonzentriert bohrt Hannah (4. Klasse) mit einem Bosch-Bohrer einen Holzstab in eine darunterliegende Holzplatte und ist stolz, als die Platte braun wird und sie ein Feuer durch Reibung entfacht hat. Am Nachbartisch beobachten gleichzeitig drei Augenpaare gebannt drei Streichhölzer, welche auf unterschiedlichen Metallplatten liegen, die wiederum gerade von der Flamme eines Bunsenbrenners stark erhitzt werden. „Meins hat gewonnen“, ruft Luca (4. Klasse) begeistert, „es brennt.“ „Dein Streichholz hat auf dem Kupfermetall gelegen“, erklärt Bastian (9e) den Kindern, „das leitet die Hitze der Flamme am besten weiter und daher entflammt das Streichholz als erstes.“ Die Initiative „Zukunft durch Innovation“, kurz zdi, des Wissenschaftsministeriums will junge Schüler für die sogenannten MINT-Fächer Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik gewinnen.

Dass dies am zdi-Projekttag am Städtischen Gymnasium Rheinbach gelungen ist, beweist Lilly: „Ich komme morgen wieder“, erklärte sie Frau Arens.

Die Kinder beim Aufbau und Benutzung des Bunsenbrenners.

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  • Roman Bermel: Hallo Julia. Du hast vollkommen recht. Ich habe lange bei euch gearbeitet und bin auch heute noch in der Grundschule unterstützend tätig. Ich kann nicht feststellen, dass weniger Unterstützung notwendig ist, eher das Gegenteil ist der Fall.
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Ralf Schweiss
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