Allgemeine Berichte | 06.08.2019, 20:00 Uhr

Die Sinziger Feuerwehr erkundete die Lage im Stadtwald

Gefahr von Vegetationsbränden

Zuwegungen und Rettungspunkte wurden unter die Lupe genommen

Anhand von Kartenmaterial nahmen die Führungskräfte der Sinziger Feuerwehren den Stadtwald in Augenschein. Foto: privat
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Sinzig. Aufgrund der starken Trockenheit des Sommers ist die Gefahr von Vegetationsbränden zur Zeit sehr hoch. Besonders beim Entfachen von Grillfeuern in der Nähe von Waldgebieten ist erhöhte Vorsicht geboten. Funken können leicht über mehrere hundert Meter weit getragen werden und Brände in angrenzenden Bereichen entfachen.

Führungskräfte der Sinziger Feuerwehren haben daher zusammen mit Förster Stephan Braun die Zuwegungen im Sinziger Stadtwald anhand von Kartenmaterial unter die Lupe genommen. Stephan Braun erläuterte den Kräften der Feuerwehr vor Ort Schwerpunkte hinsichtlich der Waldwege, die im möglichen Einsatzfall befahren werden können, und wo die Grenzen für die schweren Einsatzfahrzeuge sind.

Einsatzszenarien können nicht nur Waldbrände sein, sondern insbesondere Hilfeersuchen von verunglückten Personen wie Wanderer oder Radfahrer im Wald. Hier wurden die Rettungspunkte ebenfalls angefahren und entsprechende Maßnahmen erläutert, um bestmöglich vorbereitet zu sein.

Für Förster Stephan Braun ist die Einsatzbereitschaft der Sinziger Feuerwehren für den Stadtwald ein großes Anliegen, und er freut sich daher über die gute kollegiale Zusammenarbeit mit den Brandschützern.

Verhaltensregeln bei Waldbrandgefahr

An dieser Stelle bittet die Feuerwehr nochmals um Beachtung folgender Verhaltensregeln:

Grillen in der Natur ist nur an den dafür vorgesehenen Grillstellen erlaubt. Bei der Benutzung der Grillstelle ist darauf zu achten, dass das Feuer vor Verlassen der Grillstelle vollständig erloschen ist. In Waldgebieten sollte grundsätzlich nicht gegrillt werden.

Die Zufahrten zu Wäldern sind freizuhalten, denn sie sind wichtige Rettungswege. Parken Sie nicht in Wegeinfahrten oder vor Schranken. Der Einsatz von Feuerwehrfahrzeugen könnte behindert werden.

Heiße Auspuffrohre und Katalysatoren können trockenes Gras entzünden. Stellen Sie Fahrzeuge grundsätzlich nur auf ausgewiesenen Parkplätzen ab.

Es sind keine Abfälle in der Natur abzuladen, bereits kleine Glasscheiben und Flaschensplitter können durch ihren „Brennglaseffekt“ Waldbrände auslösen. Es sind keine brennenden Zigaretten aus dem Autofenster zu werfen.

Es ist auf aufziehende Gewitter zu achten, bei einem Unwetter ist Schutz in einem festen Gebäude oder geschlossenem Kraftfahrzeug zu suchen. Bei einem Gewitter sind einzeln stehende Bäume, Masten, Metallzäune oder sonstige Metallkonstruktionen zu meiden.

Immer die Feuerwehr benachrichtigen

Beginnende Waldbrände lassen sich häufig durch beherztes Eingreifen im Anfangsstadium löschen.

Trotzdem: Vorrang hat die Benachrichtigung von Feuerwehr und Polizei. Wer Brandgeruch wahrnimmt, einen Waldbrand entdeckt oder Unfälle bemerkt, sollte sofort die Feuerwehr über den Notruf 112 oder die Polizei über den Notruf 110 verständigen.

Wenn möglich, bei der Abgabe des Notrufes die Nummer des nahegelegenen Rettungspunktes durchgeben.

Dadurch können die Einsatzkräfte wesentlich schneller an der Einsatzstelle eintreffen.

Die Sinziger Feuerwehren werden in den kommenden Wochen den Stadtwald im Rahmen von Übungsfahrten befahren. Die Bevölkerung wird um Verständnis gebeten.

Pressemitteilung der

Feuerwehren des

Stadtgebietes Sinzig

Anhand von Kartenmaterial nahmen die Führungskräfte der Sinziger Feuerwehren den Stadtwald in Augenschein. Foto: privat

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