Allgemeine Berichte | 27.12.2016

Bendorfer Gymnasium

Gegen das Vergessen unbesungener Helden

Emilie und Oskar Schindler – Schüler treffen Zeitzeugin der zweiten Generation

Die argentinische Journalistin und Autorin Prof. Erika Rosenberg hatte die „unbesungene Heldin“ Emilie Schindler noch kennengelernt. Privat

Bendorf. Die argentinische Journalistin und Autorin Prof. Erika Rosenberg besuchte den Geschichtsunterricht der vier zehnten Klassen des Bendorfer Wilhelm-Remy-Gymnasiums und berichtete den Schülerinnen und Schülern von Emilie und Oskar Schindler. Diese retteten durch ihr mutiges Handeln 1200 jüdische Arbeiter ihrer Fabrik vor den Gaskammern des Vernichtungslagers Auschwitz. Allerdings blieb ihr Wirken nach dem Krieg zunächst ohne offizielle Anerkennung. Eine breitere Öffentlichkeit wurde erst durch Steven Spielbergs Film „Schindlers Liste“ aus dem Jahre 1993 auf die Heldentat der Schindlers aufmerksam, wobei gerade der Anteil Emilie Schindlers durch den Film nur unzureichend dargestellt wird.

Frau Prof. Rosenberg, Tochter jüdischer Eltern, die 1936 aus Deutschland nach Südamerika emigrierten, traf bei Recherchen zu ihrer eigenen Lebensgeschichte im Jahre 1990 auf die damals 83-jährige Emilie Schindler. In den Jahren bis zu ihrem Tod 2001 begleitete sie sie und verfasste mehrere Biografien zu Emilie und Oskar Schindler.

Der persönliche Einblick einer Freundin auf das nicht beachtete Werk der Emilie Schindler bewegte die Schülerinnen und Schüler spürbar und ließ sie immer wieder Fragen stellen, die Frau Prof. Rosenberg sehr offen und kompetent beantworten konnte.

Die Rednerin verband ihren Vortrag mit der Aufforderung an die Schülerinnen und Schüler, gerade in der heutigen Zeit Zivilcourage und Mut zu zeigen, einem Anliegen, dem sich das Wilhelm-Remy-Gymnasium als „Schule gegen Rassismus – Schule mit Courage“ besonders verpflichtet fühlt.

Die argentinische Journalistin und Autorin Prof. Erika Rosenberg hatte die „unbesungene Heldin“ Emilie Schindler noch kennengelernt. Foto: Privat

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