Allgemeine Berichte | 13.05.2026

Leserbrief zu "Die alte Ockenfelser Linde soll fallen" in BLICK Aktuell Ausgabe 19/26

Gegendarstellung zur Situation der Linde in Ockenfels

Die Darstellung im Leserbrief "Die alte Ockenfelser Linde soll fallen" in BLICK Aktuell Ausgabe 19/26 ist weitgehend unrichtig und insbesondere einseitig, sprich unvollständig. Vielmehr eine Aneinanderreihung von falschen Behauptungen und Unterstellungen. Fazit: Der Schreiber hat sich offenbar mit der heutigen Situation in keinster Weise auseinandergesetzt.

Zur aktuellen Situation rund um den Baum: Durch die Baumwurzeln wird das Gehwegpflaster zunehmend angehoben. Dadurch besteht Sturzgefahr nicht nur für Kinder mit Rollern etc., sondern auch starke Beeinträchtigungen für Erwachsene, zumal mit Kinderwagen, erst recht für Rollstuhlfahrer – an die Menschen, die Betroffenen, denkt der Schreiber offenbar nicht, er hat ja eine Baumfirma. An die seit vielen Jahren und zu jeder Jahreszeit herunterfallenden Äste von bis zu drei Metern Länge mit armdicker Holzabsplitterung (Fotos liegen vor) auch nicht. Ein Zufall, dass bisher wohl noch kein Passant, Anwohner oder Anlieferer ernsthaft zu Schaden kam. (Allerdings gab es aber immer wieder Eigentumsbeschädigungen.)

Von weiteren Verkehrsgefährdungen ist ebenfalls nirgends die Rede: Durch die Wurzeln angehoben wurde nämlich auch der Straßenbelag und insbesondere die Abflußrinne „Rinnstein“. Dort staut sich das Regen-wasser (inklusive Verschmutzungen) auf, weil es seit - längerer Zeit und zunehmend – nicht zu den nächstgelegenen Gullys abfließen kann. Besonders bei den heute immer häufigeren starken Regenfällen überschwemmt es komplett den Gehsteig. Wenn danach Frost eintritt, führt es zu einer gefährlich eisigen Rutschpartie für Menschen, vor allem in der Dunkelheit. Nicht akzeptabel/ zumutbar ist in diesem Zusammenhang, dass ein Teil des Straßenrinnen-abwassers auf das angrenzende private Grundstück läuft, mit eigens angebrachter Ablaufrinne vor dem Eingangsbereich und wie die Wurzeln ständig zu Verstopfungen im Rohrsystem führt.

Diese Fakten und vieles andere hat im Gemeinderat zu der Mehrheitsentscheidung geführt, den Baum fällen, bzw. die Wurzeln ausfräsen zu lassen.

Gewiss relevant für die Bürger des Ortes: Etwa 2.000 Euro zahlt die Gemeinde jährlich (laut Aussage des Gemeindevorstandes) für die Pflege des Baumes - aus Steuergeldern, macht mindestens 20.000 Euro in zehn Jahren. Laut Zeugenaussagen hat die beauftragte Firma im vergangenen Jahr nur sehr kurze Zeit an einer (!) von vier Seiten des Baumes eher kosmetische Arbeiten vorgenommen. Kaum sind die Arbeiter weg gewesen, kam ein rund zwei Meter langer Totholzprügel genau dort herunter und fiel auf den Gehsteig (Foto liegt vor). Von einem Gemeindemitglied beaufsichtigt bzw. überprüft wurden die Arbeiten soweit bekannt nicht. Nur nebenbei: Wegen des „beherzten Eingreifens eines Ockenfelser Bürgers“ (Zitat) dürften auf die Einwohner weitere Kosten finanziert über ihre Steuerabgaben zukommen – ja, toll, verursacht „durch einen einzelnen(!) Bürger“ (Zitat).

Der Schreiber hätte sich besser nicht mit alten Märchen (wie der „Historie des Baumes auf einer Wiese“) beschäftigen sollen, sondern mit der aktuellen Situation, den gefährlichen Folgen und verursachten Schäden sowie den vielfältigen Kosten heute – nicht zuletzt auch auf dem Dach des direkten Anliegers.

Der Baum steht nun halt nicht auf einem größeren Dorfplatz oder Marktplatz, dort, wo es nach Aussage der Mitarbeiter der Verbandsgemeinde gegebenenfalls Sinn macht, wie etwa in Linz oder Ockenfels, sondern auf einer engen Anliegerstraße.

Zuletzt noch eine Anmerkung: Bereits der Vorbesitzer des Grundstücks/Hauses hat vor rund zwei Jahrzehnten bei der Verbandsgemeinde vorgesprochen und um eine Lösung des Problems gebeten. Dinge, die im Leserbrief ebenfalls völlig falsch dargestellt werden.

Zur Wahrheit gehört auch: Die „Beseitigung des Baumes“ hätten wir beantragt, ist eine falsche und bösartige Unterstellung.

Familie Reuss, Ockenfels

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