Yvonne Treis referierte über die liebenswerten Eigenheiten des heimischen Dialektes
Geheimnisse des „Plääder Platt“ gelüftet
Plaidt. Zu einem besonderen mehrsprachigem Abend lud der Plaidter Geschichtsverein ins Foyer der Hummerichhalle ein. Die Sprachwissenschaftlerin und Mundart Kolumnistin Yvonne Treis begeisterte rund 20 Zuhörer mit Texten zu „oasem Platt“ und zum regionalen „Huudeetsch“ aus ihren Büchern „Ein Kaffee zum Mitholen, bitte“ und „Majusebetter! – Noch mehr Moselfränkisch zum Mitholen“. Die in Paris lebende Autorin aus St. Adelgund an der Mosel gestand, dass sie erstmalig so weit im Norden der Region unterwegs sei. Deshalb war es ihr ein Anliegen die Zuhörer darüber aufzuklären, dass auch das „Plääder Platt“ nicht, wie oft vermutet, vom „Kölsche“ abgeleitet sei, sondern zum moselfränkischen Dialekt zähle. Zur Einstimmung las Yvonne Treis zunächst aus ihrem Erstlingswerk „Ein Kaffee zum Mitholen“. Mit der Verwendung des Verbs „holen“ stellt schon der Buchtitel eine dieser liebenswerten Besonderheiten des Moselfränkischen in den Vordergrund. „Denn während es im Deutschen mit „holen“ und „nehmen“ zwei Verben braucht, genügt dem Moselfranken eines. „In der Region um Eifel, Mosel und Hunsrück wird eben nicht genommen“, sondern geholt“, erklärt die Autorin. Ebenso wie in ihrem Erstlingswerk sind die Texte in ihrem aktuellen Werk „Majusebetter!“ nicht in Platt, sondern auf Hochdeutsch geschrieben. Auf kurzweilige und amüsante Weise führt die promovierte Sprachwissenschaftlerin in die verblüffenden Geheimnisse des moselfränkischen Dialektes ein. So löste sie beispielsweise das Rätsel um die Herkunft des „Stubbi“ auf. Ebenso wurden die Fragen beleuchtet, warum manches an der Mosel ganz schön hässlich, anderes in der Eifel aber grauenhaft schön ist. Das Wort des gleichnamigen Buchtitels „Majusebetter!“, „dessen Herkunft bis heute nicht zweifelsfrei nachgewiesen werden konnte“, so Treis, komme in der Region in vielfältiger Weise vor. Es unterscheide sich in seiner Aussprache oft schon von Ortsgrenze zu Ortsgrenze, weiß die Mundart-Autorin, die nach ihrem Vortrag den Plaidter Zuhörern noch zahlreiche Fragen zur Mundart beantwortete. Beide Bücher sind im Buchhandel erhältlich. Mit individuellen Illustrationen von Schülerinnen und Schülern der Integrierten Gesamtschule Zell wurde der Unterhaltungswert der einzelnen Geschichten der Lektüren noch unterstrichen.
Frank Neupert, Vorsitzender des Plaidter Geschichtsvereins, begrüßte Yvonne Treis.
Sprachwissenschaftlerin Yvonne Treis führte die Zuhörer auf kurzweilige und amüsante Weise in die Geheimnisse des moselfränkischen Dialekts ein.
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