Allgemeine Berichte | 02.07.2018

Vier Tage buntes Treiben auf dem Höhrer Kirmesplatz

Geist der Höhrer Kirmes wieder erwacht

Neue Kirmesgesellschaft startete durch

Viel Spaß beim Autoscooter hatten Groß und Klein.Fotos: -MIH-

Höhr-Grenzhausen. Es war vor knapp zwei Jahren, als die langjährigen Freunde Max und Dustin bei einem Kinobesuch die zündende Idee hatten. Warum nicht ein paar Freunde mobilisieren und die Kirmes im Stadtteil Höhr der Kannenbäckerstadt, die seit einigen Jahren immer weniger Besucher verzeichnete, wieder aufleben lassen? Was aus einer fixen Idee des Moments geboren wurde, nahm im Laufe der Zeit konkrete Formen an. Und so wurde die Kirmesgesellschaft Höhr e. V. gegründet, bei der junge Menschen anpacken, um sich für den Erhalt einer langjährigen Tradition und für die Menschen der Stadt einzusetzen.

Großartige Unterstützung für den jungen Verein

Dabei freute sich der erste Vorsitzende der Kirmesgesellschaft Höhr e. V., Maximilian Stuch, dass der junge Verein für seine erste Kirmes auf die Unterstützung vieler helfender Hände von Freunden und der Sache verbundenen Vereinen bauen und zurückgreifen konnte, die den Einsatz und das Engagement der jungen Leute durch ihre Mitwirkung und Hilfestellung honorierten. Außerdem standen ihnen gerade bei der Planung dieser viertägigen Veranstaltung Menschen zur Seite, die ihre Erfahrung in der Organisation größerer Veranstaltungen einfließen ließen, wie beispielsweise Mitglieder des früheren Veranstalters der Kirmes, dem Kindergeburtstag e. V.

Engagement wird durch hohe Besucherzahlen honoriert

Im Vorfeld machten die Jungs und Mädels jede Menge Werbung in der lokalen Presse und den sozialen Netzwerken. In den Geschäften lag das Kirmesheft aus und erreichte somit die Menschen der Stadt. Und dann war es endlich soweit. Das Kirmeswochenende stand vor der Tür. Gutes Wetter war bestellt. Für die Veranstalter stellte sich die alles entscheidende Frage: Wird die Kirmes von den Menschen der Stadt angenommen? Voll motiviert und dennoch mit bangendem Herzen ging es am Freitagabend zum Alexanderplatz, um dort den Kirmesbaum zu stellen. Danach begab man sich ins Festzelt auf dem Kirmesplatz, um dort eine Party zu Klängen der 80er und 90er zu feiern. Bereits an diesem ersten Abend fanden sich viele Besucher ein. Die Arbeit und das hohe Engagement hatten sich gelohnt und die Rechnung ging auf.

Von Reim bis Rammstein

Am Samstagabend gab es dann Live-Musik mit „Lift off“, die den zahlreich erschienen Besuchern mit ihren Rock- und Pop-Songs von Mathias Reim bis Rammstein sowie ihrem Repertoire aus den aktuellen Charts, schier unermüdlich einheizte und die Stimmung dauerhaft auf einem fantastisch hohen Gute-Laune-Level hielt. Der Platz vor dem Festzelt war gefüllt und jeder genoss den herrlichen Sommerabend.

Die Menschen feierten, sangen, tanzten und lachten. Es war einfach nur megamäßig schön.

Zurecht stolz auf die positive Resonanz

„Heute am Samstag ist die Kirmes sehr gut besucht. Damit haben wir ehrlich gesagt gar nicht gerechnet. Auch gestern Abend war ich sehr überrascht darüber, wie viele Menschen schon am ersten Tag hier auf der Kirmes waren, vor allem nach der langen Zeit, wo die Kirmes mal wieder hier auf dem Kirmesplatz stattfindet. Wir sind bisher sehr zufrieden.“, erklärte Maximilian Stuch am Samstagabend. Zurecht klangen Begeisterung und Stolz aus seinen Worten.

Neu in diesem Jahr, so Maximilian Stuch, war, dass es ein 200 Quadratmeter großes Festzelt auf dem Kirmesplatz gab. Damit wolle man die Menschen wieder an einem zentralen Punkt zusammenführen. Die Cocktail-Favoriten von Max waren an diesem Wochenende der leckere Caipirinha mit viel dem Wetter entsprechend kühlendem Eis sowie der Sex on the Beach, der Sommercocktail, mit dem man so richtig in Urlaubsstimmung und Feierlaune geriet.

Geniales Comeback der Höhrer Kirmes

Die positive Resonanz und Dankbarkeit der Bevölkerung über das Comeback „ihrer“ Kirmes spiegelten sich auch am Sonntag und Montag in den Besucherzahlen wieder.

Obwohl die neue Kirmesgesellschaft eine sehr junge Truppe von Initiatoren ist, zog es viele alt bekannte Gesichter und Höhr-Grenzhäuser Kirmes-Urgesteine an diesem Wochenende auf den Kirmesplatz nach Höhr.

Gemischt und im generationsübergreifenden harmonischen Einklang mit vielen jungen Kirmesbegeisterten wurde an vier Tagen ein fantastisches Revival der Kirmes gefeiert, deren gut durchgedachtes sowie abwechslungsreiches Programm sich sehen lassen konnte und Jung wie Alt ansprach. Dabei zeigte sich eines sehr deutlich: Die Höhrer sind bereit für die Next Generation. Dabei können aber auch noch Unterstützung gebrauchen.

„Mit Blick in die Zukunft ist es unser Wunsch, dass sich uns im Laufe der nächsten Jahre noch mehr gleichgesinnte Menschen anschließen, damit wir diese tolle Tradition weiterführen und den Menschen unserer Stadt Spaß bereiten können. Je mehr Leute, desto besser.“, wünscht sich der erste Vorsitzende des Vereins.

Die Frage „Was wünschst du dir für die diesjährige Höhrer Kirmes, für euer Wochenende?“, beantwortete Maximilian Stuch Samstagabend so: „Ich wünsche mir, dass die Leute das alles begeistert aufnehmen, dass es für uns ein Erfolg wird und dass wir mit einem guten Gefühl im nächsten Jahr die Kirmes angehen können und vor allem, dass im nächsten Jahr genauso viele Leute kommen wie in diesem.“

Liebe zur Tradition gibt Kraft

Der Erfolg des Wochenendes zeigte einmal mehr, wozu junge Menschen voll Tatendrang und Optimismus fähig sind und was es heißt, zum richtigen Zeitpunkt einfach die perfekte Idee zu haben. Mit guten Freunden begeistert für eine Sache zu stehen, viel Arbeit auf sich zu nehmen und im Gegenzug viel Freizeit für einen guten Zweck zu opfern – das ist es, was die Mitglieder der Kirmesgesellschaft Höhr e. V. in den letzten Monaten auf sich genommen haben.

Diesen Antrieb gilt es in den nächsten Jahren zu fördern und zu unterstützen, damit die Höhrer Kirmes wieder zu einer Institution und einem festen Termin im Veranstaltungskalender der Stadt wird. Das, was sich am vergangenen Wochenende auf dem Kirmesplatz abgespielt hat, war schlicht und ergreifend genial und ein Zeugnis dafür, dass die Liebe zur Tradition Ansporn ist und Kraft gibt, einen Teil zur Geselligkeit des Stadtlebens und zum sozialen Miteinander beizutragen.

Besser geht’s nicht

Der Enthusiasmus und das innere Feuer waren als treibende Kraft an diesen Tagen bei allen Helfern deutlich spürbar. Ebenso, dass die Verbundenheit und das Zusammengehörigkeitsgefühl den jungen Veranstaltern Kraft und Stärke gaben. Alle, die dies ebenso sehen, seien an dieser Stelle eingeladen, dies gegenüber den Kirmes-Initiatoren kund zu tun. Denn so, wie des Narren Lohn einzig der Applaus ist, ist es an dieser Stelle das geäußerte Lob und die Anerkennung, welches in den nächsten Jahren immer wieder dazu beitragen kann, dass Höhr noch viele schönes Kirmeswochenenden wie dieses erleben darf.

Viel Spaß beim Autoscooter hatten Groß und Klein.Fotos: -MIH-
Stadtbürgermeister Michael Thiesen eröffnet die Kirmes mit dem Fassanstich im Festzelt. Foto: Privat

Stadtbürgermeister Michael Thiesen eröffnet die Kirmes mit dem Fassanstich im Festzelt. Foto: Privat

Mit Begeisterung und viel Elan bei der Sache: Die Jungs und Mädels der KG Höhr e. V.

Mit Begeisterung und viel Elan bei der Sache: Die Jungs und Mädels der KG Höhr e. V.

Die erste Kirmes der neuen Kirmesgesellschaft Höhr e. V. erfreute sich großer Besucherzahlen.

Die erste Kirmes der neuen Kirmesgesellschaft Höhr e. V. erfreute sich großer Besucherzahlen.

Geist der Höhrer Kirmes wieder erwacht

Viel Spaß beim Autoscooter hatten Groß und Klein. Fotos: -MIH-

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