Abendmusik in der Pfarrkirche St. Marien in Bad Breisig
Geistlicher Chorgesang erfüllte das barocke Gotteshaus
Bad Breisig. Wie an jedem letzten Mittwoch im Monat hatte auch im April die Pfarrei St. Maria Himmelfahrt wieder zu einer „Abendmusik“ in ihrer Barockkirche eingeladen. Diesmal war es ein geistliches Konzert zur Osterzeit mit den vereinigten Cäcilien-Chören der quellenstädtischen Marienkirche und der Sinziger Kirche St. Peter. Geleitet wurde der imposante, fast 60-köpfige Chor von Carmen Scheuren. Deren Ehemann Sven Scheuren begleitete die Chorgemeinschaft auf dem Piano. Gemeindereferentin Christel Fassian-Müller trug poetische Zwischentexte zum Mysterium der Auferstehung Christi bei.
Das musikalische Programm begann mit „Regina Caeli“ von Ignaz Reimann, gefolgt von „Breit‘ um uns deinen Mantel“ von Cordula Fladung. Georg Friedrich Händel war vertreten mit dem melodischen „Ave Maria“, ein zur Anbetung der Maienkönigin Maria passender Text auf eine der bekanntesten Opernarien des Barock-Komponisten. Carmen Scheuren übernahm den solistischen Part darin. Ebenfalls der Verehrung der Gottesmutter dient der Chor „Gegrüßet seist du, Maria“ im Satz von Josef Butz. Den ersten Teil des Konzerts beschloss der Chor mit „Plovi Plovi“, einem geistlichen Volkslied aus Dalmatien.
Ein zweiter Abschnitt des Konzerts war drei gregorianischen Gesängen gewidmet: „Regina Caeli“, „Adeamus“ und „Recordare“, allesamt im Solo vorgetragen von Carmen Scheuren und moderiert von Christel Fassian-Müller. Sie formulierte auf ihre poetische Art Gedanken: „Wie es ist – wie und was ist Auferstehung?“ und „Weil Auferstehung anders ist, als Menschen sich denken können.“
Im dritten Teil des etwa einstündigen Konzerts sang der Chor das große „Gloria“ aus der „C-Dur-Messe“ von Anton Bruckner. Die Vortragsfolge ging weiter mit der „Ostermotette“ von Franz Seul und dem prächtigen Jubelgesang „Jubilate Deo“ von Wolfgang Amadeus Mozart. Der fröhlichen Stimmung des Auferstehungsfestes entsprach der Schlusschor des Konzerts „Klänge der Freude“ des Engländers Edward Elgar. Noch einmal sprach Christel Fassian-Müller besinnliche Gedanken unter dem Titel „Halleluja“, und dann konnte das gemeinsam gesungene Schlusslied die „Abendmusik“ beenden.
Die nächste Auflage folgt am Mittwoch, 31. Mai. Dann gibt es etwas ganz Besonderes: Fünf klassische Instrumentalisten des „Rheinischen Bläserquintetts“ spielen zusammen mit dem Konzertorganisten Sven Scheuren Barockmusik vom Feinsten. Man sollte sich den Termin vormerken. FA
