Allgemeine Berichte | 25.05.2016

Forstamt Adenau informiert zur Fichtenblüte

„Gelbe Wolken“ über der Ahreifel

Starke Baumblüte sorgt bis mindestens Ende Mai für Staub

Weiblicher Fichtenzapfen, der auf die Bestäubung durch gelbe, männliche Blütenpollen wartet. Thomas Boehl

Adenau. Eine eindrucksvolle Blüte von Fichten und anderen Bäumen sorgt derzeit in der Ahreifel für so viel gelben Staub, dass die Luft mancherorts regelrecht von gelben Wolken getrübt zu sein scheint. Nach dem Regen sorgt der Blütenstaub dann für lästige Gelbfärbungen und gelbe Ränder auf Fensterbänken, Gartenmöbeln oder Autodächern. Dietmar Ebi, Leiter des Forstreviers Adenau erklärt: „Die Fichtenblüte ist in unserer Region im Augenblick extrem stark. Ich habe den Eindruck, die Menge der Fichtenpollen liegt in den letzten Jahren höher als im langjährigen Schnitt.“ Wenn eine Fichte das Alter von etwa 40 Jahren erreicht hat, blüht sie zum ersten Mal. Ab dann blüht sie zwischen April/Mai und Juni in der Regel alle vier bis sieben Jahre. Wenn alle Fichten gleichzeitig Samenzapfen ausbilden, spricht man von einer „Vollmast“. Zum Teil brechen dann die Kronen der Bäume, wenn die Last der Zapfen zu schwer wird. Die „Vollmast“ strapaziere die Bäume zwar, sei aber ansonsten kein größeres Problem, sagte Förster Dietmar Ebi. Die meisten Baumarten hätten bestimmte Mastjahre.Das sei kein außergewöhnlicher Vorgang. Mehr Sorgen machen ihm die Borkenkäfer. Wenn der Sommer jetzt sehr warm und trocken werde, könnte dies zu einem stärkeren Borkenkäfer-Befall führen, befürchtet Dietmar Ebi. Fichten tragen neben den männlichen Blüten auch weibliche Zapfen. Diese saftig rötlich-grünen Zäpfchen sind das Ziel der mit dem Wind fliegenden winzigen männlichen gelben Pollen. Die kleinen Zäpfchen benötigen ein ganzes Jahr, um zur Samenreife zu gelangen, dabei wandeln sie sich allmählich in die bekannten braunen, nach unten hängenden, trockenen und holzigen Zapfen. Erst nach dem nächsten Winter öffnen sich die Zapfen und die Samen fallen heraus. Danach fallen die Zapfen ab.

Allergiker haben nichts zu befürchten

Der gelbe Blütenstaub von Fichte und Co. macht in erster Linie viel Arbeit, aber kaum Allergieprobleme, denn nur fünf Prozent der Allergiker sind auf Nadelhölzer allergisch. So ganz schnell wird die üppige Fichtenblüte nicht vorbei sein. Sie hat jetzt in den Tallagen begonnen und wandert nun weiter hinauf und wird mindestens bis Ende Mai dauern.

Pressemitteilung

Forstamt Adenau

Weiblicher Fichtenzapfen, der auf die Bestäubung durch gelbe, männliche Blütenpollen wartet. Foto: Thomas Boehl

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