Allgemeine Berichte | 16.06.2023

Neue Ausstellung in der Galerie H1 Höhr-Grenzhausen

Gelungene Vernissage am Vorabend des Keramikmarkts

Andreu Ginestet im Gespräch mit Kunstinteressierten. Copyright: Thomas Röttcher

Höhr-Grenzhausen. Rund 70 Kunstinteressierte hatten sich zur Eröffnung der neuen Ausstellung „Ich. Krieg. Frieden.“ in der Galerie H1 eingefunden. Zur Begrüßung wurden Sekt und Saft gereicht, die drei ausstellenden Künstler - Andreu Ginestet, Frank N und Björn Gschwendtner - waren anwesend. In ihrer 20-minütigen Laudatio wies die Bonner Kunsthistorikern Daniela Narjes auf die Bedeutsamkeit künstlerischen Wirkens für den Frieden hin und erinnerte an die große Antikriegsbewegung der 80er-Jahre. Seinerzeit machte sich auch die Kunstszene für den Frieden stark. „1981 gründeten die Schauspielerin Eva Mattes und andere die Initiative ,Künstler für den Frieden‘, welche die damalige Friedensbewegung unterstützte“, so die Laudatorin. „,Abrüsten statt Nachrüsten‘ war das Motto, für ein angstfreies Miteinander der Völker und Nationen.“ Sie regte an darüber nachzudenken, was jeder einzelne heute für den Frieden tun kann.

Auf unterhaltsame Weise führte Narjes dann durch die Biografien der drei Künstler und hob deren individuellen Beitrag für den Frieden heraus. Exemplarisch stellte sie einige Ausstellungsstücke vor, wie etwa die Friedensengel Ginestets. So erfuhr man im Laufe des Abends auch, dass dessen Plastiken und Fotografien von Kunsthändlern gerne zusammen mit Werken Picassos, Nevelsons und Katz‘ verkauft werden.

Eine der Zeichnungen Gschwendtners dürfte für Hip-Hop-Fans von besonderem Interesse sein. Sie zeigt u. a. die Rap-Ikone Tupac Shakur und wurde zum Cover einer Buchneuerscheinung über die afroamerikanische Bürgerrechts- und Freiheitsbewegung der 1960er bis 1990er. Die Originalzeichnung wird von der Galerie versteigert, Gebote können schriftlich oder persönlich eingereicht werden. Ein Teil des Endbetrags wird einem guten Zweck zugeführt.

Den „Soundtrack“ für den Eröffnungsabend lieferte der Liverpooler Gitarrist und Sänger Guy Dawson, der zahlreiche Friedenslieder intonierte.

Die Ausstellung ist noch bis Dezember zu sehen. Geöffnet ist die Galerie immer donnerstags von 19 bis 22 Uhr. Besichtigungen sind aber außerhalb dieser Zeit auf Nachfrage möglich.

Kontakt: Galerie H1 - Buch & Kunst, Hermann-Geisen-Str. 1, 56203 Höhr-Grenzhausen Tel. 02624-9159087, info@ha-eins.de, www.ha-eins.de.

Friedensengel.  Copyright: Dirk Witthuhn

Friedensengel. Copyright: Dirk Witthuhn

Andreu Ginestet im Gespräch mit Kunstinteressierten. Copyright: Thomas Röttcher

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