Allgemeine Berichte | 03.09.2019

Fernfahrer amüsierten sich in Dierdorf beim großen „Familientreffen“

Gelungenes Treffen der „dicken“ Brummi-PS-Boliden

Band „Daylight“ unterhält mit zünftiger Countrymusik für die Kapitäne der Landstraße

Der Dierdorfer Unternehmer Michael Jungbluth (2.v.l.) und sein Team sind gute Gastgeber für die Truckerfahrer, von denen immer mehr das Fest in Dierdorf schätzen. Fotos: KER

Dierdorf. Soviele PS auf einmal hat Dierdorf noch nie gesehen: Am Wochenende trafen sich die Trucker auf dem Parkplatz am Schlossweihergelände. Die Dierdorfer Spedition Jungbluth und befreundete Unternehmen hatten die Großveranstaltung zum zweiten Mal organisiert. Und noch einmal deutlich mehr Brummifahrer als bei der Premiere 2018 hatten ihre 40-Tonner über die B413 zum Treffpunkt gelenkt.

58 PS-Boliden standen Reih in Glied auf dem schön vorbereiteten Schwimmbadparkplatz. Die „Kleinsten“ hatten 450 Pferdestärken unter der Haube, 730 Vierbeiner zogen das stärkste Fahrzeug nach Dierdorf. Obst und Gemüse fährt dieser Transporter. „Das ist unheimlich schwer“, erklärt Firmenchef Michael Jungbluth. Deshalb braucht man für solche Speditionen kräftige Fahrzeuge. Dieser und ein paar andere Lkw waren komplett mit ihrer Ladung nach Dierdorf gekommen. Ein anderer Transporter hatte Bananen geladen, der nächste 20 Tonnen gut gekühltes Schweinefleisch.

Überwiegend aus der näheren Umgebung kamen die Teilnehmer des 2. Dierdorfer Truckertreffens. Aus dem Westerwald und der Umgebung, aus Dierdorf und Marienhausen. Aber auch Kennzeichen aus Siegburg, Dillenburg und Oldenburg schmückten am Samstag und am Sonntag die Fahrzeuge auf dem Dierdorfer Parkplatz.

28 Anmeldungen mehr als im vergangenen Jahr hatten Michael Jungbluth und seine Helfer gezählt. Den Teilnehmern wurde ein bunter Abend mit leckerem Essen, Getränken und toller Musik der Band „Daylight“ geboten. Gespielt wurden übrigens, zum Ereignis passend, überwiegend Folk- und Countrysongs. Gegen 21 Uhr am Samstag wurde es dann allerdings einmal richtig laut am Schlossweihergelände, als nämlich die Trucker alle in ihren Fahrzeugen das gemeinsame Hupkonzert anstimmten. Das dauerte aber - zur Schonung der Dierdorfer Bevölkerung - nur zwei, drei kurze Minuten lang. Begleitet wurde das improvisierte Konzert von einem kleinen Feuerwerk, das ein Fahrer privat besteuerte, weil er den Arbeitgeber wechselt und zum letzten Mal an dem Treffen teilnehmen konnte.

Die Truckerveranstaltung in Dierdorf ist in Insiderkreisen äußerst beliebt. Innerhalb von drei Tagen waren die zur Verfügung stehenden Teilnehmerplätze ausgebucht, sagt Michael Jungbluth, der zugleich bedauert: „Wir mussten uns eine Obergrenze setzen, damit wir das organisatorisch mit unserer Mannschaft noch gehandelt bekommen.“

Gerade die überschaubare Größe dieses Treffens ist es, die es bei den Fahrern so beliebt macht. Im Gegensatz zu anderen Veranstaltungen mit 400 oder 500 Fahrzeugen sind die Wege hier kurz und man kann Kollegen treffen und sich stressfrei mit ihnen austauschen und unterhalten. Hier lernt jeder jeden kennen und man hat das Gefühl, Teil einer großen Familie zu sein.

Dieses Gefühl genießen mittlerweile auch viele Nicht-Trucker. Immer mehr Besucher aus Dierdorf und den umliegenden Ortschaften nehmen die Gelegenheit wahr, einmal im Jahr mit den „Königen der Landstraßen und Autobahnen“ zu feiern.

Wie ein Familientreffen: Die Lkw-Fahrer und ihre Angehörigen schätzen an der Dierdorfer Veranstaltung den familiären Charakter.

Wie ein Familientreffen: Die Lkw-Fahrer und ihre Angehörigen schätzen an der Dierdorfer Veranstaltung den familiären Charakter.

Vom Hubwagen aus hatte man einen schönen Überblick auf die ordentlich präsentierten „Brummis“ auf dem Dierdorfer Schwimmbadparkplatz.

Vom Hubwagen aus hatte man einen schönen Überblick auf die ordentlich präsentierten „Brummis“ auf dem Dierdorfer Schwimmbadparkplatz.

Ein Hingucker: Die Varus-Schlacht im Jahr 9 nach Christus im Teutoburger Wald hat sich dieser Trucker für 34.000 Euro auf seinen Wagen lackieren lassen.

Ein Hingucker: Die Varus-Schlacht im Jahr 9 nach Christus im Teutoburger Wald hat sich dieser Trucker für 34.000 Euro auf seinen Wagen lackieren lassen.

Die heimische Band „Daylight“ traf mit ihrer Country-Musik genau den Geschmack der Brummi-Fahrer und der Gäste des Treffens.

Die heimische Band „Daylight“ traf mit ihrer Country-Musik genau den Geschmack der Brummi-Fahrer und der Gäste des Treffens.

Der Dierdorfer Unternehmer Michael Jungbluth (2.v.l.) und sein Team sind gute Gastgeber für die Truckerfahrer, von denen immer mehr das Fest in Dierdorf schätzen. Fotos: KER

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Kommentare
03.09.201921:49 Uhr
Stefan Störmer

Der "kleinste" hatte nur 410 Pferdchen unter dem Sitz ??
Ausser es gab noch einen der weniger wie ich hatte ??
Und wir wollen hoffen dass es auch nächstes Jahr wieder ein solch gelungenes Treffen gibt.

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