„Musikalisches Abendlob“ des Kirchenchor „Cäcilia“ Kobern-Gondorf
Gemeinsam auf dem Weg durch die Corona-Pandemie
Kobern-Gondorf. Am 9. Oktober feierten die Sängerinnen und Sänger des Kirchenchors „Cäcilia“ Kobern-Gondorf gemeinsam mit ihren Angehörigen ein „Musikalisches Abendlob“ unter dem Thema „Gemeinsam auf dem Weg durch die Corona-Pandemie“. Mehrfach musste das Abendlob wegen der Pandemieeinschränkungen verschoben worden. Endlich, am Vorabend des Patronatsfestes der Pfarrgemeinde St. Lubentius Kobern, konnte es nunmehr unter musikalischer Leitung von Ralf Dötsch in der Kirche St. Johannes Ap. In Gondorf stattfinden.
Zu Beginn begrüßten die beiden Vorsitzenden Silvia Scharenberg (Kobern) und Ingrid Mandel (Gondorf) unseren Präses, Herrn Pastor Carsten Scher sowie die Sängerinnen und Sänger mit ihren Angehörigen.
Nach den Texten, Liedern und Lesungen sprach Pastor Scher das Segensgebet. Als Schlusslied hatte der Chorleiter das Lied „Geh unter der Gnade“ von Manfred Siebald im Satz von Klaus Heinzmann ausgesucht.
Nachdem der Schlussakkord verklungen war, konnten zunächst die Ehrungen des Jahres 2020 nachgeholt werden.
„Unser Chor kann mit Stolz auf ein beachtliches Alter von 315 Jahren blicken,“ so Silvia Scharenberg. „Was zeichnet einen Chor aus, der so viele Jahre, nein Jahrhunderte, auf dem Buckel hat? Da denke ich zunächst an engagierte Sängerinnen und Sänger, denn sonst würde man nicht von einem Chor sprechen können und natürlich an einen kreativen Chorleiter, dessen Aufgabe es ist, die Stimmen zu bändigen und einenKlangkörper daraus zu formen.
Aber außer den musikalischen Qualitäten hat ein Chor noch mehr zu bieten. Er ist ei-ne Gemeinschaft des sozialen Miteinanders, der seine Mitglieder über eine lange Zeitspanne hinweg verbindet und trägt. Für ein funktionierendes Ganzes braucht es daher ein Gerüst mit starken Säulen, die sich über ihr gesangliches Engagement hinaus für die Chorgemeinschaft einsetzen und für Kontinuität sorgen.
Keiner von uns hier weiß wie diese Säulen vor 315 Jahren ausgesehen haben, denn im Laufe der Zeit erneuert sich das Tragwerk immer wieder. Aber von dem Zeitraum, den wir alle überblicken können, möchten wir heute ein paar Säulen in den Fokus rücken. Viel Kleinarbeit läuft im Verborgenen ab und wird daher oft nicht wahrgenommen. Für all ihr Wirken bringen wir ihnen heute unsere besondere Wertschätzung zum Ausdruck.“
Die Jubilarinnen und der Jubilar des Jahres 2020 sind:
Walburga Seibel (75 Jahre), Rosemarie Nördershäuser (70 Jahre), Marita Schoor (60 Jahre) und Leo Freudenberg (40 Jahre). Sie erhielten die Dankschreiben des Bischofs bzw. des Generalvikars und die Urkunde des Cäcilienverbandes.
2021 waren die Jubilarinnen: Brigitte Brohl (50 Jahre) und Sinje Schmidt-Dötsch (40 Jahre).
Beide erhielten zunächst das Dankschreibens des Generalvikars bzw. die Urkunde des Cäcilienverbandes.
Chorleiter Ralf Dötsch kann in diesem Jahr sein 30-jähriges Chorleiterjubiläum feiern.
„Liebe Sinje, lieber Ralf, vielen herzlichen Dank für eurer beider Engagement und nicht selten für die schier endlose Geduld. Wir können nicht nur euch gratulieren für 40 Jahre Chormitgliedschaft bzw. 30 Jahre Dirigentschaft, sondern der Chor kann sich ebenfalls glücklich schätzen, euch als Dreamteam zu haben.
Ralf, die Cäcilienplakette hast du 2016 zum 25-jährigen Jubiläum bekommen, heute gibt es deinen Lieblingswein von deinem Lieblingswinzer und einen Beitrag für einen schönen Abend zu zweit.
Eines möchte ich noch erwähnen, Ralf, du hast mit 30 Dienstjahren deinen Vorgänger als Dirigent überholt. Hermann Rohowsky hat nach 29 Jahren die Chorleitung an dich weitergegeben“ so Silvia Scharenberg.
Damit war das Füllhorn der Ehrungen noch nicht geleert. Es folgte die Verleihung des „Cäcilientalers“ an Brigitte Brohl.
„Liebe Gitti, nach der Verleihung der Großen Cäcilienplakette im Jahr 2019 bist du zur Ehrenvorsitzenden ernannt worden, du warst 20 Jahre Vorsitzende und bist meine Vorgängerin im Amt. Heute dürfen wir dir zum 50-jährigen Chorjubiläum gratulieren und verleihen dir zum Dank für deine Treue zum Chor den Cäcilientaler.“
Ingrid Dickers, Hannelore Schmidt und Leo Freudenberg wurden mit der Verleihung der „Cäcilienplakette“ geehrt.
„Liebe Gitti, nach der Verleihung der Großen Cäcilienplakette im Jahr 2019 bist du zur Ehrenvorsitzenden ernannt worden, du warst 20 Jahre Vorsitzende und bist meine Vorgängerin im Amt. Heute dürfen wir dir zum 50-jährigen Chorjubiläum gratulieren und verleihen dir zum Dank für deine Treue zum Chor den Cäcilientaler.
Liebe Ingrid, du bist 48 Jahre, nämlich seit 1973 Sängerin im Chor, davon 46 Jahre im Vorstand tätig, zunächst als Beisitzerin und seit 1982 ununterbrochen als Kassiererin. Zahlen sind dein Ding und du bist immer da wo es etwas zu organisieren und anzupacken gibt. Und du bist unser Archiv to go, denn ich kenne niemand außer dir, der ein so großes Repertoire an Liedern im Kopf hat.
Liebe Hanne, du bist 45 Jahre Sängerin in unserem Chor, warst vorher bereits im Kirchenchor in Horhausen aktiv. 1982 wurdest du zur Chronistin in den Vorstand gewählt und hast dieses Amt seitdem inne. Darüber hinaus bist du unsere Reiseexpertin, wenn es um das Programm unserer Chorausflüge geht.
Zum Dank und als Zeichen unserer Anerkennung für euer beider langjähriges und kontinuierliches Wirken im Vorstand zum Wohl unseres Chores verleihen wir euch die Cäcilienplakette.
Und last but not least: Lieber Leo, du bist nicht nur seit 1980 Mitglied im Kirchenchor Cäcilia 1706 Kobern, sondern auch seit vielen Jahren in der Choralschola. Du wurdest 1982 zum stellvertretenden Vorsitzenden in den Vorstand gewählt und hast dieses Amt seitdem ununterbrochen inne. Aber zwei Sätze werden deinem Wirken und Schaffen für den Chor nicht gerecht. Damit wir den zeitlichen Rahmen dennoch nicht sprengen, fasse ich kurz zusammen: Du bist der weltbeste Stellvertreter, den sich Vorsitzende wünschen können und dafür ein dickes Dankeschön“ so Silvia Scharenberg in ihrer Laudatio.
Das traditionelle „Lubentius-Lied“ erklang zum Abschluss der Ehrungen und zum Ausklang.
