Westerwaldverein Buchfinkenland: Gemeinschaftsfahrt zur Gedenkstätte Hadamar
Gemeinsam den Opfern der Nazi-Euthanasie und anderer Verbrechen gedenken
Westerwaldkreis.Mangels Anmeldungen war der erste Versuch einer Gemeinschaftsfahrt aus dem Buchfinkenland zur Gedenkstätte in Hadamar im letzten Jahr gescheitert. Inzwischen hat sich einiges in unserer Gesellschaft geändert: viele Mitbürger/innen sehen die Demokratie in Gefahr und wollen etwas dagegen tun. „Nie wieder“ ist das Motto – nie wieder dürfen Neonazis und andere Rechtsextreme an die Schalthebel der Macht kommen, damit solche „Tötungsanstalten“ wie die in Hadamar nie mehr geschaffen werden können! Tausende wurden dort ermordet.
Nun der zweite Anlauf: In einer beispielhaften Gemeinschaftsfahrt laden erneut Vereine aus dem Buchfinkenland alle Interessierten dazu ein, die heute dort bestehende Gedenkstätte zu besuchen und dadurch an die Opfer zu erinnern. Von letzteren kamen viele auch aus dem Westerwald. Diese Form der Erinnerung an das Grauen soll aber auch dazu beitragen, dass solche oder ähnliche Verbrechen in unserem Land nie mehr passieren. Dazu sind am Sonntag, 10. November alle Interessenten willkommen.
Dies ist ein Tag nach dem „Schicksalstag der Deutschen“, als den der 9. November in die Geschichtsbücher eingegangen ist: damit verbindet sich bei uns das Gedenken an die Reichspogromnacht 1938, an die Ausrufung der ersten deutschen Republik vor 105 Jahren und an das Jahr 1989, als an diesem Tag die Mauer in Berlin fiel.
Gemeinsam laden zur der Fahrt ein der VdK-Ortsverband Buchfinkenland/Gelbachhöhen, der Förderverein des Seniorenzentrums Ignatius-Lötschert-Haus, die Spielvereinigung Horbach und der Westerwald-Verein Buchfinkenland. Falls weitere Vereine oder Einrichtungen aus dem Buchfinkenland mit dazu aufrufen wollen, können diese sich gerne melden.
Geplant sind zunächst vor Ort eine kurze Einführung und historische Einordnung des Geschehens. Danach werden wir in zwei Gruppen durch die Räume der Gedenkstätte und die Ausstellung geführt. Abschließend ist noch eine Aussprache über das Gesehene möglich, damit alle die Schrecken gemeinsam besser verarbeiten können. Die Fahrt erfolgt um 13 Uhr in einem großen Reisebus. Die Abfahrtzeiten und Zusteigemöglichkeiten werden noch mitgeteilt.
Das Angebot richtet sich an alle, denen diese Erinnerungskultur wichtig ist. Eine Anmeldung ist erforderlich. Gerne dürfen auch Interessenten von außerhalb des Buchfinkenlandes dabei sein. Es ist ein Kostenbeitrag von je fünf Euro zu zahlen – Jugendliche bis 18 Jahre und Senioren ab 80 Jahre können kostenlos mitfahren (dürfen aber natürlich trotzdem etwas spenden). Die verbleibenden Kosten decken die vier Veranstalter. Im Bus kann gerne bei Bedarf ein Rollator mitgenommen werden. Wir fahren auch bei nicht optimalem Herbstwetter, also auch wenn es regnet! Gegen 16.00 Uhr ist die Rückfahrt ins Buchfinkenland geplant. Bitte den Termin notieren und für eine Mitfahrt werben!
Weitere Infos und Anmeldung (aber erst ab 1. September) mit Angabe des Alters und des Wohnortes gerne per Mail unter uli@kleinkunst-mons-tabor.de.
