Allgemeine Berichte | 10.01.2017

Sternsinger waren in der Verbandsgemeinde Adenau unterwegs

„Gemeinsam für Gottes Schöpfung“

Der Klimawandel stand im Mittelpunkt der 59. Aktion Dreikönigssingen

Gemeindereferent Matthias Beer hielt die Aussendungsandacht.  UM

Adenau. Wie seit rund 60 Jahren waren die Sternsinger Kinder auch in diesem Jahr wieder als die Heiligen Drei Könige Caspar, Melchior und Balthasar, begleitet vom Sternenträger, unterwegs, um in ihren Heimatorten den Segen in die Häuser und zu den Menschen zu bringen und für die notleidenden Kinder in aller Welt Spenden zu sammeln.

Zuvor jedoch waren alle Sternsinger und ihre Begleiter aus der Stadt Adenau und den umliegenden Orten zum Aussendungsgottesdienst am Samstagmorgen in die Pfarrkirche Johannes der Täufer in Adenau eingeladen. Hier wurden die Könige und Sternenträger auf ihre Aufgabe als Segensbringer vom Gemeindereferenten Matthias Beer in einer kurzen Andacht vorbereitet, die von den Sternsingern mitgestaltet wurde. Zum Ende der Andacht segnete der Gemeindereferent Matthias Beer die Kreide und die Sternsinger, um sie anschließend hinauszuschicken, um mit der den Segensgruß „20*C+M+B*17“ (Christus mansionem benedicat – Gott schütze dieses Haus) an die Türen zu schreiben.

Turkana in Kenia ist diesjährige Beispielregion

Die Aktion Dreikönigssingen stand in diesem Jahr unter dem Motto „Gemeinsam für Gottes Schöpfung in Kenia und weltweit“. Darauf hatte der Gemeindereferent die Sternsinger eingestimmt und ihnen die Bedeutung und die verheerende Auswirkung des Klimawandels am Beispielland Kenia in der Trockenregion Turkana im Osten Kenias nähergebracht, wo die Menschen am meisten betroffen sind und den Klimawandel am wenigsten verursacht haben. Dann machten sich die Heiligen Drei Könige in ihren prachtvollen Gewändern auf den Weg, sie klingelten an den Türen und empfingen die Bewohner mit dem Segenslied, und nachdem sie den Segensgruß an die Haustür geschrieben hatten, baten sie um eine Spende, und da gab es auch noch Süßigkeiten zur Belohnung für den Marsch am frostigen Wochenende.

So wie in der Stadt waren die Sternsinger in der ganzen Verbandsgemeinde Adenau unterwegs, wo sie zuvor in den Gottesdiensten ausgesendet und gesegnet wurden. Mit ihrem Einsatz richteten die Sternsinger ihren Blick auf die von Menschen verursachten Klimaveränderungen und die daraus erwachsenden Bedrohungen der natürlichen Lebensgrundlagen und erinnerten damit an die Verantwortung der Menschen für die Schöpfung. Mit ihrem Motto machten die Sternsinger gemeinsam mit den Trägern der Aktion – dem Kindermissionswerk „Die Sternsinger“ und dem Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) – darauf aufmerksam, wie sehr der Klimawandel das Leben von Menschen in aller Welt bedroht und wie gerade Menschen in den Industrieländern durch ihren sorglosen Umgang mit den natürlichen Ressourcen die Zukunft von Kindern in der einen Welt bedrohen.

Unterstützung für 1500 Projekte weltweit

Bei ihrer zurückliegenden Aktion hatten die Mädchen und Jungen zum Jahresbeginn 2016 rund 46,2 Millionen Euro gesammelt. Die rund 300.000 beteiligten Sternsinger und ihre rund 90.000 Begleitenden in 10.282 Pfarrgemeinden, Schulen und Kindergärten erzielten damit das zweithöchste Ergebnis seit dem Start ihrer Aktion 1959. Mit den gesammelten Spenden können die Sternsinger mehr als 1.500 Projekte für notleidende Kinder in Afrika, Lateinamerika, Asien, Ozeanien und Osteuropa unterstützen. Durch ihr Engagement werden die kleinen und großen Könige zu einem Segen für benachteiligte Gleichaltrige in aller Welt. Neben dieser gelebten Solidarität tragen die Sternsinger Gottes Segen für das neue Jahr in die Wohnungen und Häuser der Menschen.

Klimawandel verursacht Armut, Hunger und soziale Spannungen. Die Sorge um die Umwelt und schwindende Ressourcen bestimmt das Leben eines Großteils der Bevölkerung Afrikas. Vor allem in ländlichen Regionen, wie der Turkana im Nordwesten Kenias, sind die Auswirkungen spürbar. Die Turkana, ohnehin eine der ärmsten Regionen des Landes, steht im Fokus der aktuellen Sternsingeraktion. Die Landschaft ist von immer längeren Dürreperioden gekennzeichnet, oft bleibt der nötige Regen monatelang aus. Weideland fehlt, die Tiere der ehemals als Nomaden lebenden Menschen haben nicht ausreichend zu fressen, vermehren sich nicht gut und geben zu wenig Fleisch und Milch. Traditionelle Lebensgrundlagen werden den Viehhirten entzogen. Die Kinder sind unter- und mangelernährt, was ihrer Entwicklung schadet. Ähnlich geht es den Fischern am Turkanasee, der mehr und mehr austrocknet und versalzt, auch dies eine Folge des Klimawandels.

Die Sternsinger setzen sich für benachteiligte Gleichaltrige in aller Welt ein. Straßenkinder, Aids-Waisen, Flüchtlingskinder, Kindersoldaten, Mädchen und Jungen, die nicht zur Schule gehen können, denen Wasser, Nahrung und medizinische Versorgung fehlen, die in Kriegs- und Krisengebieten oder ohne ein festes Dach über dem Kopf aufwachsen – Kinder in rund 100 Ländern der Welt werden jedes Jahr in Projekten betreut und versorgt, die mit Mitteln der Aktion unterstützt werden. Dazu waren auch die Sternsinger in der ganzen Verbandsgemeinde Adenau mit der Sternsingeraktion „Segen bringen, Segen sein. Gemeinsam für Gottes Schöpfung – in Kenia und weltweit!“ wieder unterwegs um weiterhin den notleidenden Kindern in aller Welt zu helfen. UM

„Gemeinsam für Gottes Schöpfung“

„Gemeinsam für Gottes Schöpfung“

Gemeindereferent Matthias Beer hielt die Aussendungsandacht. Fotos: UM

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