Hospiz-Verein Rhein-Ahr - Teilnehmer der Trauertreffs besuchten Maria Laach
Gemeinsam unterwegs
„Jeder sollte mitkommen können. Auch wer nicht so gut zu Fuß ist.“
Maria Laach. Nicht nur beim gemeinsamen Frühstück oder Kaffeetrinken finden Trauernde beim Hospiz-Verein Rhein-Ahr Platz für ihre Trauer. Immer wieder gibt es auch das Angebot gemeinsamer Ausflüge für Trauernde und solche, die die Trauertreffs in den vergangenen Jahren besucht haben. „Beim Unterwegssein werden noch mal neue Kontakte untereinander geknüpft, andere Gespräche geführt und man rückt enger zusammen“, erlebt Berta Bauer immer wieder. Sie leitet einige der Trauertreffs beim Hospiz-Verein und hatte als jüngstes Ausflugsziel den Laacher See ausgewählt. Bei einer Besichtigung im Kloster erfuhr die Gruppe viel Staunenswertes über dessen wechselvolle Geschichte. Die Gräber in der Trauerkapelle zeigten der Gruppe von rund einem Dutzend Teilnehmern, wie alt die Mönche dort geworden sind, und ganz andächtig wurden sie in der Abteikirche. Auch die Ausstellung über Konrad Adenauer und das Thema „Glaube und Politik“ interessierte sie. Daneben war die Gärtnerei und noch mehr der Besuch der Bibliothek ein Höhepunkt des Aufenthalts im Kloster, bei denen eine Gästeführerin jede Frage zu beantworten vermochte. Nach einem gemeinsamen Mittagessen hatten die Frauen und Männer Gelegenheit, einen Spaziergang zum Laacher See zu machen oder diesen sogar zu umrunden. Auch dabei entwickelten sich neue Themen und fanden sich neue Gesprächspartner. Treffpunkt für alle war danach das Café. „Jeder sollte mitkommen können. Auch wer nicht so gut zu Fuß ist.“ Das ist ein Anliegen von Berta Bauer, die auch schon Ausflüge für Trauernde etwa in den Zoo organisiert hat. Erfüllt waren die Teilnehmer auch diesmal wieder von der erlebnis- und erkenntnisreichen Zeit, die sie in Maria Laach verbracht haben. Begeistert und dankbar machten sie sich zusammen auf den Heimweg und erklärten: „Nächstes Mal sind wir wieder dabei.“
