Mut-Tour 2018 machte Station in Remagen
Gemeinsam unterwegs für einen offenen Umgang mit Depression
5.250 Kilometer durch ganz Deutschland – mit Tandems, Zweier-Kajaks und zu Fuß
Remagen. Die Mut-Tour ist ein Aktionsprogramm, das sich seit 2012 durch Deutschland bewegt und einen Beitrag zur Entstigmatisierung der Depression als Erkrankung leistet. Bis 2017 haben 134 depressionserfahrene und -unerfahrene Menschen über 25.500 Kilometer zurückgelegt.
Bei der Mut-Tour in diesem Jahr kommen 5.250 Kilometer hinzu. Vom 16. Juni bis 2. September waren die Teams wieder auf Tandems, in Zweier-Kajaks und zu Fuß beim Wandern unterwegs. Die 60 neuen und alten Teilnehmer der diesjährigen Mut-Tour erleben, wie Sport ohne Leistungsdruck in Kombination mit Struktur,
Natur und Gemeinschaft die Stimmung heben können. In Remagen machten jüngst in der Schlussphase der Mut-Tour drei Tandemteams Station.
Durch Interviews mit den Medien vor Ort ist es dem Projekt seit 2012 gelungen, ermutigende Depressionserfahrung und einen unverkrampften Umgang mit dem „D-Wort“ in Form von über 2.000 Berichten weiterzugeben. Der Name ist Programm: Mutige Teilnehmer möchten anderen Menschen Mut machen. Die Perspektive ist es, einmal in einer Gesellschaft zu leben, in der sowohl betroffene als auch nicht betroffene Personen angst- und schamfrei mit psychischen Erkrankungen umgehen können.
In diesem Jahr gab es darüber hinaus in rund 60 Städten öffentliche Infostand- und Mitmachaktionen, an denen lokale Vereine und Institutionen aus den Bereichen Psychosoziales und Sport/Gesundheit ihre Angebote präsentieren.
Partner machen die MUT-TOUR 2018 erst möglich. Trägerverein ist als einziger bundesweit tätiger Betroffenenverband die Deutsche Depressionsliga. Barmer, Deutsche Rentenversicherung, Aktion Mensch, Kämpgen-Stiftung und Gesundheitszentrum Bad Laer Stiftung zur Förderung des Gesundheitswesens tragen die Kosten. Die Stiftung Deutsche Depressionshilfe, das Bündnis gegen Depression, der Deutsche Behindertensportverband und der Fahrrad-Club ADFC e.V. sind Bundespartner der Mut-Tour.
Regionale Anlaufstelle für Betroffene in der Region ist der sozialpsychiatrischer Dienst beim Gesundheitsamt der Kreisverwaltung Ahrweiler.
