Allgemeine Berichte | 13.12.2024

Ökumenischer Gottesdienst unterm Regenbogen

Gemeinsame Andacht und Gespräche zum Welt-Aids-Tag

Westerwaldkreis. Das Motto „Regenbogen“ war beim diesjährigen ökumenischen Gottesdienst anlässlich des Welt-Aids-Tags überall zu entdecken – von der farbenfrohen Beleuchtung der Katholischen Pfarrkirche St. Peter und Paul in Höhr-Grenzhausen bis hin zur entsprechenden Dekoration. Dazu passten die bunten Schals des Chors DaCapo, der unter der Leitung von Björn Adam und mit Albert Schuck an der Gitarre die musikalische Begleitung übernahm. Pfarrerin Monika Christ gestaltete den Gottesdienst mit ihren bewegenden Texten und einer sehr berührenden Predigt zum Thema Segen/Bund und Gemeinschaft. Ergänzt wurde dies durch die verbindenden Texte des Pastoraltheologen Simon Beranek.

Zum 17. Mal hatten die Aids-/Infektionsberatungsstelle des Gesundheitsamtes Montabaur und die Westerwälder HIV-Selbsthilfegruppe in Kooperation mit der katholischen und evangelischen Pfarrgemeinde Höhr-Grenzhausen zu dieser Veranstaltung geladen. Im Anschluss erwartete die Interessierten im Pfarrzentrum noch eine bunt gemischte Gesprächsrunde, bei der sie sich mit Plätzchen und alkoholfreiem Punsch stärken konnten.

Dabei gab Schwester Helga Weidemann, Pallottinerin, Krankenschwester und Klinikseelsorgerin, Einblick in die Anfänge von HIV/Aids auf der Frankfurter Aids-Station Haus 68 in den 90er Jahren. Das Wissen um die Entstehung der Krankheit und die genauen Übertragungswege war damals noch sehr gering. Anschaulich berichtete sie aus ihren Erinnerungen: „Die überwiegend männlichen Patienten waren so jung und starben schnell. Sie waren gezeichnet von der rapide fortschreitenden Immunschwäche, oft auch vom nahen Tod. Ich war einfach da – an ihrer Seite zum Zuhören und für Gespräche, für Berührungen und Segnungen sowie als Mittlerin zwischen den Familien, für die die Lebenswelt des Sohnes oder Bruders befremdlich und schambehaftet war.“ Dabei wurde deutlich, dass sie mit Herzblut und Kompetenz positiv an einer großen Gesundheitsherausforderung mitgewirkt hat und welch riesiger Dank dem ganzen interdisziplinären Team für seinen unermüdlichen Einsatz damals wie heute gebührt.

Inzwischen ist dank Medikamente der frühe Tod einer nahezu normalen Lebenserwartung gewichen. Die Gesellschaft ist akzeptierender und Menschen mit Erkrankungen werden insbesondere durch berufliches wie ehrenamtliches Engagement eher als Teil der Gemeinschaft gesehen und unterstützt. Trotzdem waren sich alle einig, dass solche Zeitzeugenberichte von großem Wert sind, zumal es in den Anfängen von Corona ähnliche Effekte wie die Infektions- und Berührungsängste gab.

Angebote zu HIV/Aids und sexuell übertragenen Erkrankungen gibt es im Gesundheitsamt des Westerwaldkreises seit 35 Jahren. Telefonische Beratungen – beispielsweise zu kostenfreien anonymen Testregelungen, psychosoziale Beratungen und Präventionsangebote sind möglich bei Miriam Körting-Eberhardt (02602 124-723), Selina Kexel (-737) und Dr. Ursula Rieke (-717).

Pressemitteilung des

Westerwaldkreises

Artikel melden

? Vielen Dank! Ihre Meldung wurde erfolgreich versendet.
? Es gab einen Fehler beim Versenden. Bitte versuchen Sie es später erneut.
Kommentare
Bildergalerien
Neueste Artikel-Kommentare
  • Thomas Sebastian Napp: Ich kann der Gemeinde zu dieser Aktion nur gratulieren. Vor allem den Bauhofmitarbeitern muss ich hier ein Lob aussprecheb. Gleichzeitig kann ich es nicht verstehen, dass eine große Naturfläche auf dem...
  • Lena: Diversität ist wichtig: Der Wolf reguliert Überpopulationen ( z.B. Schwarzwild, Rehwild). Für schlecht geschützte Herdentiere sind die Besitzer verantwortlich.
  • Peter 1: Trotzdem ist der Wolf hier vollkommen überflüssig.
  • Walter Miller : Ein verpixeltes Bild von der durch den Wolf getöteten Ziege. Was will man damit ausdrücken ? Das ein Wolf besonders grausam ist ? Er ist ein Geschöpf der Natur - nicht mehr und nicht weniger. Im Gegensatz zu den 467.000 Jägern in Deutschland.
  • Michael Geiger, 56337 Eitelborn: Michael Geiger, Leider kann ich die Losnummern aus der Ziehung vom 28.03.26 im Globus Bubenheim nicht finden.. Warum nicht
  • Dietmar Gläsener: Leider kann ich meine Gewinnlos Nummern , Ziehung vom 28.03.26 im Clobus in KO-Bubenheim nicht abrufen im Internet. Woran liegt es? D. Gläsener, 56237 Nauort
Dauerauftrag
Dauerauftrag 2026
Rund um´s Haus
Anzeige Haushaltsauflösungen und Ankauf
Koblenz blüht 2026
Innovatives rund um Andernach
Stellenanzeige
Osteraktion
Stellenanzeige
Stellenanzeige Kita
Empfohlene Artikel
Schülerinnen und Schüler der Bienenklasse 3c der KGS Meckenheim sind am Standort Meckenheim der Bücherbrücke in die Bücher vertieft. Foto: Stadt Meckenheim
31

Meckenheim. Die Bücherbrücke Meckenheim/Alfter verzeichnet eine rege Nutzung durch Kindertagesstätten und Schulen im Rahmen der Leseförderung. Unter den teilnehmenden Einrichtungen befinden sich unter anderem Blütentraum, Hüppekästchen, Rasselbande und zahlreiche weitere Kindertagesstätten. An beiden Standorten der Bücherei steht der Mittwochvormittag im Zeichen der Vorschulprogramme, bei denen die Kinder bib(liotheks)fit gemacht werden.

Weiterlesen

Mit 17 Anträgen zur Neuaufnahme in diesem Jahr wurde fast der Spitzenrekord von 2020 geknackt.
51

Leutesdorf. Pascal Berger, Vereinsvorsitzender begrüßte alle Anwesenden zur Jahreshauptversammlung am 28. März und es wurde nach Feststellung einer ordnungsgemäßen Einladung und Bekanntgabe der Tagesordnungspunkte eine Gedenkminute den Verstorbenen gewidmet.

Weiterlesen

Weitere Artikel
Die gesamte Gruppe mit Kindern, Jugendlichen und Leiterteam im diesjährigen Freizeit-T-ShirtFoto: privat
4

Gemeinschaft und Spaß: Schützenjugend erlebt intensive Ferientage

Vier Tage voller Erlebnisse: Osterfreizeit begeistert erneut

Altendorf-Ersdorf. Vom 28. bis zum 31. März 2026 erlebten 20 Kinder und Jugendliche im Alter von 8 bis 16 Jahren vier ereignisreiche Tage im Landschulheim in Berg-Freisheim. Unter der Leitung von Jungschützenmeister Christian Klein fand dort die diesjährige Osterfreizeit der St. Sebastianus Schützenjugend Ersdorf-Altendorf statt. Auch in diesem Jahr nahmen wieder zahlreiche Nichtmitglieder teil, was die Offenheit und Attraktivität des Angebots unterstreicht.

Weiterlesen

Monatliche Anzeige
Dauerauftrag
Kreishandwerkerschaft
Dauerauftrag Imageanzeige
Holz Loth-Entsorgung
Fahrer gesucht (m/w/d)
Innovatives rund um Andernach
Innovatives rund um Andernach
Imageanzeige Dauerauftrag 04/2026
Vortrag: Arthrose des Hüft- und Kniegelenk
Rund ums Haus
Innovatives rund um Andernach
Koblenz blüht // Frohe Ostern 2026
PR-Anzeige
Dauerauftrag 2026
Imageanzeige - Ostern
Stellenanzeige Personalreferent/in