Allgemeine Berichte | 26.08.2019

Sommerzeltlager der Pfadfinder Mendig

Gemeinschaft stand im Mittelpunkt

Bei vielen Aktivitäten und Spielen erlernten Kinder und Jugendliche die klassischen Pfadfindertugenden

Am Ufer der Lahn wurde Quartier bezogen. Foto: privat

Mendig. Die Georgspfadfinder Mendig fuhren auch dieses Jahr wieder in ihr großes Sommerzeltlager. Die Kinder und einige Betreuer brachen gut gelaunt und voller Vorfreude mit dem Bus in Richtung Leun an der Lahn auf. Nach einer etwa zweistündigen Busfahrt kamen sie auf dem Zeltplatz an und nahmen erst einmal den schönen Stell- und Zeltplatz auf der Lahnwiese in Augenschein, bis es dann an den Aufbau der Zelte ging. Unter der Anleitung der erfahrenen Leiter konnten die Lagerteilnehmer somit direkt lernen, dass es weniger wichtig ist, möglichst viele Knoten zu kennen, als vielmehr zu wissen, wie man sie praktisch anwendet. Jedoch sind das Wichtigste bei einer solchen Aktion die Zusammenarbeit und der Zusammenhalt aller Beteiligten. Dieser Zusammenhalt zeigte sich sehr deutlich beim Aufrichten des 14 Meter langen Bannermastes.

Die jungen Leiter und die älteren Jugendlichen schafften zunächst das Bauholz heran und richteten den Bannermast sowie dessen Stellplatz her, worauf dann unter der Mithilfe und Anleitung der langjährigen Leiter der Mast zum Stehen gebracht werden konnte.

Doch auch für die jüngeren Teilnehmer kam der Spaß nicht zu kurz. So wurden viele Geländespiele wie das Tellerspiel oder Brennball gespielt. Bei einem anderen Spiel waren sowohl Körper als auch Köpfchen gefordert, da über den ganzen Zeltplatz verstreute Zahlen und Tiernamen gesucht werden mussten und anschließend kleine Aufgaben im Team bewältigt werden mussten. Bei verschiedenen Bastelaktionen wie dem Bemalen einer eigenen Tasche konnten die Kinder ihrer Kreativität freien Lauf lassen.

Nach einem anstrengenden Tag wurde abends immer noch am Feuer zusammengesessen und mit Begeisterung Lagerfeuerlieder gesungen, während die nötige musikalische Begleitung mit Gitarre und perkussiven Instrumenten nicht fehlen durfte.

Ausflüge auf dem Wasser

Das direkt am Zeltplatz gelegene Flüsschen Lahn nutzten die Pfadfinder für mehrere Touren mit den eigenen Kanus. So führte eine Tour ins beschauliche Städtchen Weilburg, und bei der Mehrtagestour der älteren Teilnehmer wurde die letzte Wegetappe auf abenteuerliche Art und Weise per Kanu bestritten. Doch die Lahn bot nicht die einzige Möglichkeit zur Erfrischung, da die Pfadfinder auch ein Freibad besuchten. Eine solche Erfrischung war auch wegen des guten Wetters sowie aufgrund der vielen Aktivitäten stets eine willkommene Abwechslung zu schweißtreibenden Aktionen wie dem Besuch eines Kletterparks. Sehr kühl war praktischerweise auch die Kristallhöhle in Kubach, die sich durch ihre Höhe und ihre über viele Jahre durch Ablagerung entstandenen Kristalle auszeichnete.

Die Kunst des Feuermachens

Doch bei all den Freizeitangeboten durften die pfadfinderischen Aktivitäten nicht fehlen: Die Kinder lernten, verantwortungsbewusst mit Feuer und Schnitzmesser umzugehen sowie welche Holzarten sich besonders gut zum Feuermachen eigneten. Neben der Feuer-, Knoten- und Pflanzenkunde gab es auch im Bereich der Tierkunde einige interessante Geschöpfe zu entdecken; so wurde der Hühnerhabicht zum inoffiziellen Lagermaskottchen. Auch beim Küchendienst und bei der Lagerwache lernten die Teilnehmer nicht nur für sich selbst, sondern auch für andere Verantwortung zu übernehmen. Denn gemäß dem Pfadfindermotto „Allzeit bereit“ zu sein, bedeutet nicht, für alles immer die perfekte Lösung zu haben, sondern sich auf die Unwägbarkeiten des Lebens möglichst gut vorzubereiten. Am besten lernt ein Pfadfinder Pfadfinder zu sein, indem er es einfach ausprobiert und aus gemachten Fehlern lernt; oder wie es der Gründer der Pfadfinderbewegung, Lord Baden-Powell, formulierte: „Learning by doing!“

Prüfungen abgelegt

Die Kinder konnten das Gelernte bei freiwilligen Pfadfinderprüfungen unter Beweis stellen. So konnten sie zeigen, dass sie die nötige Reife und das Verantwortungsbewusstsein hatten, um bei der feierlichen Versprechensfeier ihr Halstuch überreicht zu bekommen. Das Halstuch sowie die zu gemeinschaftlichen Anlässen getragene Kluft stehen repräsentativ für die Pfadfindertugenden: Die Pflicht eines Pfadfinders besteht vereinfacht gesagt darin, sich selbst treu zu sein, anderen Menschen zu helfen und für sich selbst und andere Menschen Verantwortung zu übernehmen, egal ob sie Pfadfinder sind oder nicht.

Den Abschluss des Lagers bildete der bunte Abend, bei dem über Sketche, umgeschriebene Lieder und bei Spielen viel gelacht wurde.

Um die vielen Bilder und Filme des Lagers noch einmal bei Kaffee und Kuchen anzusehen, möchten die Pfadfinder alle Teilnehmer und Eltern sowie Interessierte zum traditionellen Dianachmittag am 27. Oktober ab 16 Uhr ins Pfarrheim Niedermendig einladen.

Am Ufer der Lahn wurde Quartier bezogen. Foto: privat

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