Stabsrahmenübung simulierte Extremwetterlage im Rhein-Lahn-Kreis
„Genesis“ testete Einsatzkräfte an der Lahn
Rhein-Lahn-Kreis. Vor Kurzem fand im Kreishaus eine groß angelegte Stabsrahmenübung des Brand- und Katastrophenschutzes statt, die sich auf eine extreme Hochwasserlage an der Lahn konzentrierte. Laut Drehbuch verschärfte sich die Situation aufgrund starker Niederschläge, sodass der Landkreis seinen Führungsstab als operativ-taktische Komponente einberief. Für die fünfzig Teilnehmer, darunter auch Beobachter und die Übungsleitung, bestand die Herausforderung darin, mehrere anspruchsvolle Szenarien im Zeitraum von 9 bis 15 Uhr zu bewältigen. Die fiktiven Szenarien wurden im Vorfeld von der Übungsleitung erarbeitet und während der Übung von den Feuerwehreinsatzzentralen in Diez, Bad Ems und Lahnstein in den Führungsstab eingespielt.
Der Führungsstab legte die Prioritäten und die erforderlichen Einsatzmittel fest. Unter dem Namen „Genesis“ zielte die Übung darauf ab, die Kommunikation sowie das Heranführen von Einsatzmitteln und -kräften über die Grenzen des Rhein-Lahn-Kreises hinaus zu trainieren. Ebenso galt es, die Koordination von Maßnahmen mit weiteren Behörden und Institutionen sowie den neuen Alarm- und Einsatzplan Hochwasser Lahn zu üben. In Zusammenarbeit mit dem Verwaltungsstab mussten Entscheidungen getroffen und Maßnahmen angeordnet werden. Die gewonnenen Erkenntnisse der Übung werden im Nachgang analysiert und in den Alarm- und Einsatzplan Hochwasser Lahn integriert.
Sowohl Landrat Jörg Denninghoff als auch die Übungsleitung, bestehend aus Brand- und Katastrophenschutzinspekteur Guido Erler, Thorsten Massenkeil und Felix Rinker, zeigten sich mit dem Verlauf der Übung zufrieden. Einsatzleiter Lars Ritscher und der Leiter des Stabes, Marcus Grün, lobten das hohe Engagement der Einsatzkräfte und Fachberater. BA
