Dozenten der Kreismusikschule begeisterten die Zuhörer
Genuss für Ohren und Seele
Bassenheim. Wieder einmal luden die Dozenten der Kreismusikschule Mayen-Koblenz zu einem Konzert im stimmungsvollen Ambiente des fast schon überfüllten Martinus Museums in Bassenheim ein. Die Zuhörer erfreuten sich an einem sehr abwechslungsreichen Programm.
Den Anfang machte Johannes André, der mit seiner Frau Sylvia Mel-André das Konzert organisiert hatte, mit einer Eigenkomposition im funky-jazzigen Stil, begleitet von Harald Meyer, der auch die weiteren Solisten begleitete.
Eine Entdeckung ist die französische Komponistin Mel Bonis (1858-1937), deren Stil zwischen Schumann und Debussy verortet werden kann. Ihr „Piece“ und „Scherzo“ wurden von Ulrike Friedrich-Nickenig (Querflöte) sowohl sensibel als auch expressiv zu Gehör gebracht.
Dass „ernste“ Musik auch sehr humorvoll sein kann, zeigte Harald Meyer, diesmal als Solist. Nicht nur virtuos, sondern auch mit einem Augenzwinkern spielte er den Schlager „Was machst du mit dem Knie, lieber Hans“ im Stile von zum Beispiel Bach, Händel, Mozart oder Verdi, was dem Publikum immer wieder ein Schmunzeln entlockte.
Mit einer viersätzigen Sonatina für Posaune und Klavier von William Presser (1916-2004) führte Gudrun Mau (Posaune) mit ungewohnten Harmonien und Klängen in die Welt der klassischen Moderne: Hier erlebte der Zuhörer, wie das Klavier manchmal wie eine Trommel benutzt wurde. Bestandteil dieser beeindruckenden und selten aufgeführten Komposition ist auch eine freie Bearbeitung des „Dies irae“, einem mittelalterlichen Hymnus über das Jüngste Gericht.
Außergewöhnlich war auch der letzte Musikbeitrag, dargeboten vom Trio „Antamár“ (Tanja Schwarz, Anneke Bowman und Margarete Herrig), der in einer kreativen Begegnung klassische Musik mit meditativen Improvisationen zusammenführte. Es erklangen unter anderem Gesang, Cello sowie diverse Percussionsinstrumente. Mit dem Part „Erde“ aus dem Zyklus „Die vier Elemente“ nahm „Antamár“ die Gäste mit auf eine „Seelenreise“. Somit endete das Konzert in einer entspannten Stimmung. Das Publikum bedankte sich mit lang anhaltendem Applaus.
Weitere Infos und Kontakt: Geschäftsstelle der Kreismusikschule, Tel. (0 26 32) 95 74 00; E-Mail: in-fo@kms-myk.de oder unter www.kms-myk.de. Sprech- und Besuchszeiten: montags bis freitags von 8:30 bis 12 Uhr.
Pressemitteilung der
Kreismusikschule Mayen
