Allgemeine Berichte | 20.09.2022

Diözesanverband Trier der Katholischen Arbeitnehmerbewegung

Gerechter Entlohnung ist zentrales Thema

Für wertgleiche Arbeit müsse gleicher Lohn gezahlt werden, darüber waren sich alle einig.  Foto: Rita Kaiser

Rodder. Herzlich begrüßt zu einem politisch-spirituellen Impulstag des Diözesanverbandes Trier der Katholischen Arbeitnehmerbewegung wurden die Teilnehmerinnen und Teilnehmer im Gemeindehaus in Rodder, Träger der Veranstaltung war das Bildungswerk der KAB.

„Gerechter Lohn führt zu Frieden in der Welt“, so das zentrale Thema. Unter den Gästen war auch Pfarrer i.R. Michael Schaefer aus Reifferscheid. Jede Arbeit hat ihren Wert, so sagte er in der Selbstvorstellung der Teilnehmer, untermauerte seine Ansicht unter Bezug auf Michael Endes „Momo“.

Peter Kaiser, langjähriger Vorsitzender der regionalen KAB, der einzigen im Kreis Ahrweiler, begrüßte als Referentinnen Seelsorgerin Anne Basten und Geschäftsführerin Mareien de Bueno. Die prekäre Lage vieler Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer wurde deutlich, einzelne Teilnehmer schilderten ihre persönlichen Erfahrungen. Für wertgleiche Arbeit müsse gleicher Lohn gezahlt werden, darüber waren sich alle einig. Die KAB fordert auch seit Langem ein bedingungsloses Grundeinkommen. Beklagt wurde u.a. die schlechte Entlohnung in sozialen Arbeitsbereichen, aber jede Arbeit hat einen ganz eigenen und besonderen Wert für die Gesellschaft. Doch leider bleiben immer noch und immer mehr Menschen auf der Strecke, so hieß es in einzelnen Erfahrungsberichten der Teilnehmerinnen und Teilnehmer.

Viele Entwicklungen der vergangenen Jahre zeigen eine Tendenz: Steigende Altersarmut und ein wachsender Niedriglohnsektor gehen vor allem zu Lasten der sozial Schwächeren, das wollen die christlich geprägten Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer nicht hinnehmen.

Diskutiert wurde ein Filmbeitrag von Prof. Niko Paech. Er fordert ein Umdenken in der Politik und Gesellschaft: Paech sieht die Gesellschaft nicht nur in einer wirtschaftlichen und ökologischen, sondern auch in einer psychologischen Wachstumskrise. Demzufolge sind die Menschen gar nicht mehr in der Lage, den geschaffenen Wohlstand so aufzunehmen und auszuschöpfen, dass die Lebenszufriedenheit oder Lebensqualität der Menschen im Durchschnitt noch steigen kann. Die Menschen sind so gestresst und reizüberflutet, ja überfordert, steuern auf einen Konsum-Burnout zu, dass es um eine Befreiung vom Überfluss geht.

„Menschenwürdig statt prekär“, für ein christliches Miteinander in der Arbeitswelt, WERTvoll arbeiten, so beschloss die 17. Bundesdelegiertenversammlung der KAB im Juni des Vorjahres.

Der Diözesanverband Trier hat rund 1.500 Mitglieder in Rheinland-Pfalz und dem Saarland, seit 130 Jahren ist die KAB tätig, steht für ein Arbeiten und Leben in Würde und Solidarität ein. Mit starker Stimme vertritt sie die Interessen von Arbeitnehmenden, wünschte eine Lebenswelt, in der ein lebenswertes Miteinander auf Basis christlicher Werte ermöglicht wird.

Peter Kaiser dankte allen für das engagierte Mitmachen, für Anregungen in der Diskussion, sprach den beiden Referentinnen für ihren Einsatz herzlichen Dank aus. In der regionalen Gruppe Reifferscheid/Rodder sind derzeit etwa drei Dutzend Menschen organisiert.

Für wertgleiche Arbeit müsse gleicher Lohn gezahlt werden, darüber waren sich alle einig. Foto: Rita Kaiser

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