Allgemeine Berichte | 15.12.2020

Neuigkeiten von der Bürgerinitiative „lebenswerte Stadt“

Gerettet: Zukunft für die Wilhelmstraße 51

Die Außenansicht der Villa. Fotos: privat

Ahrweiler. BI „lebenswerte Stadt“ begrüßt die Unterschutzstellung der Villa durch den Denkmalschutz. Sie freut sich, dass hier dank des beherzten Engagements eines Mitbürgers die Denkmalpflege zur rechten Zeit tätig wurde, und ein Stück Geschichte erhalten bleibt. Engagement lohnt sich!

Lange Monate war das Schicksal dieses repräsentativen Hauses vis a vis des Ahrweiler Bahnhofs ungewiss. Abriss oder Erhaltung? Nun hat der Landesdenkmalschutz Klartext gesprochen und den Bau geschützt: „Das villenartige Wohnhaus von 1911 wurde samt zugehöriger Freiflächen als Kulturdenkmal eingestuft. Die Denkmaleigenschaft resultiert aus seinem besonderen historischen Zeugniswert für die Bau- und Wohnkultur in den Jahren kurz vor dem Ersten Weltkrieg aufgrund des sehr guten Erhaltungszustandes bis in viele qualitätvolle Details. Als von überaus großer Bedeutung erweist sich dabei die hochwertige, sowohl wandfeste als auch bewegliche Innenausstattung (z.B. Möblierung der Diele)“.

„Wir begrüßen diesen Schritt“, so Karl Heinen aus dem BI Leitungsteam, der bereits in einer Artikelserie mehrfach die Wilhelmstraße 51 beschrieben und ihre Vorzüge herausgestrichen hat, und ergänzt: „Das baukulturelle Gut ist unser langfristiges, touristisches Kapital als historischer Wein- und Urlaubsort. Die Wilhelmstraße ist dabei das historische Foyer von Ahrweiler, das sollte auch unseren Stadtvätern am Herzen liegen“.

„Das war die Rettung zur rechten Zeit.“ so Markus Hartmann, Leitungsteam BI: „Wir würden uns freuen, wenn dieser Präzedenzfall unsere Stadt ermutigen würde, sich der Bewertung und Sichtweise der Denkmalpflege anzuschließen und sich beherzt für den Erhalt der historischen Bausubstanz einzusetzen. Ein adäquates Instrument hierfür wäre die Erweiterung der Erhaltungssatzung über die Stadtmauern hinaus für die gesamte Wilhelmstraße. Ein geschichtsträchtiges Stadtbild ist der Humus, auf dem der Tourismus blüht.“

Die große Vergangenheit der Wilhelmstraße als besseres Wohngebiet lässt sich trotz mancher Verluste und wenig einfühlsamer Bausünden noch gut ablesen. Die eine oder andere Villa weht den Zeitgeist um 1900 in die emsige Hauptverkehrsachse zwischen Ahrweiler und Bad Neuenahr.

Unter Wilhelmstraße 51 findet sich eine schmucke Villa von herausragender baukultureller Qualität und ein Schmuckstück des sogenannten Heimatstils. Sie ist ein Werk des bekannten Godesberger Architekten Peter Wald, sein bekanntestes Werk ist sicherlich die schlossartige Villa Deichmann in der „Mehlemer Aue“, die der dieses repräsentative Domizil 1911 für den Ahrweiler Steuerinspektor Jos. Diedrich entwarf.

Der sogenannte Heimatstil kommt sehr malerisch daher. Charakteristische Elemente sind Fachwerk und hohe, steile Dächer, üppige Dachlandschaften, Mansarden, Erker und Gauben. Im Inneren finden sich eine „Weinstube“ im offenen Treppenhaus, eine hübsch geschnitzte Holztreppe und viele Stuckelemente.

„Das Faszinierende an der Wilhelmstraße 51 ist, dass sie insgesamt nahezu unverändert und unverfälscht blieb und noch heute einen ganz beliebten Villentyp wohlhabender Bauherren und damit auch ein Stück Lebensgefühl der Epoche dokumentiert“, schwärmt Karl Heinen von der BI. Die BI weiß heute das Haus in guten Händen und ist sich sicher, dass sie alsbald in ihrer ganzen Schönheit das Straßenbild bereichern wird.

Die BI „lebenswerte Stadt“ setzt sich für eine behutsame Stadtentwicklung und eine geschichtsbewusste Stadtbildgestaltung ein, die die Geschichte der Ortsteile würdigt und Regionalität und Identität stärkt. Weitere Informationen auf www.lebenswertestadt.jimdo.com.

Die noch original erhaltene Wohndiele.

Die noch original erhaltene Wohndiele.

Die Außenansicht der Villa. Fotos: privat

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